Beiträge von Tasmandevil

    Hallo Otti,

    danke für dein Lob. Meine Frau sagt zu mir ab und zu auch: Ach du lieber Gott 8o .

    Aber Spaß bei Seite. Für die Puppe hab ich mir einen Kopf gekauft, damit ich auch den Faltenwurf bei einem Kopftuch studieren kann.

    Mein nächstes Projekt soll eine Madonna sein.

    Gruß
    Jakob

    Um einen natürlichen Faltenwurf an einer Weiblichen Figur schnitzen zu können, habe ich mir vor Jahren eine Schneiderpuppe gekauf. Hiezu hänge ich die unterschiedslichten Stoffe (unterschiedliche Textilien werfen auch unterschiedliche Falten) über die Puppe. Mit einem Gürtel um die Taille der Schneiderpuppe fallen die Falten wieder anders.



    Hallo Tom,

    Auch eine sehr gute Datenbank! Hab mal gestöbert. Da wir z. B. auch die so genannte "Janka-Härte" (internationaler Wert für die Härte eines Holzes) für jedes Holz angegeben. Das ist schonmal "ein" wichtiger Hinweis auf die Schnitzbarkeit der Hölzer. Je niedriger der Wert desto weicher das Holz.

    Hallo Tom,

    danke für den Link. Den hattest Du hier schon mal vorgestellt. Das Nachschlagewerk ist sehr gut, und umfangreich. Hölzer z. B. werden dort ausführlich beschrieben.

    Ich meinte aber eine Datenbank die von Schnitzern für Schnitzer erstellt wurde. Mir geht es darum, zu erfahren, welche Hölzer benutzen unsere Kollegen weltweit. Für mich wäre das sehr interessant. So gibt es z. B. in Afrika jährlich ein Treffen Afrikanischer Schnitz-Künstler. Dort habe ich Sachen gesehen da bleibt dir die Spucke weg.
    Mit den einfachsten Schnitzeisen schaffen die große Kunstwerke.

    Nur ein Schnitzer selbst kann sagen, ob sich ein Holz gut schnitzen lässt oder nicht. Mit gut schnitzen meine ich "mindestens" die Eigenschaften von Linde.

    Nun kennt kein einzelner Schnitzer alle Hölzer auf der Welt, die sich besonders gut zum Schnitzen eignen. Es müsste sich also jemand finden, der Weltweit unter Schnitzern recherchiert.

    Wenn ich wüsste wie man soetwas angeht, würde ich es machen.


    Gruß
    Jakob

    Hallo Seehaas,

    prinzipiell stimme ich dir zu. Aber speziell bei der Linde nicht. Der Linde fehlen die natürlichen Schutzstoffe gegen Fäulnis und Pilzbefall. Da helfen Lasuren auch nichts. Meine Madonna hatte ich im ersten Jahr auch nur mit einer fürs Freie geeigneten klaren Lasur gestrichen.

    Schon in diesen Jahr zeigten sich erste Spuren von Vergang. Erst dann habe ich mit einem speziellen Klarlack gestrichen.

    Dein Steinbock und das Älpler-Gesicht sind doch nicht aus Linde, oder?

    Wir haben schon heimische Hölzer die mehr oder weniger fürs Frei geeignet sind. Allen voran die Eiche, dann wie Du schon erwähnt hast, die Robinie (Scheinakazie) und eventuell noch die Zirbelkiefer.

    Eiche und Robinie lassen sich aber nur sehr schwer schnitzen. "Mir" sind die zu hart! Denke nur daran, wenn du bei diesen Hölzern Stirnholz schnitzen musst. Die Zirbelkiefer hält etwas länger durch als andere Nadelhölzer, hat aber zu viele Äste.

    Ich habe lange gesucht bis ich ein Holz gefunden habe, das sich gut schnitzen lässt, und auch fürs Frei geeignet ist. Unter den heimischen Hölzern habe ich keines gefunden. Da gibts auch keins. Jedenfaffs keins das die Schnitzeigenschaften von Linde hat.

    Nicht mal die großen Holzhändler in Deutschland konnten mir da weiterhelfen.

    Durch langwierige Recherchen bin ich dann auf ein Holz gestoßen, dass in seiner Schnitzbarkeit mit der Linde, und in seiner Resistenz gegen Fäule, mit Eiche vergleichbar ist.

    Es ist die "Canadian red Cedar". Wenns dich interessiert, schau mal hier in der Rubrik "Holz" nach. Da habe ich dieses Holz genauer beschrieben.

