Buchsbaumholz lagern/trocknen & Holzversiegelung ohne Lack/Harz

  • Hallo Forum,


    ich habe 2 große Stücke Buchsbaum, frisch gefällt, und wollte mal fragen, was ich tun muss, bis ich das Holz bearbeiten kann. Habe gelesen, dass man Buchsbaum sehr vorsichtig trocknen muss, in Holzspäne einlegen(?!?) aber habe nichts genaueres gefunden bzgl. Dauer und...allem anderen. Interessiere mich erst seit kurzem für Holz, und bin Planlos. Der dickere Stamm hat schon eine Riss. Rinde abmachen oder dranlassen?

    Bin für alle Rat- und Vorschläge Dankbar


    Grüße Christian

  • Make fresh cuts to clean up the ends of the log. Paint them with any paint or glue to seal the ends.

    Remove all the bark (drawknife?) as some beetles like to feed under the bark.


    Now, the rate of water loss from the ends is slowed down and the sides are speeded up a little.

    Outdoors, under cover and not cooked in a shed, you can expect the wood to dry to an equilibrium moisture content

    of 12% - 14% at a speed of about 25mm thickness per year.


    for example: the little piece. Maybe 10cm thick? Should be dried in 2+ years.

  • Eine andere Alternative ist es mit diesem Holz sogenannte Grünholzarbeiten auszuführen.

    Dabei muss man allerdings darauf achten, dass man einerseits dünnwandig arbeitet zum anderen aber auch so arbeitet, dass man keine geschlossenen Jahresringe mehr hat. Allerdings kann es dann immer noch zu Verzug und auch Reißen der Werkstücke kommen.


    Evtl. kann man auch die Stücke in kleinere Kantel schneiden und der Länge nach halbieren, somit ist die Gefahr, dass sich Risse an den Enden bilden etwas geringer.

    Dies allerdings dann entweder mit der Bandsäge oder, wenn mit der Axt, vorher genau schauen, ob die Stücke evtl. Drehwuchs haben.


    Hierbei kann es allerdings auch an den Enden, die, wie Brian es ja schon schrieb, mit Kleber (ich verwende einfachen Ponal weiß) versiegelt werden, dennoch zu Rissen kommt, die dann den nutzbaren Teil verringern.


    Viel Spass mit dem Holz.

  • Thanks for the answers / Danke für die Antworten


    mein englisch ist leider unterirdisch, da ich es von Chinesen und Mexikanern gelernt habe, die es selbst nicht konnten:)


    Ich hab verstanden: Rinde ab ; sauberer Schnitt, an den Enden, diese versiegeln. Der Lagerort lässt noch semantische Fragen offen. Im Freien, geschützt und ...nicht im Schuppen gekocht (google-übersetzer;(). Da bräuchte ich noch nähere Angaben.


    Aber auch Grundsätzlich; Im Freien ist bei meiner Wohnsituation schwierig, Was passiert denn mit dem Holz, wenn man es auf dem Speicher lagert, oder anders, was passiert im schlimmsten Fall bei trockener und Schädlingsfreien Lagerung? Bin da echt Ahnungslos. Kann das Holz unbrauchbar werden, oder geht es nur um die "Bruchstückgrösse"?


    Das größere Stück wurde wohl abgerissen; ist sehr zerfasert an einem Ende und ein dicker Riss geht längs durch. Ich könnte nicht sagen, wie viel ich abschneiden müsste, um einen sauberen Schnitt zu erreichen.


    Die Grünholzarbeiten kommen nicht in Frage, weil es nicht eilt, noch keine Idee da ist und mir die Gefahr zu groß ist, dass nach der ganzen Arbeit ein riss entsteht.


    Wichtig wäre für mich die Information, was beim trocknen schief gehen kann, oder kann man sagen:" egal wie, für Schachfiguren reicht es immer..."


    Danke im Voraus

  • Outdoor sheds with the door shut become very hot inside (+50C and warmer.)

    The concept is to have the wood moisture evaporate from all surfaces at a slow rate.

    This reduces the stress as the wood shrinks.

    So really, any place which does not see much sun. Dry and cool.

    A house is usually very dry and the wood will dry far too fast and then lots of cracks.


    I harvested a dozen pieces of alder log (Alnus rubra) maybe 60 cm x 20 cm.

    When I first started carving 25 years ago and knew nothing about wood.

