andere Schleifpaste

  • Hallo Thomas !

    Gibt es noch andere Schleifpasten ? Ich habe sehr viele Schnitzeisen aus verschiedenen englischen Produktionsstätten.

    Diese Eisen mit der herkömmlichen Paste abzuziehen, dauert elend lange. Der Stahl ist einfach härter und stärker. Sie haben auch eine bedeutend höhere Standzeit. Darum möchte ich sie nicht missen. Hast Du da eine Idee ?

    LG Rainer

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Hallo Rainer,


    Du stellst ja deine Frage speziell an Thomas, ich hoffe Du hast nichts dagegen wenn auch ich antworte.


    Ich habe zwar nur die normalen Schnitzeisen, wie Stubai, Pfeil und Dastra, aber ich kenne das Problem mit den langen Abziehzeiten auch. Wenn Du Schnitzeisen hast (welche sind das, Ashley?), die aus noch härterem Kohlenstoffstahl sind, dauert das Abziehen noch länger.


    Bedenke aber, Abziehen hat "fast" nichts mehr mit Material abtragen zu tun. Es ist nur noch ein Glätten. Beruflich hatte ich mit solchen feinsten Oberflächenbearbeitungen oft zu tun. Im Motorenbau, z. B. werden die Lagersitze bei Kurbelwellen , Nockenwellen, Ventilschäfte "geläppt". Das war/ist (weiß nicht ob das heute noch so ist) die feinste Metallbearbeitung die es gab/gibt.


    Abziehen mit Polierpaste kommt dem sehr, sehr nahe. Aber zurück zu den Schnitzeisen. Wenn Du, so mache ich es auch, auf groben Schleifsteinen schleifst, bekommst Du auch tiefe Riefen in den Stahl. Die gesamte Schneidenfläche wird rau. Das zieht sich natürlich bis zur Schneide hin.


    Wenn Du nun die Schneidflächen mit Polierpaste glätten willst, so dass sie spiegelt, musst Du so lange abziehen, bis dir die Augen vor den Kopf kommen.;(


    Ich habe das Problem so gelöst. Wenn die Schneide keine größeren Beschädigungen, wie Ausbrüche hat, schleife ich auf einem Stein, der höchstens 200er Körnung hat. Bei Größeren Beschädigungen 80er oder 100er Körnung.


    Dann gehe ich höher mit der Körnung. Bis 4000er Körnung. Bei der 4000er Körnung, braucht man nicht mehr abziehen. Bei der 200er aber schon.


    Also je höher die Körnung desto kürzer die Abziehzeit.

  • I use a very bright light to examine the edges for damage.

    I use 3M fine automotive wet & dry finishing sandpapers on a hard flat surface.

    I begin with 800 grit, then 1,000, then 1500 grit paper. Maybe 600 start if there is serious damage to the edge.

    I use Chromium Oxide and Aluminum Oxide honing compound on hard, thick paper for finishing.

    CrOx is 0.5 micrometer, AlOx is 0.25 micrometer nominal particle sizes. That's good for western red cedar.

  • Hallo Jakob !

    Alles richtig, was Du schreibst. Aber auch beim Glätten wird Material abgetragen. Wenn Du da 15 Eisen hast und an jedem 40 Min. sitzt, dann hat man echt die Schnauze voll.

    LG. Rainer

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Hallo Rainer,


    ich glaube Du hast mich falsch verstanden! Ich meinte nicht von Hand auf einem flachen Schleifstein. Das würde ja bei so vielen Eisen zu lange dauern. Ich meinte auf einem Nass-Schleifbock mit 200er Schleifstein wenn die Eisen stumpf sind, "nicht" beschädigt. Dann mit einem 4000er Stein auch auf dem Nass-Schleifbock. Nach dem 4000 Stein brauchst Du überhaupt nicht mehr abziehen. Auch nicht bei deinen harten Stählen. Diese Steine bekommst Du aber nur für Nass-Schleifmaschinen. Jedenfalls geht das ruck zuck.


    Die groben Steine (80/100er) nutze ich auf einem Trocken-Schleifbock, aber nur wenn die Eisen grobe Beschädigungen haben. Also eher zur Reparatur, was selten vorkommt. Erst dann werde ich immer feiner mit der Körnung. Diese Steine fallen also beim reinen schärfen weg.


    Ich habe eine ganze Zeit lang nur mit den groben Steinen gearbeitet. Da hatte ich das Problem mit dem ewig langem Abziehen.


    Erst jetzt, kürzlich habe ich mir so einen 4000er Stein für meine Nass-Schleifmaschine zugelegt. Und siehe da, keine Polierpasste mehr und auch keine Schwabbelscheibe mehr. Ein Nachteil hat der Stein, er ist relativ teuer.

  • I can't use stones any more. They are all the wrong shapes for the curved edges of the adzes and the crooked knives.

    You can see what these look like at:


    http://www.kestreltool.com


    So I use 3M sandpapers. 1,500 grit is fine enough BUT, the honing step with CrOx/AlOx is most important.

    With hand work, I can feel the edge dull in 30-40 minutes and honing repairs that very quickly.

  • Hallo Rainer,


    eine Maschine (Scheppach Tiger 2000S) bekämst Du hier: https://www.scheppach.com/Arti…m-TIGER-2000S-scheppach--


    Bei der Maschine ist der 200er Schleifstein unter anderem im Lieferumfang. Im Moment haben die sogar diese Maschine im Sonderangebot (hat kleine Beschädigung). Um die Hälfte billiger.


    Den 4000er Stein bekommst Du z. B. hier: https://www.ebay.de/itm/Tormek…stein-Schleifscheibe-SJ-2


    Bei Tormek ist dieser Stein fast doppelt so teuer!!!

