Schale schnitzen

  • Ich bin relativ neu in dem Hobby und wollte daher eher mit was einfacherem wie Schalen, Löffel oder Tassen anfangen.


    Ich habe mir z.B. ein paar Drechsler Rohlinge in Linde und Birke gekauft (15x15cm und 20x20cm jeweils in 4-8cm Stärke) und ein Walnuss-Kantel.

    Aushöhlen mit einem Hohlbeitel geht relativ gut, Schäl/Löffelmesser ist auf jeden Fall sehr ungewohnt/anstrengend.


    Jedenfalls habe ich folgendes Problem:

    Ich habe also meine 20x20cm Schale vorher die Form angerissen, mit Hohlbeitel grob ausgehöhlt und die Ecken abgesägt.

    Wie mache ich aber jetzt weiter? In Faserrichtung ist es relativ einfach die Form hinzuschnitzen und ist relativ schnell erledigt.

    Was mache ich aber beim Querholz? Das dauert ja Tage..

    Ich habe mir sogar extra eine Schnitzaxt bestellt um zu probieren ob das besser geht, aber bringt auch nicht wirklich viel.


    Gibts da einen Trick für Querholz?

    Wenn ich mal eine Figur schnitzen will, habe ich dann doch wieder das Problem mit dem Querholz?


    Ich wollte auch mal aus einem Birkenstamm eine Schale machen, wenn man da quasi ein Stück aushöhlt müsste das zumindest relativ leicht gehen,

    weil alle Schnitte in Faserrichtung gehen?

    Muss die Schale zwangsläufig so im Holz liegen damit man eine Schnitzen kann oder kann man mit den Drechselrohlingen auch was anfangen und es ist normal dass man da Stunden rumschnitzt beim Querholz?

  • Hallo Entenband,

    wie Du selbst sagts hast Du Drechsel-Rohlinge gekauft.

    Ich würde die Rohlinge nicht schnitzen sondern drechseln. Alles andere ist Murks und eine Qual für die Herstellung.

    mfG vom

    Zillertaler

    Wissen ist Macht - Nichtswissen ist Ohnmacht - Nichtstun macht träge und krank <3

  • Dann bräuchte ich fürs Schnitzen wohl wirklich, quasi ein Baum mit einem Durchmesser > 20cm (bzw so eine dicke und breite "Bohle"), wovon man sich eine 5-8cm Scheibe raus schneidet und dann quasi von unten/oben in Faserrichtung bearbeitet? Aber sowas wird wohl nicht verkauft?

    Drechselbank habe ich leider (noch) keine :/


    Ich habe auf Youtube aber auch schon gesehen, dass man quasi ein Stück Holz spaltet und dann so ein halbrundes Stück aushöhlt und außen abrundet. Da muss ich aber doch auch wieder zwangsläufig quer zur Faser schnitzen? (Das Holz scheint aber zumindest nicht ganz durchgetrocknet zu sein, nehme ich mal an)


    Was für Holz bräuchte ich denn zum Schnitzen?

    Lindenholz soll ja mit das beste zum Schnitzen sein und der Shop verkauft eben auch so Kanthölzer aus Linde zum Schnitzen. Aus sowas sollte man ja z.B. auch ein Pferd schnitzen können, aber da habe ich doch auch zwangsläufig Schnitte quer zur Faser bzw. die wird man generell nicht vermeiden können? Sind die halt einfach anstrengender und man versucht die einfach zu vermeiden, in dem man das Objekt richtig im Holz anlegt/skizziert?



    EDIT:

    Mit der Schale an sich sollt aber nichts passieren, auch wenn ich das jetzt aufwendig wegschnitze oder so?

    Es ist einfach nur aufwendig?

    Nicht, dass mir das Ding zu Weihnachten kaputt geht, weils nicht gedrechselt ist :/

  • You arrange the carving design to do the least amount of work across the grain.

    You have no choice. Yes, it is a lot of work. Carvers see that.

    First, you carve the outside. That uses the strength of the inside wood to prevent chipping.

    Last, you carve out the inside.

    Here in the Pacific Northwest, large and small food bowls are all carved the same way:

    Imagine the wood log is a cylinder. Fresh wood is much easier to carve than seasoned wood.

    The dish is elongate, an oval shape. Standing on end in the log with the bowl toward the center of the log.

    From the outside, you are looking at the bottom of the dish.


    If you cannot find a good log, then a glue-up of pieces must be made.

  • I also saw people beginning with a cube-like shape, doing the inside roughly, because a cube-like shape is easier to clamp down.

    Then they start the outside using a saw, axe or knife and finish the outside. Afterwards the finish the inside (thinning out etc.) That would also be a workflow that makes sense for me. Since it is easier to clamp the wood down, it is also easier to get rid of the inside.


    So you are doing that with fresh wood?

