Beiträge von Tasmandevil

    Hallo Leute,

    einige werden sich noch erinnern. Ich hatte für Tom einen Gänsekopf geschnitz, von dem er Abgüsse für seine ferngsteuerten Ornithopter (Vögel) macht.

    Nun habe ich ihm einen Adlerkopf geschnitz, von dem er wieder Abgüsse macht. Dieses mal habe ich ihn aus amerikanischer Linde geschnitzt. Die ist noch weicher als die europäische.

    Die einschlägigen Holzhärte-Tabellen nennen zwar die gleiche Birnell (Janka)-Härte, nach meiner Erfahrung lässt sich die amerikanische Linde aber leichter schnitzen.

    Die Schnittmarken die man noch sehen kann, wird Tom noch feinschleifen. Er weiß am besten wie glatt der Kopf für seinen Abguss sein muss. Ich habe nur grob vorgeschliffen.

    Der Adlerkopf hat ca. natürliche Größe! Die Glasaugen die ihr auf den Fotos seht, wird Tom in seinen Abguss kleben. Sie sind naturgetreue Nachbildungen, der Augen von Weißkopfseeadlern.

    Das Holz hinten am Kopf, diente mir zum Spannen.


    Viel Spaß beim betrachten der Fotos

    Gruß

    Jakob


    Hallo Thomas,

    ja danke habs gesehen. Stimmt das Band ist flexibler! Damit dürfte es kein Problem sein ein Hufmesser zu schleifen. Dazu habe ich eine Idee. Der Knaller wäre ein mit Filz oder ähnlich weichem "dünnem" Material bestücktes Band zum "Abziehen" der Klinge. Vielleicht gibt es soetwas schon. Nach dem Schleifen mit dem Korundband, bräuchte man dann nur das Filzband auf die Maschine spannen und dann bequem die Schneide abziehen.

    Gruß

    Jakob

    P.S. hab was gefunden schau mal hier: https://www.satb-shop.de/Schleifmittel/…75x2000-mm.html

    Hallo Thomas,

    schau Dir mal dieses Video an:

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    Gruß

    Jakob

    Hallo liebe Gäste des Forums,

    ich möchte euch hier im Forum herzlich willkommen heißen!

    Meines Wissens, ist dieses Fachforum dass Einzige, dass auch dem Gast die Möglichkeit gibt, direkt am Forengeschehen teilzunehmen. Ihr könnt also direkt kommentieren und mit ins Geschehen eingreifen.


    Auch für Forenmitglieder, wäre es eine Bereicherung, wenn möglichst viele Gäste diese Gelegenheit nutzen würden.

    Also liebe Gäste, nur Mut!

    Viele Grüße an alle die es probieren möchten

    Jakob

    Hallo Otti,

    bist Du das da auf dem Foto? Was trinkst Du da, Federweißer? Es ist Schade, dass sie das Fass weggeräumt haben, nur wegen der Gartenschau!

    Wir haben uns auch geärgert, als sie bei uns in Koblenz anlässlich der Bundesgartenschau riesige, uralte und vollkommen gesunde Platanen weggeholzt haben. Unser OB hat nicht mehr alle Tassen im Schrank! Sorry, aber ich sage es wie es ist. Mit dem Knallkopf bin ich mal bis vors Bundesverwaltungsgericht gezogen!

    Gruß
    Jakob

    Hallo Kollegen,

    man kann es ja immer wieder lesen, wenn es ums Schnitzen geht, dass prinzipiell alle Hölzer schnitzbar sind. Das ist blanker Unsinn. Wenn es darum geht, ein Stück Holz in Späne zu zerlegen, mag die Aussage ja zutreffen, mit Schnitzen hat das aber nichts zu tun. Man würde ja auch nicht zu einem Pilzsammler sagen: Im Prinzip sind alle Pilze essbar, was ja auch stimmt, denn sie sind ja z. B. nicht aus Stein. Also kann man sich die Aussage "prinzipiell Schnitzbar" von vorneherein sparen. Ich kann mir vorstellen, dass so mancher Schnitzanfänger auf diese Aussage vertraut hat und dann sein blaues Wunder erlebt hat. Er dann ganz schnell kapituliert hat und sein Schnitzwerkzeug in die Ecke geworfen hat.