    Brought them all into my shop and put them in a corner. Bark on, no end sealer.

    Many, many cracks from end to end after less than 6 months. Complete loss.


    The other thing that you can do is to cut a section out of the ugly side of the log, radius all the way to the center of the log.

    This is how many western red cedar logs are prepared for totem pole carving. The back is always cut out as the pole

    is only to be seen from one side.


    Your English is probably better than my German which I have not used for 55 years.

    I use Microsoft Translator with quite good results

  • Ah, ok, now i understand. I think, I build a kind of an airy Box with roof on my balcony.

    There is an other wood-project in my brain. Its big, and probatly crazy, but i`m not sure, if this is the right rubrik.

    My plan is to build an massiv vanity with sink. either with an thick plate >10cm, i guess, and "dig" the sink, or with an thinner plate 4cm, where I put an sink, made from a burlap.

    Its just reverie, whitout knowledge. What do you think? in witch category does the topic belong, or am I making a fool of myself with the idea?

  • Zum Holz und der Tiefe des Risses an der einen Seite kann man nur orakeln, wie tief der geht. Ich hatte schon Stücke bei denen ich dachte, dass sie rissfrei waren und beim Schnitzen stellte sich mit einem mal heraus, dass da doch ein Riss war.

    Das Holz auf dem Balkon in einem Unterstand zu lagern ist schon recht gut. Achte aber darauf, dass diese Stelle keine direkte Sonneneinstrahlung hat.

    Und ja ich denke hier geht es in erster Linie darum, wie klein die Stücke aufgrund eventueller Risse werden, wenn Rinde ab ist und schonend getrocknet wird.


    Dein anderes Projekt habe ich nicht ganz verstanden leider fehlen mir der Zusammenhang zu Sackleinen (burlap) als Material für eine Spüle.

    Wie groß soll denn Dein Kosmetikspiegel (vanity) werden?

    Mir stellt sich die Frage, wie Du die Oberfläche bei einer Massivholzplatte versiegeln willst.

    Bei einer solch dicken Platte, die Dir vorschwebt musst Du auch genau schauen aus welchem Teil des Stammes Du Dein Teil nimmst. Sonst ist da die Gefahr des Verzugs übers Jahr recht groß.

    Aber evtl. habe ich Dich auch falsch verstanden.

  • danke für die Antwort,

    sollten wirklich viele Risse auftreten, kann ich immer noch Schachfiguren schnitzen, für das weisße Set passt das helle Holz ganz gut.

    Noch eine Frage zu dem Thema, aus der selben Quelle wie der Buchsbaum, habe ich jetzt noch eine Rosenwurzel bekommen,

    form und Große etwa wie ein halber Hüftknochen. Ein Bereich (im inneren) ist morsch, ansonsten wirkt sie massiv. Kann ich mit dieser ebenso verfahren, wie mit dem Buchsbaum bzgl. der Trocknung?


    Zu dem anderen Projekt,

    mein übersetzer schlug mir vanity für Waschtisch vor, ein Spiegel spielt keine rolle...vielleicht später.


    Ich träume seit einiger Zeit davon, mir meinen eigenen Waschtisch aus einer massiven platte mit Baumkante zu "schnitzen"

    Es geht um ca. 170 x 55 cm. Erste Idee, ich nehme eine ca. 10 cm starke Platte, und arbeite das Waschbecken heraus (5-7cm tief)

    Zweite Idee, ich nehme eine normale Platte 4 cm, und setze in diese ein Waschbecken aus einer schönen Baumscheibe, oder einer halben Maserknolle ein. Soll aber wie ein Stück sein, ohne Übergänge.

    Mir geht es vor allem, um die schöne Oberfläche, und die Maserung. Es soll edel aussehen, nicht im "outdoorstyle"


    Bei dem Holz muss kann ich natürlich keine Fichte oder Pappel nehmen. Mein optischer Favorit ist Kirsche, Nuss. Bei Eiche soll es Probleme mit Verfärbungen geben (gefährliches Halbwissen, deshalb bin ich hier im Forum)


    Mir ist klar, dass das verwendete Holz trocken sein muss, aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass so eine Platte trotzdem reißt?