    I don't get it, you split that piece of wood in 2 parts and make two oval shaped bowls out of that?


    Gluing up would be an idea, but then it is not food safe anymore, especially for cups.

  • First Nations here in the Pacific Northwest split alder and birch logs to maybe get 2 bowls.

    Sealaska publishes several books showing how to carve such bowls, masks and hats in the Tsimshian & Tlingit styles.


    True, it is easiest to remove the inside wood. That is why I say do that last, not first.

    That inside wood supports the shell as you carve the outside. You can screw it to the bench in that waste wood.


    Titebond III and Gorilla glues are food safe when fully cured. However, they lack thermal stability

    for hot drinks in kuksa. It should never be difficult to find wood for cups in one piece.

  • Moin Entenband!


    Grunsätzlich kann ich Zillertaler zustimmen: Schüsseln und Becher (also alles Runde insbesondere mit Aushöhlungen) wird in der Regel gedrechselt. Da erreichst du eine wirklich runde Form und es geht viel einfacher, als eine so große Schüssel zu schnitzen.


    Trotzdem ist es natürlich möglich eine Schüssel zu schnitzen. Mit Hohl- und Löffeleisen scheinst du ja ganz gut ausgestattet zu sein.


    Poste dennoch ein paar Bilder von deinem Schüsselrohling und deinem Werkzeug. Das könnte uns helfen, zu identifizieren, woran es liegt. (Dazu die Bilder einfach mit einem Programm wie easyreasize verkleinern und dann hier posten)


    Was mir, ohne Bilder, spontan einfällt, woran es liegen könnte, oder wie man es besser machen kann:


    - Hast du die Schüssel fest eingespannt / festgeschraubt zum Bearbeiten? Nur dann kannst du beiden Hände und deine ganze Kraft und dein Gewicht einsetzen, um schnell Holz abzutragen.

    - Benutzt du einen Klüpfel? Damit geht es viel leichter, grobe Stücke herauszuarbeiten. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    - Was für Eisen hast du? Sind es Qualitätseisen (Dastra, Stubai, Pfeil, ...) oder No-Name-Artikel? Die haben meist eine schlechte Stahlqualität und lassen sich schlecht schärfen bzw. halten ihre Schärfe nur kurz. Was mich dann auch zum nächsten Punkt bringt:

    - Sind deine Eisen RASIERMESSERSCHARF? Die ist unglaublich wichtig! Auch hochwertige Eisen müssen regelmäßig geschärft und noch regelmäßiger abgezogen werden! Was insbesondere bei Anfängern vernachlässigt wird oder (ich kann aus eigener Erfahrung berichten) Schwierigkeiten bereitet. Gerade gebogene und gekröpfte Eisen sind nicht so leicht zu schärfen wie ein einfaches Messer


    LG, Schnitzer ausm Norden

  • Schnitzer aus dem Norden:

    Das mit dem Drechseln sehe ich eh auch so. Ich möchte aber gerade keine perfekte runde glatte Schüssel sondern den "geschnitzt" Look. Zudem habe ich leider keine Drechselbank, denn sonst könnte ich damit die grobe Vorarbeit machen^^

    Längliche, ovale oder sonst anders unregelmäßig geformte Schüsseln kann ich auf einer Drechselbank aber sowieso nicht erzeugen?


    Also ich habe folgendes:

    - Gränsfors Schnitzaxt

    - Gränsfors große Schnitzbeil (wollte eigentlich auch noch die kleine)

    - Gränsfors Diamantfeile

    - Morakniv 120 (das 106 gab es leider nicht, steht aber auf der Wunschliste)

    - Morakniv 122

    - Morakniv 164 Rechtshänder (Schälmesser)

    - Kirschen Hohlbeitel 26mm (hätte auch gern mehr Größen, aber dachte mir das ist wohl ein ganz guter Kompromiss für Schalen/Tassen wenn ich mir nur eines aussuchen kann)

    - 10€ Stechbeitelsatz von amazon (CON:P 8-12-18-26mm; wollte eigentlich einen Kirschen, Narex oder ähnliches)

    - 15€ Schnitzmesserset von amazon (habe ich nur mal benutzt um einen Raben oberflächlich in ein Stück Holz zu schnitzen/gravieren)

    - 2 Klemsiazwingen und normale Schraubzwingen (Spare auf so einen Vorderzangenaufbau um ca 180€)

    - Schnittschutzhandschuhe xD

    - 10€ Holzhammer von amazon

    - 40€ Japansägen Set (Dozuki, Ryoba, Kataba; da wollte ich eigentlich auch was hochwertigeres, aber dachte mir zum üben lieber auch was preiswerteres wenn ich wahrscheinlich eh bald ein Sägeblatt verbiege oder abbreche)


    Das ist so das Equipment was ich mir für den Anfang gekauft habe. Bei den Stechbeiteln hätte ich auch gern direkt was hochwertigeres gehabt und vielleicht auch eine Vorderzange, aber da war das Geld dann aus. Eigentlich würde ich das ganze auch gern "freihand" machen auf einem Hackklotz und mit Axt und Hohldexel dachte ich mir, aber so im nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob das nur mit relativ frischem Holz geht, mir einfach die Kraft/Technik fehlt oder doch auch der Faserverlauf meiner Rohlinge Schuld ist?