    Auch der Hinweiß "gut schnitzbar" sagt nichts aus! Eine Möhre oder eine Kartoffel ist auch gut schnitzbar. Ist damit die Härte eines Holzes gemeint? Was kann ein Anfänger damit anfangen? Da bekommt man zwei Wörter vor die Füße geworfen, und sagt im Grunde damit, so jetzt sieh mal zu was Du damit anfangen kannst. Diejenigen die Hölzer, ob es heimische oder Überseehölzer sind im "einzelnen" in gut oder nicht gut schnitzbar einteilen, können diese Aussage überhaupt nicht treffen. Es ist nämlich nicht möglich alle Hölzer "selbst" geschnitzt zu haben. Nur derjenige kann es, der es auch von "Hand" geschnitzt hat. Wenn ich schreibe schnitzen meine ich auch schnitzen. Ich meine nicht Drechseln oder mit einem anderen Schneidwerkzeug bearbeiten. Nein, von Hand, und selbst mit "Schnitzmesser und Schnitzeisen/Schnitzbeitel"!

    Das die Linde in unserer Heimat als sehr gutes Schnitzholz bezeichnet wird, hat seine volle Berechtigung. Das kann man aber auch nur sagen, da es für die Linge seit Jahrhunderten dokumentiert ist. Kein anderes heimisches Holz wurde und wird so oft geschnitzt wie die Linde.

    Leider ist mir auch keine Literatur bekannt, die im "Detail" darauf eingeht, wie ein Holz beschaffen sein muss, damit es als gut oder sehr gut schnitzbar bezeichnet werden kann. Mit dieser Literatur meine ich eine, die auf die Anforderungen im speziellen eingeht, die ein Schnitzer/Holzbildhauer an ein Holz stellt.

    Für jeden Schnitzer, ich meine damit auch die Profis, ist es unmöglich alle Hölzer die es weltweit gibt, schon geschnitzt zu haben. Nur dann könnte man sagen, "das" sind die besten Schnitzhölzer. Man kann also nicht sagen, Linde ist das Beste Schnitzholz. Das Wort "heimische" gehört immer vor das Wort Schnitzholz, wenn es um die Linde geht.

    Ich gehe sogar soweit, zu sagen, die Linde ist nicht unbedingt das Schnitzholz mit dem ein Anfänger beginnen sollte. Ich sage viel eher, besorge dir erst einmal alle heimischen Hölzer deren du habhaft werden kannst. Das können Abfallstücke sein, die in einer Schreinerei anfallen. Dann teste mal, mit welchem Holz kommst Du am Besten zurecht.

    Für eine schmächtige Person, kann auch Linde schon zu hart sein! Denn sooo weich ist die gar nicht. Wir haben heimische Hölzer die in ihrer Härte (Janka/Birnell) wesentlich weicher sind. Die Linde ist lediglich als das Beste heimische Schnitzholz zu bezeichnen, das sie entsprechend ihrer Struktur in "alle" Richtungen hervorragend zu schnitzen ist. Das man Details ausarbeiten kann, die nicht wegbrechen.

    In alle Richtungen sehr gut schnitzbar zu sein, erfüllen aber auch andere Hölzer. Diese Hölzer suche ich. Das denke ich, ist das wesentliche an einem Schnitzholz. Kommt dann auch noch dazu, dass dieses Holz "relativ" weich ist, und es zudem auch noch witterungsbeständig ist, dann ist das für "mich" das Beste Schnitzholz.

    Natürlich ist es auch für manche Schnitzer von Wichtigkeit, welche Maserung ein Holz hat. Hat es eine auffällige verschiedenfarbige Maserung, ist es weniger geeignet um figürlich zu schnitzen. Dafür nimmt man eher einfarbige unauffällig gemaserte Hölzer. Für mich ist das momentan aber zweitrangig. Für einen blutigen Anfänger sollte es sowieso zweitrangig sein.

