Beiträge von TreibHolz

    Hallo Thomas,

    herzlich willkommen hier im Forum! Ja, das Schnitzen kann man sich nur durch Übung aneignen. Es macht aber Freude, wenn man z.B. entdeckt, wie das Eisen geführt werden muss, damit ein sauberer Schnitt entsteht.

    Was hast du denn in den vergangenen 2 Jahren geschnitzt? Hast du sofort mit Figuren angefangen? Oder hast du erst mal einige einfachere Schnitzereien gemacht (z.B. ein einfaches Relief oder eine Kerbschnitzerei)? Das würde ich empfehlen, denn einfachere Formen sind sehr viel weniger schwierig zu schnitzen als z.B. eine Madonna mit Gesicht, Locken und Falten im Gewand usw. Aber auch die einfachen Schnitzereien sehen gut aus, wenn sie sauber geschnitzt sind - und das geht nur mit Üben.

    Übung macht den Meister.

    Gruß
    Bernd

    Hallo Freizeitschnitzer, Hallo Rainer,

    vielen Dank für die ermutigenden Kommentare. Eure Begeisterung ist ansteckend. Sie macht Lust, weitere Schnitzprojekte in Angriff zu nehmen und damit einhergehende spontane oder auch geplante Ideen in Holz zu realisieren.

    Gruß

    Bernd

    Die Weiterbearbeitung und Fertigstellung der Schale mit dem auffälligen Ast hatte ich hier schon mal kurz gezeigt. Sie scheint allerdings bei einem Serverwechsel am folgenden Tag verlorengegangen zu sein. Jedenfalls war der Beitrag mitsamt den Bildern plötzlich weg.

    Das hat mich zunächst ziemlich verunsichert (war mein Beitrag hier möglicherweise nicht erwünscht ?), dann aber veranlasst, diesen Beitrag in einem anderen Woodworking-Forum zu Ende zu bringen. Wer also sehen möchte, was ich aus dem Ast gemacht habe, kann sich die Fotos über den folgenden Link ansehen:

    http://www.woodworking.de/viewtopic.php?t=15086

    Gruß

    Bernd

    Hallo Albert,

    auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen hier im Forum! Als Puppenspieler, der seine Puppen zum Teil selber herstellt, bist du für das Schnitzen von Figurenköpfen ja schon bestens vorbereitet. Ich denke, dass du dir viele Voraussetzungen dafür schon angeeignet hast, vermute aber, dass dir das Bearbeiten von Holz mit Bildhauerbeiteln und Schnitzwerkzeugen etc. noch nicht hinreichend vertraut ist. Eine Schwierigkeit hast du ja selbst schon erwähnt: man kann nur etwas wegnehmen, aber nichts hinzufügen. Eine andere Schwierigkeit, die nur durch Übung gemeistert werden kann, steckt ebenfalls in dem Werkstoff Holz: Man muss den Faserverlauf beachten, denn Holz lässt sich gegen die Faser nicht sauber schneiden. Man muss deshalb immer mit der Faser (oder quer zur Faser) arbeiten. Auch das muss man beherrschen bzw. erst einmal üben bevor man sich an eine derart anspruchsvolle Aufgabe (was das Schnitzen von Figurenköpfen nun mal ist) heranmacht.

    Bei Figuren (oder Figurenköpfen) ist auch das sogenannte "Anlegen der Figur" ein nicht zu unterschätzendes Problem. Hier müssen in jedem Stadium der Bearbeitung die Proportionen stimmen. Einen Figurenkopf von einer Bleistiftskizze ins Holz zu übertragen, ist daher ebenfalls eine Arbeit, die sehr viel Übung und Erfahrung erfordert. Ich erwähne das, damit dein geplanter Start nicht sofort im Frust endet. Ich will dich damit aber auf keinen Fall von deinem Vorhaben abhalten, sondern im Gegenteil ermutigen, damit anzufangen. An deiner Stelle würde ich allerdings nicht mit einer Skizze für eine komplett neue Figur beginnen, sondern würde erst mal versuchen, eine vorhandene Figur im Maßstab 1:1 nachzuschnitzen. Das geht sehr viel leichter als eine neue Kreation. Vorlagen für nachzuschnitzende Köpfe hast du ja bereits in Hülle und Fülle. Wie wäre es, wenn du einen deiner in 3D-Technik gedruckten Köpfe als Vorlage nimmst und diesen dann 1:1 in Holz realisierst? Mit dem 3D-Druck hast du ein Modell, von dem du in jeder Phase der Schnitzarbeit jedes Maß und jede Proportion (mit einem Taster) abgreifen und aufs Holz übertragen kannst. Das erleichtert die Arbeit enorm und ist viel einfacher als das "freie" Schnitzen/Bildhauen, bei dem es "nur" eine Skizze auf Papier gibt.