    Erstmal wollte ich so Kuksa Tassen schnitzen bzw. eben auch Schalen weil ich mir dachte von der Form her ists noch einfacher als die Tasse und ich kann so ein wenig üben.


    Bilder habe ich noch keine und ich weiß auch nicht ob ich mich überwinden kann, momentan schaut das Teil wild aus, aber nachdem ich heute mal die Stechbeitel probiert habe, ists zumindest schon mal halbwegs rund. Geht erstaunlicherweise noch am besten mit den Stechbeiteln und Körperkraft, obwohl die nicht so scharf sind, aber lassen sich irgendwie besser ansetzen als die Äxte. Nächste Woche sollte ich auch ein paar Abschnitte von Birkenstämmen (10-15cm Durchmesser, trocken) vom Bastelbedarf bekommen. Mal schauen ob das dann mit den Äxten usw besser funktioniert wenn ich mir ein Stück rausschneide und dann die Schale quasi in Wuchsrichtung raus arbeiten kann statt quer (bzw. einem Bohlenabschnitt).



    Zu den Fragen:

    1) Ja, also zum Sägen oder Stemmen ist die Schüssel mit einer Schraubzwinge auf der Werkbank fixiert. Beim Schnitzen mit dem Messer oder Axt mit einer Hand festgehalten (bzw. auch Hacken; da pass ich eh auf, dass ich nur unter der haltenden Hand hacke bzw. auch nicht weiter aushole und ist auch eher "filigran"), aber das ging hauptsächlich fürs Längsholz gut.

    2) Klüpfel nicht dafür aber einen Holzhammer, wobei ich mir nicht sicher bin ob das einen großen Unterschied macht.

    3) Ausrüstung siehe oben. Ich würde meinen Gränsfors, Morakniv und Kirschen wär auf jeden Fall brauchbar, die Amazon Sachen halt weniger? Von den ersten beiden bin ich zumindest aus dem Outdoorbereich und als Marke seit Jahren überzeugt.

    4) Nein, weder bei Auslieferung noch hab ichs hinbekommen. Das einzig scharfe sind die Mora Schnitzmesser glaube ich und der Kirschen Hohlbeitel. Die Gränsfors Äxte leider auch nicht. Das erste was ich nämlich gemacht hab war das zu testen und nach Misserfolg habe ich versucht die mit der Diamantfeile schärfer zu bekommen, aber viel gebracht hat es nicht. Selbes gilt für die Stechbeitel. Abgezogen habe ich aber ehrlicherweise noch nie was, weil ich kein (Roh)leder da hab :/

    Müsste ich mit der Diamantfeile die Äxte und Stechbeitel nicht scharf bekommen? Wielange muss ich da denn einplanen für eine Axt/Stechbeitel? Vielleicht war ich zu ungeduldig, zu wenig Druck oder es liegt auch am fehlenden abziehen?



    EDIT: Gibts nicht auch im Bereich Reenactment oder Mittelaltermärkten Leute die von Hand schalen oder ähnliches schnitzen? Ich hab nur mal auf Youtube sowas in die Richtung gesehen, wo jemand aus nem Stück Baum (wie nennt man einen 20-30cm hohen Baumabschnitt?^^) mit Hohldexel und Axt eine Schale "schnitzt", aber ich weiß nicht ob man das nur mit "feuchtem" Holz machen kann oder auch mit getrocknetem. Ersteres wird dann wohl wieder Risse bekommen, aber vermutlich leichter zu bekommen und bearbeiten? So in die Richtung würde ich nämlich eigentlich am liebsten Schalen/Tassen herstellen. Ich frage mich halt auch wie man früher sowas hergestellt hat im Mittelalter oder früher. Drechselbänke die mit Muskelkraft betrieben wurde, gab es ja anscheinend damals schon, aber ob man damals wirklich so schon so Gefäße hergestellt hat?

  • Moin Entenband!