    Ich hatte ja geschrieben, das es unmöglich ist, sich alle Hölzer zu besorgen die es Weltweit gibt, um sie zu testen. Schließlich gibt es auch Hölzer die einem Importverbot unterliegen. Man müsste also schon in diese Länder Reisen, um das Holz vor Ort zu schnitzen. Dann dürfte man es aber immer noch nicht aus und einführen nach Deutschland. So ist das indische Sandelholz dermaßen geschützt, dass diese Bäume alle samt dem indischen Staat gehören. Gleich wo er wächst, ob auf einem privatgrundstück oder nicht. Nur die Besten indischen Schnitzer dürfen es schnitzen. Ist "ein Stück" Sandelholz im Besitz eines Schnitzers, muss es einen staatlichen Stempel tragen, der den Besitzer als rechtmäßigen Besitzer ausweist.

    Schon die Hölzer, die im Holzhandel zu bekommen sind, diese alle zu schnitzen, auf ihre Schnitzbarkeit zu testen unter Berücksichtigung der Kreterien, die ich angeführt habe, das ist schon fast unmöglich. Es sei denn, man wäre bereit, Unsummen dafür auszugeben.

    Was also tun, um seinen Horizont an Schnitzhölzern zu erweitern? Eine Hilfe gibt es schon. Im Internet gibt es einige Tabellen, die die Eigenschaften der verschiedensten Hölzer aufzeigen. Es sind Tabellen, die unter anderem, Hinweiße auf Schnitzbarkeit liefern. So den Härtegrade, gemessen in Birnell (deutsche Maßeinheit) oder Janka (englische Maßeinheit), die Witterungbeständigkeit/Eigenschutz gegen Insektenfraß, Resistenz gegen Pilzbefall , angegeben in Stufen von 1-5 und. Weiterhin das Wachstum des Holzes, enge oder weite Jahresring, feinporig oder grobporig.

    Hiernach kann man sich dann gezielt Hölzer kaufen, und nach und nach testen, wie lassen sie sich schnitzen.

    Bei den abgebildeten Hölzern hatte ich dem Händler freie Wahl gelassen, das hat zu fast nichts geführt. Er hat die Hölzer, bevor er sie mir geschickt hat ja nicht geschnitzt. Bis auf eines die "Oregon Myrtle" sind sie alle schlecht schnitzbar. Die Mirthe (englisch Myrtle), lässt sich in alle Richtung gut schnitzen, sie neigt nicht zum splittern, sie ist von mittlerer Härte (ca 1200 birnell). Sie hat sehr feine engstehende Jahresringe, sehr kompakt und feinporig. Ihre Resistenz ist von mittlerer Güte.

    "Mein" Fazit wenn es um Schnitzhölzer geht: Es sollte von mittlerer Härte sein (um die 1000-1200 Birnell), die Resistenz gegen Fäulnis, Pilzbefall und Insektenfraß im mittleren Bereich (2-3) liegen, es sollte kompakt, feinporig mit engstehenden feinen Jahresringen sein. Es sollte sich in alle Richtunge gut schnitzen lassen.

    Ein Holz das in der Härte unter 500 Birnell liegt, dennoch die Höchste (5) Resistenklasse besitzt, kompakt ist, kaum oder keine Jahresringe (Hölzer die um den Äquator wachsen) besitzt, sich in alle Richtungen ohne Schwierigkeiten schnitzen lässt, so ein Holz wird kaum oder nicht zu finden sein. Das konnte ich bei meinen bisherigen Recherchen schon in Erfahrung bringen.

    Es gibt zwar Hölzer (die canadische red cedar ist so eines), die sehr weich (unter 400 Birnell) sind und extrem geschützt sind gegen Verwitterung und Insektenfrass, die lassen sich aber z. B. nicht in alle Richtungen gut schnitzen. Diese weichen, witterungsbeständigen Hölzer sind meist Hölzer mit einem hohen Anteil an Ätherischen Ölen. Dann die Hölzer die Extrem hart, dicht und schwer sind, die sind auch sehr resistent, aber dann auch extrem Porös, sie Bröckeln sehr leicht.

    So wie es aussieht, muss man sich eben mit dem Mittelmaß zufreiden geben. Ich werde aber weitersuchen, so habe ich bisher ja nur an der Oberfläche gekratzt, wenn es um die tausenden potenziellen Schnitzhölzer/ Holzarten geht.