    Sicherlich gibt es noch etliche andere ausländische Hölzer die gut schnitzbar sind, und auch fürs freie geeignet sind. Nur wir kennen diese Holzarten nicht. Auch die Holzhändler kennen die Hölzer nicht. Die haben ihr Programm, alles andere interessiert die nicht. Ist ja auch verständlich.

    Es gibt auch keine Datenbank (so wie es sie für Bauhölzer etc. gibt) über "Schnitzhölzer", in der "von Schnitzern weltweit" die Schnitzeigenschaften "ihrer" Hölzer zusammengetragen sind. Stell dir vor was das für ein Gewinn für uns Schnitzer wäre!!

    Gruß
    Jakob

    Hallo Seehaas, Lindenholz eignet sich generell nicht fürs Freie. Das verwittert so schnell, schneller als man gucken kann.

    Ich habe mal zu beginn meiner Schnitzerlaufbahn eine Madonna fürs Grab meiner Eltern geschnitz. Aus Lindenholz. Die ist schuhschwarz verfault, trotz mehrfachem Klarem Schutzlackanstrich.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Seehaas,

    das mit der Mauer ist eine schöne Idee.

    Tipp für die Augen: Da Du die Lage des einen Auges ja jetzt schon festgelegt hast, muss nun das zweite Auge ja auf der gleichen Höhe liegen. Dazu das Eichhörnchen mit der Nasenspitze auf eine dünne Schnur stellen. Die Schnur bis zu dem bereits vorhandenen Augenmittelpunkt führen, und strammziehen und am Augenmittelpunkt abschneiden. Die Schnur zur anderen Seite des Kopfes führen, strammziehen und am Schnurende das Holz markieren. Alle anderen Maße fürs Auge mit der gleichen Methode, ausgehend von der Mittellinie des Kopfes, übertragen.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Seehaas,

    deine Arbeitsbeschreibung ist Spitze! So sollte ein Forum sein! Die Forenmitglieder an seinen Werken, bei der Entstehung, teilhaben lassen!!

    Schade das dein Eichhörnchen nun frei steht. Die Unterhöhlungen hättes Du mit einem Gewöhnliche Bohrer vorbohren können, und dann mit Schnitzeisen fertigschnitzen. Aber zu spät.

    Berichte bitte weiter! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Gruß
    Jakob

    Mensch Tom, da hast Du aber ein gewaltiges Projekt vor! Klasse! Aber zum Schnitzen gehört auch, "mal" die schwierigen Wege gehen. :thumbup:

    Zu deinen Fragen: Das Brett würde ich nicht höhlen. Bedenke, dass würde das Holz zu sehr Schwächen. Wenn Du Bohlen hast mit stehenden Jahresringen und die abgelagert sind, werden die auch nicht reißen. Sie werden auch enorm an Gewicht verlieren, durch das Schnitzen selbst. Auch die Geweihstangen brauchen viel Umgebungsmaterial damit sie nicht ausbrechen.

    Ob Du nun mit oder gegen die Holzfaser schnitzt, spielt eigentlich keine Rolle. Je weiter ein Teil von der Grundform absteht, desto eher wird es abbrechen. Deshalb sollte man z. B. "nie" bis zu einem Winkel von 90 Grad gehen. Egal welches Holz man schnitzt.

    Das Heißt also: Du solltest mindestens das Ohr des Hirsches anleimen. Also ein Stück Holz auf die Grundform aufleimen.

    Dazu müssen aber die Leimflächen "absolut" plan sein. Ich würde dir vorschlagen, die Bohlen bevor Du mit schnitzen beginnst, durch einen Dickenhobel/Abrichte zu jagen. Sicherlich hast Du keine. Ich lasse das immer bei meinem Schreiner machen. Durch das Abrichten bekommt man gleichzeitig eine eventuelle Wölbung aus dem Holz, und es wird natürlich durch den Materialverlust leichter. Sollte daduch die Bohle zu dünn werden (jenachdem wie stark die Wölbung ist), eine zweite Bohle, die ebenfalls abgerichtet ist, aufleimen. Dann das Holz fürs Ohr, oder was sonst noch absteht (Ansätze fürs Geweih eventuell) aufleimen, und mit überschnitzen. So sieht man später die Leimfugen nicht mehr. Wenn Du plane Leimflächen hast, brauchst Du auch keine Dübel.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Otti,

    das mit den Radreifen würde sicherlich gehen. Wie Berkow schon schrieb, besteht so ein Radreifen wenn er von einem Wagner gemacht wurde aus mehreren Segmenten. Das könntest Du mit dem Bendywood natürlich auch machen. So würde dein Modellradreifen ganz natürlich aussehen.