    Das hast du dir ja mega Zeit genommen, um zu antworten, finde ich sehr gut ^^


    Also wenn ich deinen Artikel so lese, kommt bei mir die Frage auf, ob du das Buch "Schnitzen - kleine Sachen selber machen" von Niklas Karlsson gelesen hast ;) Denn der beschreibt vieles von dem, was du vorhast und benutzt quasi die Werkzeuge wie du. Wobei ich sagen muss, dass ich das Buch nicht kaufen würde und ich finde, dass manches schlecht oder fehlerhaft beschrieben ist, was auch an der deutschen Übersetzung liegen kann. Für Ideen einholen: ja, aber z. B. der Vorgang des Schärfens wird dort nicht gut erklärt. Außerdem widerspricht sich der Autor. So erzählt er an einer Stelle, dass es wichtig sei, getrocknetes Holz zu verwenden, an einer anderen Stelle sagt er, dass er meist frisches Holz verwendet, was er gerade im Wald gefunden hat.


    Aber nun gut, jetzt mal zu deinem Werkzeug ;) Mit deiner Einschätzung liegst du sehr gut. Mit Gränsfors und Morakniv hast du dir skandinavische Qualität ins Haus geholt! Die Äxte habe ich noch nicht ausprobiert, aber ein Morakniv-Messer nenne ich selber mein eigen (ein kleine Kinderschnitzmesser ^^), welches eine tolle Stahlqualität hat und sich sehr gut schärfen lässt!


    Und zu dem Billigwerkzeug: Ich habe auch nicht nur Qualitätwerkzeug ;) Ich wünschte, es wäre mehr, aber Geld ist eben ein entscheidender Faktor. Da unterscheide ich dann, wie dringend ich es brauche und wie wichtig Qualität ist. Bei Schnitzeisen setze ich nur auf die Top-Marken wie Dastra, Stubai, Pfeil, etc., denn scharfe, gute Eisen sind hier enorm wichtig.
    Es kommt darauf an, was man damit machen will. Wenn du z.B. nur 1 Säge brauchst, würde ich lieber eine gute statt 3 Baumarktsägen kaufen. Aber wenn du die eh nur alle paar Monate mal benutzt und nun mal 3 verschiedene Sägen brauchst, dann nimmst du eben die billigen. Ich habe hier vor Kurzem meinen Schnitzbock gepostet, den ich selbst gebaut habe. Da habe ich quasi alles mit einem 15 Jahre alten LUX-Fuchsschwanz gesägt, den kriegt man, glaube ich, für gut 10€ bei OBI, einfach, weil ich nichts anderes hatte, und es hat geklappt! Auch bei den Stechbeiteln war ein LUX-Stechbeitel dabei. Die con:B Dinger scheinen bei Amazon gute Bewertungen zu haben. Obwohl ich bei dem Preis schon skeptisch bin, aber ich kann es nicht beurteilen.


    Zu deinen Antworten auf meine Fragen:


    1) Hier ist mir dein Vorgehen noch unklar: Du willst die Innenseite mit Stechbeiteln / Schnitzmessern bearbeiten und die Außenseite mit der Axt? Dass du die Schüssel festspannen kannst, ist top, weil hier ist es wichtig mit beiden Händen und Muskel-/Körperkraft zu arbeiten!


    2) Ist Geschmackssache. Ich finde einen Klüpfel besser, weil du damit immer richtig aufs Werkzeug triffst. Für Stechbeitel verwenden manche einen Holzhammer, manche einen Klüpfel. Unter den Schnitzern habe ich noch keinen gesehen, der einen Holzhammer verwendet.


    3) Da bin ich oben drauf eingegangen.


    4) Das wäre der Punkt, wo man dir auf die Fingern hauen müsste ;) Ich bin ja auch noch nicht lange dabei, aber ich kann dir nur versichern, wie WICHTIG scharfes Werkzeug ist! Du kannst das beste Werkzeug der Welt haben, wenn die Schärfe runter ist, wird es dir keine Freude machen!
    Fühl dich aber nicht schlecht, dass du sie nicht scharf bekommst. Am Anfang hat quasi JEDER mit dem Schärfen Probleme. Ich habe mich auch in den letzten Monaten STUNDEN mit diesem Thema auseinandergesetzt, TAGE sogar, sowohl theoretisch als auch praktisch mit vielen frustrierenden Erfahrungen, aber es klappt immer besser. Schau dir am besten Videos dazu an, lies die ganzen Berichte hier im Forum. Besonders Herr Spangler hat hier sehr gute Sachen zu gepostet und die Vorgänge erklärt.


    Die Diamantpfeile ist bestimmt fürs Axt schärfen geeignet (wobei ich selber noch nie eine Axt schärfen musste), aber für die Messer und Schnitzeisen, denke ich, nicht (zu grob, zu kleine Fläche, liegt nicht fest auf). Wenn die Messer an sich gut geschärft wurden und du sie nur nachschärfen musst, eignen sich hier Wassersteine gut (gibt es als Kombiset bei Amazon z. B. für 40€). Wer hier tolle Produkte hat, ist "Scherenkauf". Besuche auch mal die Seite "messer-machen", dort wird Wichtiges erklärt, z.B. das Abrichten eines Schleifsteins, das Abziehen, etc. Viele setzen auf Tormek Nassschleifmaschinen, andere auf Trockenschleifmaschinen, wie auch Spangler sie anbietet. Besonders bei den Stecheisen ist akkurates Schärfen wichtig! Du willst ja eine gerade Schneide haben. Auf Wassersteinen machen manche das per Hand, es gibt aber sowohl für Maschinen als auch für Schleifsteine Schleifhilfen zum Einspannen.