    Ich würde die Platte nicht an der Wand befestigen, sondern Beine schnitzen. (traue der Wand nicht)


    Zur Frequentierung: Ich bin der einzige Nutzer, und trotz eines überwältigenden Angebots an Männerhygieneartikeln, besitze und nutze ich nur normale Seife und Zahncreme. 2x täglich


    Das Holz soll nicht Lackiert werden. Ich Hoffe, ich bekomme das mit Sachen wie Öl, Schellack oder Wachs hin.


    Was denkt ihr, ist das machbar, oder ist das eher ein Hirngespinst? Bin für alle Tipps dankbar

  • Can you make any kind of a saw cut to the center of the log, for the entire length?

    This might prevent many cracks from beginning on their own.

    People here try so very hard to prevent cracking. The First Nations native carvers can ignore cracks most times.

    If pieces break off from cracks, I glue them back on and come back tomorrow to carve.


    If my translator is behaving properly, I suggest that the washbasin be a separate piece of wood.

    That way, you can replace it if it cracks and keep the wash stand.

    It will look beautiful. Very hot wax will soak into the wood and seal it very well.

  • Träum ruhig weiter, denn träumen darf Jeder. Was Du da vor hast hat mit schnitzen nichts zu tun. Das setzt einFachwissen voraus, woran sogar gelernte Tischler ( Schreiner ) scheitern könnten. Nicht nur, daß solche schöne gemaserte Platten, wie Du sie bräuchtest, eine gut gefüllte Geldbörse voraussetzen. Es handelt sich hier meist um Leimholz, welches so verleimt sein muß, daß ein Verziehen unmöglich wird. Auch für eine Beschichtung ist hier Fachwissen gefragt, was nur Spezis haben, die sich damit über Jahre beschäftigt haben. Mein Fazit : Nimm einen großen Hammer und schlag es Dir aus dem Kopf.

    Für die Rosenholz- Wurzel rate ich Dir, sie einige Jahre trocknen zu lassen. Dann kannst Du versuchen Holzschmuck daraus zu machen. ( Ringe, Kettenanhänger u.s.w. )

    Alles Andere ist Murks.

    LG.Rainer

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Danke für die Antwort,

    du hast recht, mit schnitzen hat das eher nichts zu tun, wollte das Projekt deshalb eigentlich nicht ansprechen. Ich war halt froh, Leute zu finden, die sich mit Holz auskennen, und konnte der Versuchung nicht widerstehen auch einige artfremde Fragen zu stellen. Ich war auch noch nie in einem Forum und kenne mich da nicht so gut aus.

    Die Idee, alles aus einem massiven 10cm dicken Stück zu fertigen, hab ich verworfen. Abgesehen von der Rissgefahr wäre das einfach zu groß, zu schwer und zu schade um das Holz, wenns schiefgeht.

    Jedoch ein z.B 4cm dicke Nussbaumbohle , in die ich ein "Baumscheibenwaschbecken" einsetze, trau ich mir schon zu. Würde die Bohle an der Unterseite mit Flachstahl stabilisieren/fixieren, und wenn doch ein Riss entsteht, würde ich ihn wohl nach innen breiter werdend ausarbeiten, mit Zinn füllen und wieder Schleifen und versiegeln.

    Auch um das Becken könnte ich eine Eisenring zur Stabilisierung legen.

    Wenn das Becken 2x am Tag für ne Minute mit Wasser in Berührung kommt, und man nach Benutzung kurz drüber wischt, kann ich mir nicht vorstellen, dass es mit der Versiegelung so große Probleme gibt. Mit ist klar, dass man z.B für eine Schellackpolitur ein Leben lang lernen kann, und immer noch dazu lernt, aber ich denke für das, was ich anstrebe, ist das nicht nötig.

    Da ich niemanden nerven will, und wegen meiner mangelnden Forenerfahrung wüsste ich gern, ob diese Thema(Waschtisch) überhaupt in das Forum gehört, und wenn wo sollte ich das Erstellen, oder einfach hier weiter schreiben, auch wenn der Titel falsch ist. Wenn es gar nicht hier ins Forum gehört, kennt ihr ja vielleicht eine Alternative.


    Gruß Christian

  • ich hab noch was vergessen. Ich habe gerade sehr viel Zeug geerbt. Unmengen an Werkzeug aller Art(keine großen Maschinen),

    viele Teile von alten Möbeln, allerlei Antikwachse und Beizen und braune Wachsstücke mehrere Kilos alte Beschläge und Schlösser unmengen Leder..... Die Wohnung ist noch zum großen Teil ne Baustelle, und an 1. Stelle steht Werkstatt einrichten/aufbauen.