  • Gibt es noch andere Schleifpasten ? Ich habe sehr viele Schnitzeisen aus verschiedenen englischen Produktionsstätten.

    Diese Eisen mit der herkömmlichen Paste abzuziehen, dauert elend lange. Der Stahl ist einfach härter und stärker. Sie haben auch eine bedeutend höhere Standzeit. Darum möchte ich sie nicht missen. Hast Du da eine Idee ?

    Hallo Rainer

    Unabhängig zu der Meinung der Anderen, musst Du erstmal diese fragen beantworten:

    - Mit welchem Stein /Schleifscheibe schleifst du? (welche Körnung)

    (ist er zu grob, brauchst du auch lange zum Auspolieren)

    - Welche Schleifpaste benutzt du? (Unsere?)
    (
    Paste ist nicht gleich Paste. da gibt es unzählige Mischungen und Feinheiten. Unsere Paste ist bereits grob .. 70% 600er Kornanteil)

    - Welche Abziehscheibe benutzt du?
    (je härter die Scheibe, umso schneller bist am Ziel)
    - Wie groß/klein ist deren Durchmesser?

    (denn je kleiner deren Durchmesser, umso länger braucht auch das Auspolieren.. ich wechsle meine Scheiben spätestens bei 12cm aus)

  • Ich habe eine ganze Zeit lang nur mit den groben Steinen gearbeitet. Da hatte ich das Problem mit dem ewig langem Abziehen.

    Ich schleife Ausnahmslos mit 80er Körnungen und poliere dann mit der groben Polierpaste. .. wenige Sekunden .. immer unter einer Minute..

    Mikroskopisch betrachtet sicher keine hochglatte Oberfläche. Aber die Schneide ist scharf und erzeugt schöne, speckige Schnitte. Für Praktiker also einwandfrei.
    Für Genauigkeitsfanatiker natürlich nicht.:P


    "Ewig" langes Abziehen.. wirklich??
    Da hattest du sicher was falsch gemacht oder falsches Material.
    Je härter die Trägerscheibe, je schneller deren Umdrehung umso schneller bist auch am Ziel.. der eigene ausgeübte Druck und die verwendete Paste ist natürlich ebenfalls ausschlaggebend.

  • Hallo Thomas,


    etwas falsch gemacht? Wüsste ich nicht. Ich habe deine Schleifsteine, Deinen Schleifbock, Deine Schwabbelscheibe und Deine Polierpaste (graue und grüne).


    Hab noch etwas vergessen! Die groben Schleifsteine auf dem Trockenschleifbock, bleiben für mich unentbehrlich. Sollte auch jeder Schnitzer haben. Um Reparaturen, Ausbrüche an den Schneiden der Schnitzeisen durchzuführen, sind die Nasssteine zu fein, und die zugehörigen Maschinen haben eine zu geringe Drehzahl. Das ist auch Besonders wichtig für Schnitzer, die auch härtere Hölzer schnitzen. Bei diesen Hölzern brechen die Schneiden schon mal öfter aus.

  • Irgendwo muss der "Haken" sein.


    Hast bzw. hattest Du den Schleifstein auch gelegentlich wieder abgerichtet (wirkt oft Wunder da "herausstehende" Kornbrüche dann wieder begradigt werden).

    Und auch an dich die Frage: Was hat die Schwabbelscheibe noch für einen Durchmesser?


    Wenn alles passt.. muss alles auspolierbar sein - was zuvor auch mit einem feinerer Stein geschliffen wurde.


    Bevor hier jemand aber was falsch versteht:
    Ich will hier keine Kritik an was äußern sonder nur der Sache auf den Grund gehen bzw, die Sache genau "durchleuchten".
    Wenn jemand meint (egal mit welchem System) mit feineren Steinen seine bevorzugte Schärfe-Vorstellung zu erreichen - dann damit saubere Schnitzwerke produziert .. ist alles in Ordnung .. so soll es nämlich am Ende sein :thumbup::!: Viele Wege führen nach Rom.

  • Nach jedem Schleifen abrichten ist absolut nicht nötig.. nur am Rande.


    Zum Abrichten ist der Scheppach-Abrichter (der mit den Metallrädchen) eher schrott.

    Ein Rutscherstein/Abrichtstein ist besser. Der Diamantabrichter TOP.


    Deine Schwabbelscheibe hat immer noch 150mm Aussndruchmesser .. nach dieser langen Zeit?? Echt??

  • Ich glaub nicht das es sinn ergibt noch zu messen. Du bist ja mit deiner jetzigen Methode zufrieden.

    Wechsle Sie unbedingt bei 10cm (besser 12cm) aus.


    Hätte Sie aber immer noch zwischen 140 oder 150mm.. dann ist das eventuell der Fehler: Du gehst dann mit zu wenig "wums" an die Poliererei :D


    Rainer hingegen sollte mal messen und die obigen Fragen beantworten.

  • Wenn du die graue Paste von mir hast -hast du doch sicher schon damit auspoliert.. dann sollte sich die Frage erübrigen. Ich kann mit meinen Augen keine Riefen erkennen.
    Ansonsten verweise ich auf meinen Satz von oben:


    Mikroskopisch betrachtet sicher keine hochglatte Oberfläche. Aber die Schneide ist scharf und erzeugt schöne, speckige Schnitte. Für Praktiker also einwandfrei.
    Für Genauigkeitsfanatiker natürlich nicht.

  • Zudem ist z.B. 4000er Schleifstein enorm um welten gröber als 4000er Paste

    Ansonsten: Ja, noch gröber würde ich nicht machen. Ausser man poliert dann an einer anderen Scheibe wieder mit einer noch feineren nach (doppelte arbeit .. die man i.d.Regel vermeiden möchte)