    Generell wirst du hier nicht umhinkommen, etwas Geld da zu lassen. Scharfe Werkzeuge sind das A und O.

    Und zum Abziehen: Bei scherenkauf gibt es z.B. mit Siliziumkarbid behandelte Lederriemen mit passender Unterlage, die sind top! Wenn du ein Messer (oder anderes Werkzeug) schärfst, MUSST du es immer wieder abziehen. Bestimmt alle 10 - 15 min (grob gesagt). Durch regelmäßiges Abziehen kannst du die Schärfe immer wieder "auffrischen", sodass du oft erst nach Stunden wieder das Messer schärfen musst! Wenn du es nie abziehst, wird es stumpf, und du musst es wieder akkurat schärfen, was deutlich mehr Zeit kostet, als es ein paar Mal über den Lederriemen zu ziehen! Wichtig hierbei auch: Abziehen frischt die Stärke nur wieder auf, durch Abziehen wird kein stumpfes Messer wieder scharf!


    Und nun noch zum Drechseln vs. Schnitzen bzw. der historischen Variante:

    Ich habe auch keine Drechselbank ;) Du kannst eine Schüssel per Hand schnitzen. Aber wie gesagt: Fest einspannen, Holzklüpfel benutzen, scharfe Werkzeuge. Und probiere es ruhig mit frischem Holz, wenn es später Risse bekommt ist ja nicht so schlimm bei einer einfachen Schüssel, dann machst du später halt eine neue :)
    Was den historischen Kontext angeht, kann ich dir nicht so viel zu erzählen. Ich habe mal ein bisschen gegoogelt. Grundsätzlich haben die Menschen seit jeher Sachen aus Holz geschnitzt, in der Steinzeit wohl kaum aus trockenem Holz ;) Damals gab es zudem die Technik des Ausbrennens.
    Ansonsten ist das Drechseln schon mehrere tausend Jahre alt, ich denke mal das wird im Mittelalter die vorherschende Technik gewesen sein. Vielleicht hat ein Bauer auch mal eine Birkenknolle in die Hand genommen und aus diesem frischen Holz schnell etwas gemacht. Aber keine Ahnung, da müsstest du einen Experten fragen.

    Ansonsten, teile gerne Fotos mit uns, am besten vom Prozess, dann können wir dir am besten helfen :)

  • Habe das Buch weder vorher gesehen noch gelesen^^


    So ein 4er oder 6er Set an Stemmeisen das ich wollte kostet glaub 150€ aufwärts, das ging sich eben nicht mehr aus und eigentlich dachte ich ja auch ich kann mit meinen Äxten das außen schön bearbeiten^^

    Das Japansägen-Set habe ich eigentlich gekauft um damit etwas zu lernen/üben, da jede davon anscheinend ne andere Aufgabe hat und je nachdem auch besser für Quer oder Längsschnitte ist. Die Sägen die ich da eigentlich wollte kosten auch glaub ich ca 40€ pro Stück, soviel wie jetzt das Set gekostet hat.

    Vor allem bei den Stemmeisen kenn ich mich auch nicht so aus, da gibts ja auch wieder so japanische bzw. auch eben sowas wie Pfeil wo ich gleich mal bei 300€ bin. Da denk ich mir dann wieder ich hab Top Werkzeug aber keine Ahnung xD


    1)

    Der ursprüngliche Plan war, außen grob mit der Axt dann mit dem Schnitzmesser und oben den Rand der Schüssel schön machen. Innen wollte ich mit Hohlbeitel und Löffelmesser aushölen. Stemmeisen waren eigentlich nie wirklich vorgesehen. Dass es mit Körperkraft besser geht hab ich auch gemerkt, meinen Hohlbeitel hab ich am Anfang um 2:00 in der früh am Teppichboden ausprobiert und das Holz mit den Füßen gehalten xD

    Eingespannt auf der Werkbank geht definitiv besser.


    2)

    Eigentlich wollte ich mir einen Klüpfel auch mal selbst schnitzen, aber keine Ahnung ob es da ein Stück Birke tut.


    4)

    Na wenigstens bin ich damit nicht allein^^

    Ich hatte zumindest den Eindruck die Axt und das Stemmeisen waren nachher minimal schärfer, aber von rasieren damit meilenweit entfernt.


