mein erstes eingestelltes Werk

  • Hallo und guten Morgen,
    jetzt wo ich seit dem 01.01.2017 Pensionär bin (Ex Berufsfeuerwehrmann in Essen), kann ich mich hoffentlich auch etwas meinem Hobby dem schnitzen widmen. Heute möchte ich eines meiner bisher sehr wenigen Werke einstellen. Es ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ich möchte es hier einmal präsentieren und Eure ehrliche Meinung dazu hören.Eigentlich wollte ich ja einen Elefanten schnitzen, aber irgendwie wurde es dann doch ein Eichhörnchen. Na ja ist ja fast genau so groß wie ein Elefant.
    Ich hoffe das ich es mit dem Einstellen richtig mache /gemacht habe.
    Liebe Grüße Euer Anfänger Frank D. (fradi)

  • Hallo Frank


    Eigentlich wollte ich ja einen Elefanten schnitzen, aber irgendwie wurde es dann doch ein Eichhörnchen. Na ja ist ja fast genau so groß wie ein Elefant.

    Find ich gut!! :D:D Was ich besonders schön finde ist dass du dieses aus einem Stamm geschnitzt hast. Was für Holz hast du verwendet?
    Mach weiter so und Gruss aus der Schweiz

    :thumbsup:
    Die einzige Alternative zur Sackgasse
    ist der Holzweg.....

  • Hallo Feuerwehrmann,


    die wundersame Tierverwnadlung? Vom Elefanten zum Eichhörnchen! Das hat man nicht alle Tage. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Das Elehörnchen ist dir aber sehr gut gelungen. Was mir besonders daran gefällt, ist, dass Du das Eichhörnchen in Bewegung geschnitzt hast. Das ist nicht leicht zu schnitzen. Es macht einen munteren lebendigen Eindruck. Alle Achtung, dafür das Du nur selten schnitzt. Wenn Du dein offentsichtliches Talent weiter entwickelst, wirst Du mal ein ganz Großer in der Schnitzerszene.


    Was mich noch interessiert: Hast Du das Eichhörnchen aus dem vollen Stamm geschnitzt, auf dem es sitzt? Was einen hohen Schwierigkeitsgrad bedeuten würde.


    So Fradi, wenn Du jetzt noch das Eichhörnchen etwas putzt, das heißt die Schnittmarken glättest ist das Hörnchen perfekt!


    Gruß
    Jakob

  • Hallo,
    danke für die netten Kommentare.
    Ich habe es zwar unter Anleitung geschnitzt aber dennoch alleine.
    Es war ein ca. 50 cm hoher, voller Stamm von einer alten Linde. Den Begriff Elehörnchen finde ich gut.
    Dass ich es in Bewegung schnitze, war eine Vorgabe von meinem Kursleiter an der VHS wo ich donnerstags immer für 3 Std. hingehe. Ich wollte es nicht aufkleben sondern festverbunden lassen mit dem Baumstamm, in einem Stück. Den groben Anfang (Ausschnitt) habe ich an einer Bandsäge gemacht, siehe Fotos 3+4 dann unter dem Bauch Löcher gebohrt, damit ich besser durchkomme. Den Rest mit der Hand geschnitzt.


    Gruß fradi

  • Hallo Frank !
    Deine Arbeit gefällt mir. Aus einem Stück geschnitzt und das erste Mal... Alle Achtung !!! Ist Dir wirklich gut
    gelungen. Jetzt noch die Feinarbeiten und versiegeln und fertig. Merkst Du schon, daß Du süchtig wirst? Dieses
    Hobby kann schnell zur Sucht werden.
    Sei gegrüßt von Rainer

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Hallo Fradi,
    als Erstlingswerk ist das Eichhörnchen " TOP ".Zumal es aus dem Block geschnitzt ist.
    Nach Abschluß der Feinarbeiten, kannst Du sicherlich stolz auf Deine Leistung sein.
    Hoffentlich werden wir noch mehr von Dir Sehen.
    Eine schöne Werkstatt hast Du, oder ist das Dein Arbeitsplatz im Schnitzkurs.
    mit Gruß vom
    Zillertaler

    Wissen ist Macht - Nichtswissen ist Ohnmacht - Nichtstun macht träge und krank <3

  • Auf dem Foto das ist der Raum von der VHS, aber ich habe auch einen Raum von ca. 3mx3,50m wo ich 2 Arbeitsplätze und eine Hobelbank habe. Weiterhin diverse Maschinen und Werkzeuge. Ich war so frei und habe in unserem Haus den größten Raum in unseren Keller genommen.