    Nun wünsche ich dir einen gelungenen Start. Schön wäre es, wenn du uns das eine oder andere Foto deiner diversen Bearbeitungsschritte zeigen würdest.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Max,

    herzlich willkommen hier im Hobbyschnitzer-Forum. Der Begriff "Rosenmesser" ist mir fremd. Ich vermute mal, dass es sich dabei um die ganz normalen Kerbschnitzmesser der Firma "Kirschen" handelt (gibt es auch von anderen Herstellern, z.B. Stubai, Pfeil). Die Klingen dieser Messer bilden im Querschnitt ein "V", und zwar ein "V", das über die ganze Breite der Klinge gleichmäßig (bzw. geradlinig) von der Schneide bis zum Messerrücken verläuft. Diese Messer haben normalerweise keine angeschliffene Fase. Der Schneidenwinkel ist der spitze Winkel im "V", und der liegt bei Kerbschnitzmessern bei etwa 12 bis 13 Grad. Durch das gleichschenklige "V" schneidet es auf beiden Seiten der Klinge (bzw. links und rechts) gleich. Das ist für das Schnitzen von Kerben wichtig.

    Wenn du hier nun eine einseitige Fase mit 25 Grad Schneidenwinkel angeschliffen hast, dürfte es kein Kerbschnitzmesser mehr sein. So etwas habe ich jedenfalls bei einem Kerbschnitzmesser noch nie gesehen. Einseitige Anschliffe von 25 bis 30 Grad sind bei den auf Stoß arbeitenden Bildhauereisen (z.B. bei Balleisen etc.) üblich. Auch Stemmeisen werden einseitig mit ca. 30 Grad angeschliffen.

    Hoffe, dass ich weiterhelfen konnte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Zillertaler,

    ein schönes Schild mit erstklassig geschnitzter Schrift ist das geworden! Gefällt mir gut. In dieser Art habe ich meinem Sohn und meiner Tochter je einen Spruch ihrer Wahl aus der Bibel zur Hochzeit geschnitzt. Weiß aber leider den genauen Namen der Schriftart nicht mehr.

    Gebeizt (oder bemalt) habe ich geschnitzte Schrift bislang noch nicht. Hatte immer befürchtet, dass die Übergänge verlaufen. Wenn das passiert, ist die schöne Schnitzarbeit dahin. Deshalb habe ich meine Schriften immer nur geölt. Die Schnittflächen der Kerbschrift (Stirnholz) nehmen mehr Öl auf als die übrige Oberfläche, dadurch entsteht auch ein gewisser Kontrast. Allerdings nicht so intensiv wie bei zwei verschiedenen Beizfarbtönen. Das mit der Grundierung scheint ein guter Tipp zu sein - ich werd's dann auch mal so machen. Hast du die Beize mit dem Pinsel aufgetragen? Danke für die ausführliche Darstellung des Werdegangs.