    Die Diamantfeile hat ne 230er und 400er Körnung. Bezüglich Schärfen habe ich hier auch schon gemerkt, dass es komplett unterschiedliche rangehensweisen gibt, von Hand mit Wasserstein bis Schleifbock. Bei den Wassersteinen stoßt mir halt gleich ungut auf, dass man die immer wieder abrichten muss, aber auch davon gibt es eine Diamant variante wenn ich mich recht erinnere, die man nicht abrichten muss, kostet nur gleich wieder irgendwas zwischen 100 und 300€ :/


    Das heißt als nächstes hol ich mir am besten mal was zum abziehen und schärfen, bevor anderes Werkzeug ansteht^^



    Wäre ich für mein Hobby-Zweitstudium Urgeschichte und Historische Archäolgie nicht nur inskribiert sondern auch was tun, dann würde ich das vielleicht sogar selbst wissen. Vor 3-4 Jahren wollte ich auch mal einem Reenactment verein beitreten, da wüsste vielleicht auch der ein oder andere bescheid, zumindest vom Schmieden her weiß ichs, aber das wird sich wohl bis nach Corona ziehen, dass ich mir davon was erhoffen kann.

  • Achso, das Buch behandelt nämlich genau die Felder, an denen du interessiert bist ;) Ich kann es, wie gesagt, nur nicht wirklich weiterempfehlen.


    Ja, gutes Werkzeug hat leider seinen Preis :D Deshalb der Tip: Gebraucht bei E. Kleinanzeigen versuchen, da kriegst du ein 6er Set Kirschen Stechbeitel für knapp 100€, gute Schnitzeisen werden (je nach Größe und Zustand) um die 10€ gehandelt. Wenn du Glück hast, erwischt du da ein schönes Set von vielleicht 20 Eisen von Pfeil, Stubai, Dastra, etc. für 200€.


    Viele schwärmen von Japansägen, weil man wohl gut mit der Faser bzw. in die Faser reinsägen kann und schöne saubere Schnitte erledigen kann. Ich muss sagen, ich bleibe meinem Fuchsschwanz treu ^^ Wobei es irgendwann gerne ein bessere Exemplar sein darf ;) Genauso wie eine Rückensäge auf der Wunschliste steht 8o Ich denke mir: Die deutschen / europäischen Tischler haben über Jahrhunderte mit diesen Werkzeugen die besten Werke hergestellt, da muss es keine Japansäge sein. Was natürlich nicht heißt, dass der, der sich eine holen möchte, das nicht tun soll. :)


    1) Du bist experiementierfreudig, sehr gut ^^ Solange du dabei gesund bleibst 8o


    2) Ist tatsächlich wieder ein Stück, was eher gedrechselt als geschnitzt wird ^^ Ich denke Birke wird zu weich sein, die werden meist aus Hainbuche, eines der härtesten heimischen Hölzer, hergestellt. Ich habe den großen Klüpfel von Kirschen und bin sehr zufrieden damit.


    4) Meine Armhaare müssen immer als Test herhalten ;) Genau, Abrichten ist wirklich wichtig! Aber Abrichtsteine kosten nicht die Welt und halten, sowei ich weiß, ewig. Für meine Handschleifsteine habe ich einen Abrichtstein geholt, der hat knapp 20€ gekostet. Bin jetzt aber für die Eisen auf Tormek Nassschleifer umgestiegen (alte Tormek 2000, gebraucht) und da gibt es eine Abdrehvorrichtung mit Diamantstift. Werde es aber mit dem Tormek Steinpräparier versuchen, da die Diamantstifte ins Geld gehen.


    Sehr interessant! Für Geschichte kann ich mich ebenfalls begeistern, mit Reenactment hatte ich bisher keine Berührungspunkte. Toll, wenn Leute dabei sind, die etwas von ihrem Handwerk verstehen :thumbup:

  • Mal schauen, vielleicht hol ich mir das Buch mal zum durchblättern. Einen Schnitzkurs wollt ich auch mal machen, aber das wird hoffentlich im Frühjahr/Sommer was.


    Aktuell gehts eigentlich, ich würde mir nur irgendwie einen größeren Hohlbeitel wünschen, ich glaube in so einer Größe wie ein Drechseleisen, also sicher gute 50cm. Das wär auf jeden Fall angenehmer glaub ich um so ne Schale auszuhöhlen^^


    So einen billigen Fuchsschwanz haben wir auch und lustigerweise Säge ich damit gerader, als mit den Japansägen, aber ich bin auch Anfänger xD So eine Rückensäge wie du meinst steht bei mir auch noch auf der Liste, neben Gestell und Laubsäge^^


    2) Ich werde auf jeden Fall auf einen Klüpfel umsteigen, nachdem ich das gelesen hab, dass bei einem Hammer mehr aufpassen musst, dass die Kraft auch wirklich nur entlang der Achse verläuft.


