Beiträge von TreibHolz

    Hallo Christian, Berkow und Freizeitschnitzer,

    vielen Dank für eure Reaktionen. Hat mich gefreut. Die Frage von Berkow kann ich mit "Nein" beantworten. Der Bock ist nicht zu leicht für das Schnitzen. Er hat unten noch eine Quersprosse. Da kann ich mit dem Fuß drauftreten, falls ich mal mit dem Klüpfel arbeite. Doch bei so kleinen Figuren wie die oben gezeigte Maus muss ich den Bock überhaupt nicht festhalten. Diese mobile Werkbank ist sehr vielseitig. Für das Schnitzen von Schriften, Kerbschnitzmotiven oder Reliefs kann die Arbeitsplatte schräg gestellt werden, wie ich es bei der versenkten Schrift in einem anderen Thread gezeigt habe:

    Welche Schriftarten zum Schnitzen?

    Zuhause schnitze ich aber nicht (bzw. fast nicht) an der mobilen Werkbank. In meiner kleinen Werkstatt habe ich eine richtige Hobelbank. Da wackelt nichts, selbst wenn man mit einem kräftigen Klüpfel mit Wucht die Beitel ins Holz treibt.

    Ich habe mir auch eine Vorrichtung gebaut, mit der ich den Schnitzgalgen samt Figurenschraube an der Anhängerkupplung befestigen kann. Die ist auch sehr stabil und eignet sich - wie im Anhang auf dem Foto zu sehen ist - ebenfalls für's Figurenschnitzen.

    Gruß Bernd

    Hallo liebe Hobbyschnitzer,

    auf der Suche nach einer geeigneten Vorlage für das Schnitzen einer Figur fielen mir zwei lustige Keramikmäuse in die Hände. Die sehen gut aus, haben nicht so viele Details und eignen sich für einen Anfang im Figurenschnitzen (wenn man auf Fräsrohlinge verzichten und die Figuren selber anlegen möchte). Hier die beiden Mäuse mit in der Größe passenden Lindenholzklötzchen:

    Nach dem Zuschnitt des Lindenholzes habe ich die Umrisse der Mäuse aufgezeichnet,

    und von unten je ein Loch für die Figurenschraube eingebohrt, und dann an der Bandsäge grob ausgesägt:

    Nun konnte das Schnitzen am Schnitzgalgen mit Figurenschraube (eingespannt in eine transportable "Werkbank") beginnen. Tisch und Schnitzgalgen, etc., habe ich mit in den Urlaub genommen - um an den schönen Orten dieser Welt entspannt zu schnitzen. Die zugehörige Keramikmaus war als Vorlage stets dabei. Mit dem daneben liegenden Zirkel lässt sich jedes beliebige Maß von ihr abgreifen und auf den Rohling übertragen bzw. an diesem kontrollieren. Auf diese Weise ist eine 1:1 Kopie der Vorlage ohne nennenswerte Abweichungen in Lindenholz entstanden.

    Nach dem Urlaub war die Endbehandlung der Figuren angesagt:

    Frisch geölt:

    Das Schnitzen der Mäuse hat nicht nur mir Freude gemacht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    die Bilddatei darf nicht größer als 1Mb sein. Das musst du vor dem Hochladen kontrollieren. Wenn das Bild nach dem Komprimieren immer noch größer als 1Mb ist, musst du es noch einmal (bzw. noch stärker) komprimieren. So mache ich das - und es funktioniert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Claudia,

    wenn ich zum Thema "Stechbeitel oder Balleisen?" Aufklärung geben kann, mache ich das gerne. Stechbeitel sind vielseitig verwendbar und sollten eigentlich in keinem Haushalt fehlen. Man kann sie z.B. zum Auseinandernehmen von genagelten Verbindungen einsetzen. Die Stechbeitel auf den Fotos sehen jedenfalls so aus, als wären sie für diesen Zweck bereits verwendet worden. Schnitzen kann man mit deinen Eisen nur, wenn sie vorher komplett neu angeschliffen wurden. Zum Schnitzen und für Stemmarbeiten in Holz (z.B. zur Herstellung von Fingerzinken etc.) müssen sie rasiermesserscharf sein. Es dürfen keine Macken in der Schneide sein. Nur dann kann man damit wirklich gut arbeiten.

    Ich habe auch ein paar "No-Name" Stechbeitel, deren Stahl allerdings viel zu weich zum Stemmen oder zum Schnitzen ist. Ständig stumpf. Fehlkauf! Ich benutze sie trotzdem, allerdings nicht zum Stemmen, sondern zum Schleifen, z.B. zum Aufweiten von Langlöchern, etc. Das geht ganz gut, wenn man sie auf der Spiegelseite mit Teppichklebeband und Schleifpapier beklebt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Claudia,

    die Eisen auf den Fotos sind keine Schnitz- bzw. Bildhauerwerkzeuge.