    Wenn ich z.B wissen möchte, um welche Holzart es sich handelt, oder bei fragen zu Werkzeugen(Holzbearbeitung), bin ich da hier richtig oder eher nicht? Wenn nicht is nicht schlimm, habe genügen Sachen, die zu 100 % ums schnitzen gehen. Ich will nur nicht mit artfremden oder unangebrachten Fragen nerven, was ich wahrscheinlich gerade jetzt tue🙈.


    Gruß Christian

  • Make groups of tools which look much the same. Takes pictures. Post them here.

    There will be many members who will be able to tell you what the tools are and how they are used.

    Many of the waxes and stains could be used to finish carvings, best to ask about them, too.


    Wood can be difficult to identify without a microscope. I used to do that but no more.

    I have microscope slides of more that 300 species for reference. Good luck.

  • Thanks for the answer, it's very interesting. Do you use a transmitted light microscope or a reflected light microscope? I wanted to build a xylotheque anyway and microscopic slides seem to be a good idea for me too, at least when we talk about a transmitted light microscope

  • Just a transmitted light microscope. Objectives 4X and 10X and 20X and 40X are all that is needed with 10X ocular lenses.

    Very carefully cut and stained radial, transverse and tangential sections. No more than 15 micrometer thickness.

    I did the conifers at 20 micrometers to see the whole anatomies of the bordered pits.

    The stains don't matter for contrast, just to see the cell anatomy and arrangement patterns..


    I was studying the anatomy of the grafts of stock and scion in fruit trees, apple in particular.

    It was so easy to slip in a few extra species each week. The university learned what I was doing.

    On several occasions, they came to me with archeology wood to be identified.

  • Finde die Idee mit den Einlassen des Waschbecken in die Nussbaummbohle gut,und auch machbar.

    Das Aund O ist getrocknetes Holz nehmen und 100% versiegeln,da du ja Sachen auf die Platte legen willst würde ich dir zu Bootslack raten das verkratzt nicht und ist nicht so empfindlich.

    Da du ja keine Vorkenntnisse hast solltest du vorher üben an einem Holzstück Fläche schleifen, ,lackieren,zwischschlief,lackieren,eventuell noch einen Zwischenschritt und nochmal lackieren.

    Wenn du soviel Werkzeug geerbt hast vielleicht auch ein Kompressor und eine Lackierpistole das wäre die Toplösung,aber alternative geht auch Sprühlack aus der Dose(aber guter bitte).

    Was auch gehen könnte wenn du die Fläche wachsen tust glänzt aber nicht so schön,wenn du lackieren immer erst mit den Kanten anfangen und vorher Kanten brechen leicht.

    Mfg Martin

  • Wenn es dein Traum ist, mach es. Ich denke auch, Bohle mit eingelassenem Becken ist machbar. Sonst ärgerst du dich dein ganzes Leben lang, dass du es nicht wenigstens versucht hast.

    Wenn es nicht klappt, hast du an Erfahrung gewonnen. Und du hast es versucht.

  • Baumscheibenwaschbecken---- Ich kenne keine Baumscheibe, die beim Trocknen nicht gerissen ist.

    Aber--- Versuch macht klug.

    Nimm das Leben nicht zu ernst, es dauert ja nicht ewig !

  • Bei einer Baumscheibe sehe ich, selbst wenn sie reißfrei getrocknet ist das Problem, dass Stirnholz offen steht.

    Wenn man da eine Wachsschicht drauf macht, dann muss man sich auf jeden Fall auf ständige Pflege einlassen.

    Darüber hinaus bin ich mir nicht sicher, ob nicht evtl. Seife damit reagiert und sich schnell eine hässliche Oberfläche ergibt.

    Die Alternative wäre ein Lack. Bootslack sollte passen.

    Nur hätte ich damit ein Problem, weil ich der Meinung bin, sass Holz nicht unter Lack gehört, da kann ich auch gleich Kunststoff mit einer Holzmusterbeschichtung nehmen.

    Aber, wenn Du der Meinung bist, es zu probieren, dann probiere es, sonst sagst Du Dir immer "Ich habe ja gewollt es aber nicht getan."

    Und nein nerven ist nicht das, was Du mit Deinen Fragen machst.