    4) Wassersteine und was zum Abziehen wird definitiv die nächste Anschaffung, vielleicht habe ich da über Weihnachten ja Zeit mich mehr einzulesen.



    Habe übrigens endlich ein Video gefunden wie ich gern Schalen machen würde (am liebsten würde ich mich mit einem Stück Holz und meinem Werkzeug irgendwo in die Natur setzen und so Schnitzen):

    Anscheinend verwendet er grünes Lindenholz? Zumindest die Beschreibung behauptet das.

    Fast Echtzeit glaub ich auch, vielleicht 30-40 min ohne die Cuts für so eine Schale mit dem Werkzeug?

    Das geht eigentlich, ich hingegen brauche Stunden^^

    Geht das mit grünem Lindenholz wirklich soviel einfacher als mit getrocknetem?

    Wie frisch wird das Holz in dem Video wohl sein? Bekommt das beim Trocknen dann nicht Risse/Verzieht sich?

    Oberflächenbehandlung (Ölen) kann man das wahrscheinlich erst wenn es getrocknet ist?


    Beim Drechseln habe ich auch von Nassholzdrechseln oder Vordrechseln gehört, wozu das ganze allerdings gut sein soll weiß ich nicht. Ist das auch dass es einfacher geht?

  • Für den Hohlb eitel kannst Du bei Thomas im Shop unter Schnitzeisen nachschauen. Entweder Tiroler oder Schweitzer Angel, diese sind für solche Arbeiten am besten geeignet. Werden bei den Bildhauerin zum Anlegen einer Figur etc. eingesetzt.

    Wissen ist Macht - Nichtswissen ist Ohnmacht - Nichtstun macht träge und krank <3

  • Gibt es denn Schnitzkurse wo du wohnst :)?


    Das sind alles sinnvolle Anschaffungen! Bei mir hat es auch gedauert, mich in das Thema "Schärfen" reinzufuchsen und noch immer bin ich Anfänger. Aber es lohnt sich!


    Cooles Video :thumbup: Du darfst aber nicht vergessen, der Typ ist geübt, auch mit seinem Werkzeug würdest du am Anfang wohl Stunden brauchen ;) Aber es soll ja sowieso Spaß machen.


    So eine Bildhaueraxt ist etwas Feines! Sein Exemplar scheint recht groß und außergewöhnlich zu sein. Ob sich die Anschaffung eines solchen Gerätes lohnt, muss jeder selber wissen. Von Stubai gibt ein Exemplar für 50€, aber kleiner.


    Grünholz ist definitiv einfacher zu schneiden! Da sind die Fasern noch deutlich weicher durch das Wasser. Allerdings finde ich (ohne große Erfahrung zu haben), dass trockenes Holz berechenbarer ist, sich dort schöner saubere Schnitte fertigen lassen. Aber vielleicht kann sich hier ja jemand mit mehr Erfahrung zu äußern.


    Das mit dem Trocknen und Rissen interessiert mich auch! Ob da überhaupt Risse kommen, ob man die verhindern kann und wann die auftreten würden.

  • Outside, under some sort of cover, but not cooked in a shed, I expect wood to dry at a rate of 2.5 cm per year. Western red cedar and yellow cedar and paper birch don't crack very much except for the ends. I expect some losses so I cut these pieces off.

    Cut a wooden wedge from the back, the ugly side of the log, all the way down the center. This relieves a lot of drought stress. All totem poles are made this way, they are meant to be seen from one side and the other side is cut off to reduce cracks. Otherwise we will carve through the cracks and ignore them.

  • Zillertaler

    Was für einen Thomas/Shop meinst du? Bin neu hier.


    Schnitzer aus dem Norden

    In so 30-60min Entfernung ist der den ich gesehen habe und dort gibts eben so Tages/Wochen(end)kurse,

    aber auch eine vollwertige Ausbildung für Kunsthandwerk, Bildhauer usw. die 3 oder 4 Jahre geht (Fachschule).


    Geübt sicher :D

    Es wäre nett, wenn ich auch mal so weit bin und in 30-40 min so eine Schale aus einem Stück Holz hauen kann und keine 40h Woche dafür brauche xD

    Weil ich denk mir noch, ein Bauer hat doch früher sicher keine 10h oder so für eine einfache Schale gebraucht.


    Bildhauer/Schnitzaxt habe ich ja eh schon zwei, bis jetzt haben sich die noch nicht so gelohnt, aber vielleicht lern ich in dem Schnitzkurs ja auch besser damit umzugehen und wann ich was einsetzen soll^^


    Mit den Rissen ist es ja glaube ich haupsächlich so, dass die Auftreten wenn das Holz zu schnell trocknet oder ungleichmäßig, bzw. auch wenn das Holz weniger homogen ist. Schlagt mich dafür, aber ich glaube bei stehenden Jahrringen habe ich weniger zu befürchten, als sonst? Bei einem "Randstück" habe ich ja wegen den Jahrringen (?) eher die Gefahr dass sich was verzieht und ich glaube da reißt es auch eher?