    So, ich hoffe das war jetzt nicht zu langweilig für euch.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Seehaas,

    Sehr interessant! Nur den Maschinenpark der dem Künstler zur Verfügung steht, wird wohl kein Hobbyschnitzer besitzen.

    Nachdem er ein Modell angefertigt hat, scannt er das Modell mit einem Handscanner. Ich wollte mir so einen Scanner auch mal zulegen, habe mir Angebote schicken lassen, unbezahlbar, zwichen 25 und 30 000 Euro.

    Dann brauchst Du noch ein PC-Programm, dass den Scann verarbeitet und die CNC-Fräse steuert. So ein Programm kostet auch ein Paar Hundert Euro.

    Mit dieser Arbeitstechnik (CNC Fräsen) kann man auch Hölzer bearbeiten, die wir als "Hand-Schnitzer", nie schnitzen würden. Ob ein Holz mit, gegen, oder quer zur Faser schlecht zu schnitzen ist, ob ein Holz zu hart, oder zu weich ist, zum Hand-Schnitzen, dass spielt bei der Frästechnik absolut keine Rolle. Er stellt die Hölzer ja vor, die er bearbeitet.

    Eigentlich hat das ja auch nichts mehr mit dem alten Handwerk schnitzen/bildhauen zu tun. Dennoch ist dieser Mensch ein Künstler. Immerhin muss er ja ein Modell anfertigen, dass er einscannen kann. Weiterhin ist es nicht einfach eine CNC Fräse zu bedienen.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Michael,

    ja das habe ich vor. Sollte schon dieses Jahr sein, habe ich aber nicht geschafft. Deshalb das neue Relief. Das Grab soll zu Allerheiligen nicht ohne Schmuck sein.

    Die neue Madonna soll diesesmal so um die 80 cm groß werden. Sie soll auch voll ausgeschnitzte betende Hände bekommen. Eine s. g. "Immaculata". Das Tuch soll einen schönen Faltenwurf bekommen. Ansonsten soll es eine schlichte Grabmadonna werden.

    Gruß
    Jakob

    @Seehaas, Ja ich hatte vor die Madonna schon im Frühjahr zu schnitzen. Bin leider nicht dazu gekommen. Deshalb jetzt "vorerst" das Relief.

    Es gibt einige Techniken Holz "haltbarer" zu machen. Auch die Thermobehandlung ist mir bekannt. Ich habe mich mit dem Thema "Holzschutz" eingehend beschäftigt.

    Da wäre noch die "Druckimprägnierung zu nennen. Oder eine künstliche "Verkieselung" des Holzes. Eine Behandlung mit Epoxidharz wäre auch möglich. Letztlich geht es bei diesen Methoden darum, dass Holz zu härten.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Seehass, hallo Michael.

    ich schnitze nun seit ca. vier Jahren, auf dem Foto seht ihr mein ersten Schnitzwerk überhaupt. Die Madonna stand auch so lange auf dem Grab meiner Eltern. Vorgestern hab ich sie vom Grab genommen. Es soll ja nun meine neue Schnitzerei drauf. An der Madonna könnt ihr sehen, was die Witterung angerichtet hat.

    Ich hatte sie geölt und zusätzlich mit einem Lack (klarer Bootslack) überzogen. Sie stand auf einem Sandsteinsockel. Erstens, ich hatte den Fehler gemacht, das ich keinen Luftspalt zwichen Madonna und Sockel gelassen habe. Das Regenwasser, das sich auf dem Sockel gesammelt hat, haben die Kapilare des Holzes stetig aufgenommen. Zweitens, den Bootslack hatte ich falsch aufgetragen. Ich hätte den Lack in drei Etappen auftragen müssen. Erster Anstrich in einer 50 prozentigen Verdünnung (terpentinersatz). Zweiter Anstrich in einer 30 prozentigen Verdünnung. Dritter Anstrich, unverdünnt. Ich hatte aber sofort unverdünnt gestrichen. Dadurch konnte der Lack nicht tief genug ins Holz ziehen.

