Messerablage Sortierhilfe beim Schnitzen

  • Liebe Forumsgemeinde

    Inspiriert von vielen Ideen aus unserem WhatsApp-Chat habe wir mal einen Prototypen einer Messerablage für die Werkbank gemacht. Damit wären die Messer und vor allem deren Stiche gut einsehbar und sortiert Griffbereit. Durch die bessere Übersicht erleichtert es das neue Aussuchen der Eisen beim Schnitzen.
    Durch den hinteren Anschlag und den Mulden wird ein herausrutschen und wegrollen durch z.B Klüpfel-Schläge verhindert.


     


    >> Als Aufbewahrungsmöglichkeit ist dies NICHT gedacht!
    Dafür gibt es Koffer, Ständer und Rolltaschen. Es geht hier sozusagen um eine Hilfe während des Arbeitens.



    Und wer es etwas platzsparender in der Tiefe möchte und/oder grundsätzlich gerne Hochkant möchte kann einen optionalen Ständer ganz einfach einstecken:


     



    Ich wollte es ursprünglich etwas Platzsparender in der Breite, aber dann kann man nicht mehr sauber eingreifen zum Rausnehmen der Eisen.
    In dieser Form braucht das Brett viel Platz... aber man soll ja im Prinzip nur die gerade benötigten Messer bereitlegen damit nicht zu viel auf dem Tisch ist.


    Ist bisher nur der "erste Entwurf".
    Jemand Verbesserungsvorschläge oder nur Kritik?

  • Hallo Thomas, :thumbsup: 
    da beim Schnitzen an der Hobelbank das Suchen des passenden Eisens immer ein Ärgernis war, hab ich dies vor schon ca. 10 Jahren abgestellt und zwar in ähnlicher Form wie in Deinem heutigen Beitrag veröffentlicht.


    Ich bin den Umkehrweg gegangen und habe die Schneiden nach unten gestellt.
    Grund: Schonung der Schneidenflächen und Minimierung der Verletzungsgefahr !!
    Die Einteilung habe ich mittels Dreikantleisten gemacht.(Meine Kreissäge hat eine Schwenkeinrichtung von 45°, daher kein Problem für die Selbstfertigung von solchen Leisten.)
    Das suchen des passenden Eisens hat mich immer genervt, daher das Stell-System, nach dem Thema "Mehr gesucht als geschnitzt"
    Während des Arbeitens habe ich mehrere Ständer im Halbkreis je nach Eisenform auf der Hobelbank angeordnet.
    Bezogen auf Deine Version (laut Bilder)
    Das Grundbrett würde ich mit 2 Leisten (oben und unten) versehen, damit die Eisen gerade stehen.
    Wie Bild # 1+2
    Wie unter Bild # 3 kannst Du das hintere Stützbrett mit einem Lappenband 20 x 30 mm anschrauben und mit seitlich angebrachter Fixierleiste arretieren. Somit kannst Du die Schrägstellung des Eisenbrettes individuell verstellen/ändern.
    Solltest Du noch Fragen für die Ausführung haben, kann ich Dir noch Detail-Skizzen einstellen.


    Gruß Otti :)





  • Danke Otti.. auf deine Meinung habe ich u.a. gewartet ;) 

    Das Grundbrett würde ich mit 2 Leisten (oben und unten) versehen, damit die Eisen gerade stehen.
    Wie Bild # 1+2

    Das kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwie steh ich auf der Leitung. Was meinst du da genau?



    Wie unter Bild # 3 kannst Du das hintere Stützbrett mit einem Lappenband 20 x 30 mm anschrauben und mit seitlich angebrachter Fixierleiste arretieren. Somit kannst Du die Schrägstellung des Eisenbrettes individuell verstellen/ändern.

    Verstellbar wäre natürlich gut. Ich muss nur zum einen an schnellstmögliche Fertigung denken (Preis!!), und zum anderen an die Möglichkeit den Ständer ohne Werkzeug/Aufwand auch im Nachhinein dazuzustecken.