  • Aus welcher Gegend kommst du denn? Mitteldeutschland?


    Ach, hast du sogar so eine Axt wie in dem Video, also mit waargerechter und gebogener Schneide?


    Ja, das ist eine gute Frage ;) Du siehst ja, dass es schneller gehen kann. Aber noch ein paar Inputs zu Schüsselherstellung im Mittelalter:

    Also die einfache Bevölkerung wird wohl kaum so eine Axt gehabt haben, um mal eine Schüssel herzustellen. Auch die Vorstellung, dass jedes Mitglieds eines Haushalts eine eigene Schüssel hat, ist, denke ich, eher durch die romantischen Bilder des 18. Jahrhunderts geprägt. Im Mittelalter gab es oft eine große Schüssel, aus der alle aßen. Wie die genau hergestellt wurde, kann ich dir auch nicht sagen, aber googel mal den Begriff "Daubenschale", dann siehst du, dass Schüsseln evt. ganz anders produziert wurden und dann auch nur eine für den ganzen Haushalt, die dann Jahre lang benutzt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass die ein oder zwei Schüsseln, die ein Haushalt besaß auch gar nicht selbst hergestellt wurden sondern auf einem Markt gegen Getreide, Federvieh etc. getauscht wurden und von einem Schüsselmacher hergestellt wurden, der sich das entsprechende Werkzeug leisten konnte. Zudem war den Menschen im Mittelalter das Drechseln bekannt. Ich denke mal, es war ökonomisch sinnvoller, die Arbeit in das zu investieren, was man konnte (z.B. Lebensmittel produzieren) und diese dann gegen eine Schüssel einzutauschen von jemandem, der dafür nur wenig Zeit benötigte (Drechseln ist wesentlich schneller). Und wenn es doch mal keine Arbeit oder keinen gab, der solche Schüsseln herstellte, dann nahm sich halt jemand im Haushalt jeden Tage 2h Zeit und nach 1 oder 2 Wochen war die Schüssel fertig. Dafür hielt die dann ja auch mehrere Jahre. Meine Gedanken dazu ;)

  • Und zu deiner Frage, nasses, also frisches Holz zum Schnitzen zu verwenden: Wenn du dich dazu genauer informieren willst, suche nach: "Grünholz schnitzen", so nennt sich das.


    Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und ein paar Sachen gefunden. Also grundsätzlich ist es so, dass du verhindern willst, dass das Holz zu schnell austrocknet. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Manche befeuchten das Holz in regelmäßigen Abständen etwas, um den Austrocknungsprozess zu verlangsamen. Auch die Technik, das Schnitzobjekt in eine Plastiktüte zu tun, soll helfen (wobei es wichtig ist, die Plastiktüte täglich umzudrehen und das Objekt kurz zu entnehmen, um Schimmel zu vermeiden). Dann könntest du das Schnitzobjekt die erste Zeit einem etwas kühleren Keller lagern, die meist auch mehr Feuchtigkeit aufweisen. Dann ist der "Schock" für das Holz nicht so groß, als wenn es aus dem nassen 8°C kalten Wald in die knapp 25°C heiße Wohnung kommt, wo die Heizung bollert und die Luft sehr trocken ist. Also vielleich erstmal im Schuppen lagern, später im Keller, dann in einem kühlen Ort in der Wohnung und später dann in warmen Wohnräumen.

    Außerdem behandeln viele ihre Objekte mit Wachs. Dadurch wird die Oberfläche wohl (zu einem großen Teil) versiegelt, sodass weniger Wasser nach außen dringen kann. Besonders das Hirnholz ist sehr anfällig.

    Auch soll es förderlich sein, wenn möglichst viel Holz weggenommen wird, bzw. besonders der Kern des Holzes vermieden wird (was bei deiner Schale aber schwierig werden könnte).


    Als ich vor ein paar Wochen einen löffel längs aus frischem Lindenholz geschnitzt habe, habe ich den erst in trockener Schnitzspäne getrocknet und später mit Leinöl behandelt (2x).


    Hier ist ein schöner Artikel zu jemandem, der aus Grünholz eine Art Schale gemacht hat:


    https://aufdemholzweg.net/2015/04/03/grunholz-experimente/


    Oder hier, zum Thema Drechseln im Mittelalter:


    https://www.hgkoenig.de/techni…selns/gruenholz-drechseln


    Und wenn du des Englischen mächtig bist, hier ein Artikel aus der Heimat unseres Freundes Brian :)


    https://www.canadianwoodworkin…niques/carving-green-wood