    @ Michael, ja die Sonne ist der größte Feind des Holzes. Deshalb habe ich nun die neue Schnitzerei, dunkel gebeizt. Je dunkler das Holz, desto höher der UV-Schutz. Das Grab meiner Eltern liegt in voller Sonnen von Sonnenaufgang bis Untergang!

    Damals wusste ich nicht, wie man Holz witterungs"beständiger" macht.

    An Imprägnierung habe ich auch schon gedacht. Den Lack und das Öl, welche Du angegeben hast werde ich mir merken.

    Das mit dem Zirbenholz ist mir bekannt. Ich weiß, das an Zirbenholz Raubbau betrieben wurde. Jetzt steht die Zirbe in weiten Teilen Österreichs unter Naturschutz. In meiner Gegend ist sie nur vereinzelt zu bekommen. Ich wollte mir mal ne Bohle aus Österreich schicken lassen, der Preis hat mich umgehauen. In England gibt es Heute so gut wie keine Eiben mehr. Die Engländer hatten im Mittelalter fast alle Eiben abgeholzt, um aus dem Holz die berühmten Langbögen (longbow) zu machen. Eibenholz ist sehr elastisch, und was für den Bogenbau von wichtigkeit ist, die Eibe hat die besten Rückstellkräfte. Der Longbow war zu seiner Zeit die gefährlichste, wirkungsvollste Waffe. Im Mittelalter war dieser Langbogen für die Engländer der Exportschlager Nr. 1

    Ich kenne, und schnitze auch ein Holz, das sich leichter als Linde schnitzen lässt, und extrem Witterungsbeständig ist. Es ist das Holz der canadian red Cedar. Der Name ist irreführend, es ist keine Zeder, sondern, sie gehört zu der Familie der Tujen. Sie wird nur Zeder genannt, da sie stark nach Zeder duftet. Sie hat einen natürlichen Holzschutz. Sie verwittert kaum. Bekommt lediglich einen silbrigen Glanz. Ihr Holz ist weicher, als unsere weichesten Nadelhölzer. Sie lässt sich mit und gegen die Faser extrem leicht schnitzen. Aaaaber, quer zur Faser schnitzen, ist eine Katastrophe. Dann reißt und bröckelt sie sehr stark.

    Es geht es mir darum, ein Holz zu finden, dass die Eigenschaften von Linde besitzt, und die Beständigkeit von einem Hartholz. Das jedes Holz, im Freien aufgestellt, unbehandelt verwittert, ist unabänderlich. Es sollte nur nicht so schnell verwittern wie die Linde.

    Außerdem geht es mir hauptsächlich darum, in Erfahrung zu bringen, welche "sehr guten" Schnitzhölzer es Weltweit "überhaupt" gibt.

    Gruß
    Jakob

    Hallo Kollegen,

    von der Linde wird behauptet, sie wäre das Beste Schnitzholz. Mit dieser Behauptung möchte ich mich nicht abfinden. Soll es tatsächlich weltweit kein ebenbürtiges Holz für uns Schnitzer geben? Ich kanns mir bei bestem Willen nicht vorstellen. Zudem ist die Linde vollkommen ungeeignet um eine Schnitzarbeit zu schaffen, die man auch der Witterung aussetzen kann.

    Leider gibt es auch keine Literatur, über Hölzer, die sich ausschließlich und im Detail mit der Schnitzbarkeit anderer nicht heimischer Hölzer befasst.

    Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn es keine Hölzer gäbe, die die Schnitzeigenschaften von Linde, und die Witterungsbeständigkeit von Eiche oder Robinie besäßen.

    Ich habe mir eine Auswahl von Hölzern schicken lassen, um sie auf ihre Schnitzbarkeit zu testen. Ich meine im speziellen: Wie lassen sie sich gegen die Faser schnitzen, wie quer zur Faser, kann man Details ausarbeiten, wie hart sind sie. Das sind die Fragen die mich an Hölzern interessieren. Wie schon geschrieben hierüber gibt es keinerlei Literatur. Wenn die Rede von "Gut schnitzbar" in der Literatur ist, bezieht sich das auf die Härte des Holzes, das hat aber nichts mit der tatsächlichen Schnitzbarkeit zu tun.