    Es sind Stechbeitel, d.h. Schreinerwerkzeuge, die - wie zu sehen ist - einen neuen Anschliff nötig haben. Die Formen gibt es bei den Bildhauerwerkzeugen zwar auch, werden hier aber Balleisen genannt, und sind nicht so kräftig wie die Stechbeitel der Schreiner. Schnitzen kann man mit den Stechbeiteln allerdings auch. Sie sind zudem deutlich preisgünstiger als die vergleichbaren Balleisen: ein nagelneuer, scharf geschliffener 4-teiliger Satz Kirschen-Stechbeitel wird z.B. im Baumarkt für unter 90 Euro verkauft.

    Da die Stechbeitel in größeren Stückzahlen produziert werden, sind sie preislich günstiger als die Balleisen. Deshalb habe ich (hauptsächlich bei den breiten Eisen) auf den Kauf von Balleisen verzichtet und benutze zum Schnitzen stattdessen die entsprechenden Stechbeitel.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Freizeitschnitzer,

    vielen Dank für's Kompliment. Was meinst du mit Bedeutung? Das Motiv auf dem Schild ist ohne Bedeutung. Ich habe mir die im Netz unter dem Stichwort "Wikingerschild" gefundenen Fotos angeschaut und dann ein eigenes Motiv (in Anlehnung an diverse Motive, die ich gesehen habe) gestaltet. Das Kriterium dabei war: es sollte gut aussehen, aber sich auch gut schnitzen lassen. Allein der Buchstabe "W" hat eine Bedeutung. Er steht für "Wikinger".

    Insider wissen allerdings, dass der Buchstabe "W" zugleich der erste Buchstabe des Familiennamens meines Enkels ist.

    Darüber hinaus hat das Motiv (soweit mir bekannt) keine Bedeutung. Jedenfalls keine, die ich beabsichtigt hätte...

    Gruß

    Bernd

    Hallo, liebe Hobbyschnitzer,

    einer meiner Enkel hatte im Urlaub in Dänemark zum ersten Mal irgendeine Wikingershow gesehen. Das hat ihn veranlasst, sich von mir einen Wikingerschild zum Geburtstag zu wünschen. Nachdem ich mich diesbezüglich im Netz hinreichend informierte, machte ich mich ans Werk. Herausgekommen ist der auf den Fotos abgebildete Rundschild, der meinem Enkel auf Anhieb gefiel. Opa war dann auch zufrieden...

    Gruß

    Bernd

    Hallo Jürgen,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Deine Hobbys lassen vermuten, dass wir in absehbarer Zeit einige wunderschöne Fotos von deinen Schnitzereien sehen werden. Bin schon gespannt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Freizeitschnitzer,

    ja, das hatte ich vermutet: der Eichenzweig ist schwieriger zu schnitzen. Er ist nicht nur kleiner, sondern auch deutlich filigraner als der Hirsch. Je filigraner das Motiv, desto schwieriger ist es zu schnitzen. Der Eichenzweig ist dir aber trotzdem richtig gut gelungen. Unten rechts ist ja noch Platz für eine Wiederholung (oder für eine Variante). Sie würde die schöne Schnitzarbeit insgesamt bestimmt noch ein wenig bereichern...

    Gruß

    Bernd

    Hallo Freizeitschnitzer,

    Farbe im Relief ist auch weniger nach meinem Geschmack, aber das Hirschrelief sieht meiner Meinung nach auch ohne Farbe gut aus. Was war denn schwieriger zu schnitzen - der Hirsch oder der Eichenzweig?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Siggi,

    herzlich willkommen hier im Forum. Wenn ich deine Vorstellung richtig verstehe, bist du nicht am Schnitzen, sondern an Laubsägearbeiten interessiert. Die Maschine, mit der du die Sägearbeiten machst, lässt darauf schließen, dass du ein Dekupiersägen-Profi bist, und in diesem Forum möglicherweise der Einzige, der sowas mit Leidenschaft macht.

    Wenn du deine Produkte verkaufen möchtest, würde ich dir raten, zu überlegen, ob du dafür nicht ein Gewerbe anmeldest. Das wäre jedenfalls die normale Vorgehensweise.

    Wenn du ohne Gewerbeanmeldung einfach nur mal auf einem Weihnachtsmarkt verkaufen möchtest, gibt es steuerrechtliche Grenzen, die zu beachten bzw. einzuhalten sind. Dazu würde ich dir raten, (d)einen Steuerberater zu fragen, ob es möglich ist und wie hoch der (möglicherweise steuerfreie) Umsatz dann maximal sein darf.

    Vorlagen für die Dekupiersäge gibt es im Internet. Manche davon sind frei verfügbar, andere sind nur käuflich zu erwerben. In jedem Fall würde ich dir vor der Verwendung von solchen Vorlagen raten, mit dem Anbieter abzuklären, ob du sie für gewerbliche Zwecke verwenden darfst oder nicht.

    Wenn du das alles beachtest, dann dürfte eigentlich nichts schiefgehen.

    Viel Erfolg!

    Gruß

    Bernd

    p.s.: Du könntest auch andere Depukiersägen-Fans fragen, wie die das machen. Man kann sie z.B. über YouTube finden und kontaktieren.