  • Ja, hervorragend!


    Ich möchte nur erwähnen, dass es in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit zu großer Rissbildung kommen wird. Das lässt sich beim vollen Stamm nicht vermeiden, macht es unter Umständen jedoch realistischer in der Darstellung (je nachdem wo es reißen wird :D ).
    Ich hoffe du hast Glück

  • Hallo an alle Profi`s !
    Es ist mir klar, daß ein Projekt aus dem vollen Stamm geschnitzt Risse bildet.
    Meine Frage an Euch: Kann man die Rißbildung minmieren zB. mit Bohrungen in den Kern, mit Dübelverleimung
    oder ähnlichen Dingen? Hat da jemand Erfahrung mit dieser Problematik? Das ist Fachwissen, was mir leider
    fehlt und ich würde gerne etwas dazulernen und bin gespannt auf Eure Antworten.
    Es grüßt Euch Rainer

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Hallo Rainer,
    es gäbe vielleicht eine Möglichkeit. Das wäre in diesem Fall die künstliche Trocknung in der Trockenkammer. Das Problem ist, das der gesamte Kern der ja stammmittig liegt, nach wie vor
    noch vorhanden ist. Eine Wette auf Ausschluß von Rißbildung würde ich nicht eingehen.
    Bei Brett- oder Blockware sieht das etwas anders aus.
    a. Sind die Dimensionen wesentlich kleiner.
    b. Das Herz ist nur noch entsprechend der Brettstärke vorhanden.
    c. Durch die Gatterung verliert das Holz an Spannung.
    Also abschließend - wer Werke aus Stammholz bearbeitet, muß mit Rißbildung rechnen.

    Der große Unterschied ist zudem noch, daß die Bayern Allgäuer und Schwaben ein anderes Verständnis u. Verhältnis zum Holz haben. Das Zugeständnis dieser Menschen wäre im Rest von Deutschland ein größeres Problem, da man dort die Eigenheiten vom Holz nicht akzeptiert.


    Gruß Otti

    Wissen ist Macht - Nichtswissen ist Ohnmacht - Nichtstun macht träge und krank <3

  • Um das schöne Stück nicht zu zerstören, würde ich jetzt drei Füße vorsichtig lösen und die Rissbildung dürfte dann nicht auf das Eichhörnchen übergehen. Ein hinterer Fuß bleibt verankert.


    Berkow

  • Hallo Berkow,
    das funktioniert nicht, da das Stamm-Herz mitten im Rücken des Eichhörnchens liegt.
    3 Füße frei zu legen hat wahrscheinlich zur Folge das die Figur auseinander bricht.
    Hier mußt Du den Holzwuchs berücksichtigen. Der Rücken ist in Schräglage Hirnholz mit Herzkern.
    Gruß vom
    Zillertaler

    Wissen ist Macht - Nichtswissen ist Ohnmacht - Nichtstun macht träge und krank <3

  • Eine Variante wäre das Einschlagen von Welleisen an der Unterseite des Stammes.
    Eine Rissbildung wird damit zwar nicht gänzlich verhindert, aber zumindest läuft man nicht Gefahr, dass sich der Stamm gänzlich zerreisst.

    :thumbsup:
    Die einzige Alternative zur Sackgasse
    ist der Holzweg.....

  • Leider habe ich von all den Problemen nichts gewusst, ich werde Euch aber auf dem Laufenden halten.
    Danke für die Antworten und Diskussionen. Ich bin immer bereit mehr zu Lernen.

  • Hallo Schnitzerfreunde !
    Danke für die bis jetzt eingestellten Antworten.
    Als kleines Dankeschön stelle ich Euch mein 1. Werk vor. Es ist 51 Jahre alt und ich war 12, als ich es unter
    Anleitung meines Vaters schnitzte.

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Hallo Fradi !
    Ich habe die Diskusion über Rißbildung deshalb angeregt, damit Dein Werk so lange wie möglich erhalten bleibt
    und die Rißbildung so gering wie möglich gehalten werden kann. Denn jeder freut sich über sein erstes Werk und
    ist stolz darauf. Ich habe meins auch noch und daran sind auch Kindheitserinnerungen gebunden.
    Es grüßt Dich Rainer

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Was ist das für eine Schule, die keine Ahnung von Holz hat und die Teilnehmer ihr Erstlingswerk irgendwann begraben können.
    Zu mindestens sollte Fradi dort das klarstellen, um für andere Teilnehmer das zu verhindern.


    Berkow