    Schau unter diesem Link nach hier findest Du alles was Du zum verarbeiten von Bendywood wissen musst!: http://www.bendywood.info

    Gruß
    Jakob

    Hallo Kollegen,

    vielen Dank für eure Kommentare.

    @Otti / Ja das Bendywood ist schon eine tolle Sache. Ich habe vorher auch noch nie etwas davon gehört! Es scheint die Erfindung einer italienischen Firma zu sein. Man findet auch nicht viel darüber im Internet. Ich bin auch nur darauf gestoßen, da ich so große Schwierigkeiten mit den Tentakeln des Kalmars hatte. Da ich aber kein Mensch bin, der bei Widerständen die Sachen hinwirft, habe ich solange gesucht, bis ich eine Lösung gefunden hatte. Tauchen Widerstände auf, verbeiße ich mich umso mehr in die Dinge. Das gilt übrigens für mein gesamtes Leben. 8)

    Das Unternehmen von dem ich es habe, handelt mit den verschiedensten Holzarten dieser Art. Z. B. Ahorn, Buche, Walnuss, Eiche, Esche, Kirsche.

    So richtig kann ich die Möglichkeiten die mir dieses Holz bietet noch gar nicht abschätzen. Jedenfalls gehört es nun zum festen Bestandteil meiner Schnitzhölzer!!

    Zu deiner Frage ob mein Schnitzwerk schon einen Platz in unserem Haus gefunden hat: Ja, es steht als kleiner Blickfang im Eingangsbereich (Flur) unseres Hauses.

    Gruß
    Jakob

    P. S. Aus Spaß an der Freude hab ich mal eine kleine Spirale aus dem Bendywood gebogen. Ohne es zu befeuchten. Damit man mal sieht, wie biegsam dieses Holz ist.

    Übrigens ist es jetzt auch kein Problem mehr, die beliebten Holzketten mit beweglichen Gliedern zu fertigen. Ich gebe zu bedenken, die Nutzung meiner Gedanken ( ihr wisst alle wen ich meine :D ) "könnte" eine Urheberrechtsverletzung bedeuten.


    Hallo Berkow,

    dankeschön für das Lob! Ja die Flossen sind etwas gewellt, und aus Bendywood. Für "mich" wäre es nicht möglich gewesen die Tentakel und die Flossen aus einem anderen Holz zu schnitzen.

    Wäre aber dankbar wenn ich einen Tipp bekäme, ob es eine Schnitztechnik gibt, mit der man soetwas auch aus Linde z. B. schnitzen kann.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Kollegen,

    mein Schnitzwerk ist fertig. Pottwal auf Jagd. Wundert euch nicht über die Größe des Kalmars. Wal und Kalmar sind im Maßstab 1:69. Der Sockel auf dem beide Tiere stehen, hat die Maße: 560 X 100 X 20 mm
    Bottwale werden bis zu 20 Meter Lang, diese Kolosskalmare (größtes wirbellose Tier auf der Erde), werden mit ausgestreckten Fangarmen (das sind die beiden langen) bis zu 16 Meter lang, bei einem Gewicht von über 400 Kilo.

    Der Wal ist vollständig aus Lindenholz geschnitz. Bei dem Kalmar ist der Torso aus Linde, die Tentakel und die beiden Flossen aus Esche (Bendywood). Montiert sind Wal und Kalmar mit je einem 3 mm Acrylglasstäbchen (Tipp von Otti :thumbup: ) auf einem Sockel aus canadischer red cedar (Rotzeder).

    Viel Spaß beim anschauen.


    Gruß
    Jakob

    Hallo Nina,

    der Ausflug in die Politik war eher zufällig!

    Wenn Du das so siehst (läuft gut in Deutschland/ Generationskonflikt), dann gehörst sicherlich, wie ich, eher zur privilegierten Schicht. Das heißt, zur Schicht derer, die ein vernünftiges Einkommen haben.

    Das ist aber bei weitem nicht der Standard in Deutschland!! :thumbup:

    Gruß
    Jakob

    Hallo Peter,

    an einem Rohling wirst Du das Schnitzen von Köpfen, Gesichtern etc. schwerlich erlernen können. Dazu musst Du ja erst einmal die Grundform ausarbeiten, z. B. aussägen. Auch das will gelernt sein.

    Wenn Du das Schnitzen von der Pike auf erlernen möchtest, gehören diese Vorarbeiten unabdingbar dazu.

    Du solltest dich entscheiden. Entweder Du "überschnitzt" vorgefräste Rohlinge, oder Du legst deine Figuren selbst an. Beides geht natürlich auch. Dann aber, solltest Du auch die Grundtechniken des Schnitzens erlernen.

    Gruß
    Jakob