    Hallo Thomas,

    quer zur Faser ist in der Tat die einfachste Methode, um das Anheben der Faser bzw. Ausbrüche beim Schnitzen in sensiblen Bereichen, in denen die Faserrichtung wechselt, zu vermeiden. Sie funktioniert in den meisten Fällen sehr gut.

    Mit entsprechend scharfen Eisen und mit hinreichend Übung kann man den Schnitt aber auch mit der Faser so führen, dass er noch vor dem Faserwechsel bzw. genau an der Stelle, an der die Faser wechselt, endet. Diese Technik ist natürlich wesentlich schwieriger als quer zur Faser, sie ist aber nicht unmöglich. David Fisher, ein Profi, der wunderschöne Löffel und Schalen schnitzt, zeigt auf seiner Homepage mit Fotos, wie er das macht. Hier ist der Link:

    https://davidffisher.com/2022/08/31/mer…-in-the-hollow/

    Seine Tipps sind allerdings leider nur in Englisch verfügbar.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lukas,

    die Rosenmotive sind dir gelungen. Du hast schön sauber geschnitzt. Bei der Birkenschnitzerei könntest du vielleicht links (und rechts?) einen Streifen abschneiden - dann wäre der Riss (sieht jedenfalls so aus als wäre es ein Riss) weg. Die Arbeit wäre dann etwas schmaler, aber das Motiv würde nicht darunter leiden.

    Die kleinen Risse, die du im Kirschbaumholz hast, entstehen beim Trocknen des Holzes. Auf dem Foto kann man die typischen Trockenrisse an der oberen Kante gut erkennen. Das liegt daran, dass das Holz in Längsrichtung der Fasern viel schneller als in der Querrichtung trocknet. Der Feuchtigkeitsaustausch in Längsrichtung ist um ein Vielfaches höher als der Feuchtigkeitsaustausch in Querrichtung der Fasern. Dadurch entstehen Spannungen, die das Holz an den Stirnseiten mehr oder weniger tief einreißen. Wenn man das Stirnholz (bzw. die Stirnseiten des Brettes) vor dem Trocknen versiegelt (z.B. mit einem D3 Holzleim bestreicht), dann trocknen die Stirnflächen nicht so schnell aus, was die Rissgefahr erheblich reduziert.

    Sind die Risse allerdings schon da und das Holz bereits trocken, kann man versuchen, sie mit Holzleim zu füllen und dann mit kräftigen Schraubzwingen zusammenzudrücken. Wenn es gelingt, die Risse mit Leim zu füllen und gut zusammenzudrücken, sieht man sie nach der Verleimung nicht mehr. Das funktioniert leider nicht in jedem Fall, ist aber auf jeden Fall eine Überlegung oder gar einen Versuch wert.

    Ansonsten hilft nur das Absägen der eingerissenen Brett-Enden vor dem Beginn der Schnitzarbeiten. Das allerdings verkleinert das Brett, das dann zum Schnitzen noch verwendet werden kann.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Berkow,

    ob Thomas nun die Fräsrohlinge weglegen sollte oder nicht, hängt sicher nicht nur von seinen Erfahrungen, sondern auch von den Rohlingen selbst ab, die ja bekanntlich in verschiedenen Schwierigkeitsstufen erhältlich sind:

    Stufe 1: bestens geeignet für Schnitzanfänger und Einsteiger

    Stufe 2: ideal für geübte und fortgeschrittene Anfänger

    Stufe 3: für geübte Schnitzer mit Erfahrung

    Stufe 4: für Profis mit langjähriger Erfahrung

    Je höher also die Stufe, desto größer die Gefahr, den Rohling beim Fertigschnitzen zu versemmeln. Das wäre dann auch eine Erfahrung, allerdings - und da gebe ich dir Recht - keine wirklich wünschenswerte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sylvia,

    Herzlich willkommen! Holz ist in der Tat ein wunderschönes Material. Durch das Schnitzen und/oder andere Bearbeitungsformen kann dessen Schönheit zudem noch betont und herausgearbeitet werden. Dazu ist nicht immer ein großer Aufwand erforderlich. Manchmal genügen schon einige wenige Bearbeitungsschritte.

    Hier ein Beispiel. Ein mit der Axt geschlagenes Stück Holz aus Lärche, ein Holzscheit, das als Brennholz dienen sollte, wurde 2 Mal durchgesägt, sodass 3 Stücke entstanden. Oben ein Loch mit Durchmesser 40 mm eingebohrt und die sägerauen Schnittflächen mit einem schmalen Hohleisen Stich 5/10 glatt geschnitzt. Endbehandlung (nur die Schnittflächen) mit Leinöl. Einfach, aber schön.

    Gruß

    Bernd

    Okay, du hast als zweite Schnitzarbeit (!) in Eiche geschnitzt: eine anstrengende Herausforderung. Hinzu kommt die Größe des Projektes: 1,20m Höhe! Da kann ich gut verstehen, dass du Mühe hattest, dich da durchzubeißen.

    Wenn du an den Rohlingen arbeitest - ein paar Fotos sind immer interessant...

    Gruß

    Bernd