    Auf dem Foto seht ihr die Holzsorten die ich mir habe schicken lassen.

    Es sind im einzelnen:

    Obere Reihe von links nach rechts/ Satin Zitronenholz, Ziricote, Padouk afrikanisch, Zebrano, Ovangkol, Bubinga, Castello Buchsbaum.

    Untere Reihe von links nach rechts/ Amarillo Buchsbaum, Ebenholz, Hickory, Wenge, Oregon Myrtle, Perlholz, Amaranth.

    Gruß

    Jakob


    Hallo Seehaas,

    auch Dir gebe ich mit Deinen Anmerkungen, mit Deiner Kritik zu dem Bildnis vollkommen Recht. Wenn man den Anspruch hat, anatomisch, perspektivisch etc. korrekt schnitzen zu möchten, ist das eine "äußerst" schwierige Sache. Wie Du schon schreibst, bemühe ich mich, mich ständig zu verbessern.

    Das nächste Relief, wird besser werden!

    Gruß
    Jakob

    Hallo Otti, hallo Günter,

    @Otti,
    Ja da gebe ich Dir vollkommen Recht. Das rechte Auge ist ca. 5-6 mm zu breit. Aber ich will auch mal fünfe gerade sein lassen. "Noch" bin ich nicht pefekt ;) . Weshalb meinst Du "Reliefs wären eine Sache für sich"?
    Ich finde ein Relief zu schnitzen, ist wesentlich einfacher, als eine vollplastische Figur.
    Welche Reliefs hast Du bisher geschnitzt? Kannst Du mal welche Zeigen? Übrigens, in letzter Zeit machst Du dich sehr rar hier im Forum. Finde ich sehr schade!!

    @Günter,

    danke für dein Lob. Ich glaube man kann noch so alt werden, aber über ein Lob freud man sich immer wieder! :)

    Hallo Kollegen,

    heute möchte ich euch mein neuestes Schnitzwerk vorstellen. Ein Madonnenbildnis, frei nach einer alten griechischen Ikone geschnitzt.

    Die Ikone hat die Maße: 350 X 270 mm (mit Rahmen)

    Holz: Der Rahmen, Red Cedar. Das Bildnis, Linde. Der Rahmen ist mit wasserlößlicher Mahagonibeize, und das Bildnis mit ebenfalls wasserlöslicher Eichenbeize gebeizt.

    Die Schnitzeisen/Messer, die ich "hauptsächlich zum Schnitzen benutzt habe sind: Stich 2/20, Stich 2/10, stich 15/4 und ein Kunturen-Schnitzmesser.

    Das Bildnis soll vorübergehend aufs Grab meiner Eltern, hierzu bekommt das Werk noch einen mehrmaligen überzug mit sehr witterungsbeständigem klarem Bootslack. Leider bin ich noch nicht zu meinem Vorhaben, dem Schnitzen einer vollplastischen Madonna gekommen, deshalb habe ich als vorübergehende Alternative solch eine Ikone gewählt.

    Gruß
    Jakob


    Hallo Michael,

    herzlichen Dank für Deine Mühen!! Das nenne ich meisterlich. Nicht nur, dass Deine Schnitzkunst außergewöhnlich ist, sondern auch Deine Gabe die Arbeitsschritte klar und leicht verständlich zu zeigen.

    Auch die Schnitzbeitel, die man benötigt, damit das Werk gelingen kann, zeigst Du.

    Schritt für Schritt erklärt!!

    Soetwas "braucht" ein Fachforum. So "lernt" man auch etwas.

    Nochmals vielen Dank, und viele Grüße

    Jakob

    Hallo Günter,

    also ich finde die Farbgebung der Traube gelungen. Gelbliche Trauben, die gibt es doch. Ich glaube das sind "Muskatella-Trauben". Die haben so eine Farbe.

    Ansonsten, gebe ich Seehas recht. Mit einem Hohleisen das etwas breiter ist wie so eine einzelne Beere, mit der innenseite des Eisens, bekommst Du eine wunderbare Rundung hin!

    Gruß
    Jakob