Ich möchte an dieser Stelle einen kleinen Exkurs ins philosophische machen, evtl. mag auch der eine oder ander schwafeln dazu sagen.
Ich persönlich nutzen keinerlei motorgetriebenes Werkzeug beim Schnitzen, ab dem Moment, wennn das Holz zu mir kommt wird es von mir mit reiner Muskelkraft bearbeitet.
Ich habe bislang auch schon Robinie, Pflaumenholz, Weißbuche, Buche und Kirschholz bearbeitet, darüber hinaus auch schon mit Horn und Taguanuss gespielt.
Mit scharfem Werkzeug alles kein Problem, wenn man es schaft sich davon los zu machen dem Werkstück seinen Willen aufzwingen zu wollen.
Das bedeutet auch, dass eine Arbeit ruhig auch mal etwas länger dauern kann.
Das bedeutet auch, dass man einen Span, der sich an einer Stelle abhebt, an der er es nicht sollte akzeptiert und sich den geänderten Gegebenheiten anzupassen.
Auch muss man ganz genau auf das Material achten, das man unter dem Messer hat.
Wenn man dies macht, dann werden Objekte mit einer Seele gefüllt und sie wirken viel mehr.
Auf andere Art kann man Dinge erschaffen, die schön und gutes Handwerk sind aber ihnen fehlt das letzte Stück.
So Schwafelmodus aus.
Kurz zusammengefasst kann ich nur sagen, dass ich der Ansicht bin, das mit jedem Holz geschnitzt werden kann.
Man muss sich nur auf die Eigenarten einlassen.
PS.: Ich selbst bin noch weit weg von dem Punkt, an den meine Werke eine Seele haben.