  • Hallo Thomas,
    ich würde beide varianten verbinden. Zillertaler hat durchgehend gleichmäßige Dreiecksvertiefungen. Damit kann er breite und schmale Eisen einlegen. Er braucht nicht auf die Größen achten.
    Ich könnte mir oben eine Leiste mit etwas Abstand zwischen den Dreiecken, gleichmäßige Dreiecksvertiefungen, statt halbrund vorstellen, da die Eisen meist die gleichen Griffgrößen haben. Unten würde ich eine weitere Dreiecksleiste ohne Zwischenabstand anbringen. Die kann man aber auch weglassen.
    Als Standbefestigung würde ich an jeder Seite zwei ausdrehbare Leisten anbringen. Den Standfuß mit einer Rundung versehen, damit er in jedem Neigungswinkel stand hat. Wenn die Drehleisten fest verschraubt sind, brauche ich keine weitere Arretierung. Ansonsten könnte man darüber weiter nachdenken.


    Grüße
    Berkow

  • Hallo zusammen
    Das angesprochene Problem dürfte jeder Schnitzer haben. Interessant sind die verschiedenen Lösungsansätze, für die allerdings unterschiedliche individuelle Bedürfnisse ausschlaggebend sein dürften. Zillertalers Lösung ist für seine wohl überwiegend sitzende Arbeitsweise komfortabel, doch würde es mich stören, die Beitel stets von oben her zu greifen. So braucht es jedes Mal einer zusätzliche Drehung des Handgelenkes, um den Beitel in Schnitzposition zu bringen. Der in #1 vorgestellte Prototyp ähnelt meiner Lösung, bietet aber weniger Führung für das einzelne Messer und verbraucht wohl auch mehr Platz.


    Meine Lösung seht Ihr im nachstehenden Bild:


    Von dem abgebildeten Kasten habe ich mir vor Jahren 2 Stück aus Restholz gebastelt; eines für die flacheren Eisen, das andere für die starken Hohl-, U- und V-Eisen. Der abgebildete Kasten hat die Maße L 48,5 x B 30 x H 4cm. Beide Kästen haben aufeinandergelegt in der Schublade eines alten Küchenmoduls Platz. Zum Schnitzen lege ich sie einfach nebeneinander auf meinen Werktisch.
    Da ich stets im Stehen schnitzen, und allenfalls einen Stehhocker nutze, braucht es für mich keine Schrägstellung der Kästen. Der Kastenboden ist aus simplem Sperrholz, um die Höhe niedrig zu halten. Der Rahmen und die Kantenverstärkung durch die Führungsleistchen gibt genügend Stabilität. Dadurch, dass die Führungsleisten nicht durchgehend sind, bleibt genügend Platz zum Greifen der Werkzeuge, und zwar in der Position, wie ich sie zum Schnitzen brauche. Um die Klingen zu schonen, sind in die oberen Fächer kleine Korkplättchen eingeleimt. So muss ich bei der schnellen Ablage nicht darauf achten, das Eisen mit dem Griff zuerst aus der Hand "fallen zu lassen".
    In der Praxis haben sich diese Kästen vollauf bewährt.


    Viele Grüße von Seehaas

  • Hallo Kollegen,


    alle die varianten die ihr vorgestellt habt, sind selbstverständlich praktikabel. Nur ich denke Thomas geht es darum, dass er seinen Messerständer/Halter auch verkaufen möchte.


    Um heute etwas verkaufen zu können "muss der Preis" stimmen. Also viel Aufwand, teure Materialien= Hohe Arbeitskosten/Materialkosten=Gleich hoher Verkaufspreis=(eventuell) niedrige Verkaufszahlen=Kosten übersteigen den (vernünftigen) Verkaufspreis.


    Eine Möglichkeit ist mir eingefallen. Mit Magnetbändern einen Halter bauen. Ähnlich eines Messerhalters in der Küche.


    Wie ich das Problem für mich gelöst habe, siehe Fotos. Direkt über der Werkbang (nicht an oder auf der Werkbank/Erschütterungen). Ich habe gerne alle gebräuchlichen Schnitzeisen direkt in meiner Nähe. Die weniger gebräuchlichen auf einer Ablage.


    Gruß
    Jakob





  • Vielen Dank für die netten und ideenreiche Beiträge.



    ...ich denke Thomas geht es darum, dass er seinen Messerständer/Halter auch verkaufen möchte.
    Um heute etwas verkaufen zu können "muss der Preis" stimmen. Also viel Aufwand, teure Materialien= Hohe Arbeitskosten/Materialkosten=Gleich hoher Verkaufspreis=(eventuell) niedrige Verkaufszahlen=Kosten übersteigen den (vernünftigen) Verkaufspreis.

    Jakob hat den Nagel auf den Kopf getroffen.


    So durchaus tolle und praktische Dinge wie "Dreiecksvertiefung" bzw. "Dreiecksleisten" oder individuell verstellbare Hochkantstellung wie Zillertaler oder Berkow vorschlagen erfordern im Bau mehr "Handwerk" und mehr Zeit - was den Preis in die Höhe treibt.
    So eine Ablage muss ich leider mit Augenmerk auf schnelle Fertigung planen.



    Wichtig ist in der Tat zusätzlich noch eine leichte Eingrenzung/Arretierung der Heftseite, damit beim Schlagen/Vibrieren diese nicht seitlich wegrutschen. Ein wirklich wichtiger Punkt den ich übersehen hatte.
    Ich denke also in die Richtung, dass der hintere Anschlag mit einem stärkeren Holzstück und dann gleich mit tieferen Ausfräsungen angebracht werden sollte (so wie Seehaas dies in seinem Brett zeigt).
    So ist das Messer beidseitig leicht "gefestigt".


    Wie Seehaas auch schon angemerkt hat macht es einen Unterschied ob jemand im Sitzen oder im Stehen arbeitet. Deshalb möchte ich auch eine "Kompromiss"-Lösung die eben mit wenig Aufwand stehend (für sitzende Schnitzer) oder liegend (für stehende Schnitzer) benutzt/umgebaut werden kann.


    @ Jakob
    So eine Wandleiste, wie Du sie zeigst, ist auch schon in Planung. Sowas haben wir selbst auch in unserem Schnitzraum und ist eine platzsparende Aufbewahrungsmöglichkeit an der Wand, die zugleich schnellen Zugriff verschafft.



    Generell:
    Wer sich sowas selber bauen kann, der soll das unbedingt auch tun und dabei seine Vorlieben und Ideen voll ausleben.
    Nur leider gibt es Schnitzer die für sowas nicht die passenden Maschinen/Geräte und/oder vor allem den Platz für derartiges Heimwerken zu Hause haben.
    Für eben diese möchte ich das anbieten.

  • Hallo Thomas,
    nun sind ja mittlerweile von den Kollegen schon einige Vorschläge gekommen.
    Alle sind gut und auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt.
    Ich möchte Dir hier bildlich nochmals die klappbaren Stützen zeigen.
    Ist relativ einfach - simpel u. kostengünstig.


    Gruß Otti


    Buchenholzleiste 18x5 mm / seitlich am hinteren Stützbrett verschraubt.
    Fixierung (Langlöcher) in eingeschraubter Rundkopfschraube .



    Stützbrett mit Möbel-Lappenbänder angeschraubt:
    Möbel-Lappenbänder Maß: B= 22 x H= 25 mm
    Bezugsquelle:
    http://www.pollmann.de/produkt…gelb-verzinkt-detail.html
    In den Baumärkten haben die für solche Bänder Wucherpreise.



    Eisenablage zusammengeklappt:





    Mein Sitzarbeitsplatz an der Hobelbank:





  • Kleiner Status:

    Ich bin noch dran. Mein Schreiner hatte nur sehr viel zu tun weshalb wir die Sache "verschoben" hatten.
    Ich melde mich wieder sobald die erste End-Version fertig ist

    • :)
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