    Schriftart: Old English - lässt sich sehr gut vertieft schnitzen. Haben wir schon in der Liste (siehe oben).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Berkow,

    Wie lange? - kann ich nicht sagen. Ich hatte mehrere Rohlinge mit der Schnitzaxt behauen und deren grobe Form angelegt. Hab sie in den Sommerurlaub mitgenommen und auf diversen Campingplätzen geschnitzt. Es sollten Löffel werden. Das Robinienstück war allerdings von Beginn an besser für einen Tortenheber geeignet. Jedenfalls schnitzte ich mal an diesem, mal an jenem ein wenig, und zwar so lange, bis wieder eine Entscheidung anstand, wie es weitergehen sollte. Dann legte ich das Teil weg und hörte auf zu schnitzen oder schnappte mir erst mal einen anderen Rohling. Manchmal überlegte ich ziemlich lange, ob und wo ich noch was wegnehmen sollte - wenn ich mich nicht entscheiden konnte, ließ ich das Teil noch länger liegen - aber irgendwann wurde es dann doch fertig.

    Glättung nicht mit Maschinen, aber mit Schleifpapier und/oder Ziehklinge. Ein Tortenheber mit rustikal geschnitzter Schaufelfläche - so schön sie auch ins Auge fallen mag - ist nämlich nicht nach meinem Geschmack. Hier gebe ich glatten Oberflächen in der Regel gerne den Vorzug.

    Gruß

    Bernd

    Hallo liebe Hobbyschnitzer,

    hier kommt noch ein kleines Grünholz-Produkt in den Schaukasten: ein Tortenheber, aus einer Robinien-Astgabel geschnitzt. Dieser Tortenheber ist auf jeder Kaffeetafel genauso gut verwendbar, wie ein Heber aus Metall. Der ebenso schlank ausgearbeitete Holz-Heber ist dennoch sehr stabil, weil dessen Form dem natürlichen Faserverlauf (daher die Wahl einer Astgabel) weitestgehend folgt. Und: rostfrei ist er sowieso. Nach dem Trocknen: Endbehandlung mit Walnussöl.

    Gruß

    Bernd

    Hallo liebe Hobbyschnitzer,

    für alle, die sich für's Grünholzschnitzen interessieren, gibt es hier einen Link. Zu sehen ist der Werdegang einer Schale aus schlagfrischer Roteiche.

    http://www.woodworking.de/viewtopic.php?p=155170#p155170

    Bis dato hatte ich nur mit getrockneten Hölzern gearbeitet. Die abgebildete Roteichenschale war meine erste Schale aus Grünholz. Dabei bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mit Grünholz weitergemacht. Das Grünholz hole ich mit einem Sammelschein direkt aus dem Wald.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Berkow,

    mir geht es genauso: die Schriftart, die ich bei der vertieften Schrift benutzt habe, kann ich nicht mehr finden. Ich habe noch andere Schriften geschnitzt, aber auch die kann ich leider nicht mehr finden. "Im Net" ist zwar "genügend Zeug drin", aber genau das macht die Suche nach geeigneten Schriftarten ja so schwer. Die im Netz verfügbaren Schriftarten wurden zum Drucken entwickelt. Die meisten Schriftarten sind deshalb nur bedingt bzw. gar nicht schnitzbar. Es gibt nur wenige Schriftarten, die sich außer zum Drucken auch zum Schnitzen eignen.

    Diese - soweit sie bereits gefunden und geschnitzt wurden - mal aufzulisten, das ist mein Anliegen in diesem Thread. Es geht mir nicht darum, mir "jeden Schritt vorkauen" zu lassen - auch nicht darum, einfach mal anzufangen (was ich - wie man auf den Fotos sehen kann - ohnehin schon längst getan habe ... ).

    Die Auswahl der Schriftart ist das A und O beim Schriftschnitzen. Damit es am Ende gut aussieht, muss zwar nach wie vor sauber geschnitzt werden, aber mit der Auswahl einer schnitzbaren Schriftart wird die Grundlage für den Erfolg gelegt. Nur so lässt sich eine Menge Frustration von vornherein ausschließen.

    Danke für den Tipp: Breitkopf-Fraktur

    Gruß

    Bernd

    Wenn ich an dieser Stelle mal zusammenfassen darf, dann haben wir folgende Schriftarten genannt, die sich gut zum Schnitzen eignen:

    Alt Deutsch

    Matura MT Script Capitals

    Old English

    Hat jemand hier im Forum noch Erfahrung mit weiteren Schriftarten gemacht? Es wäre schön, wenn wir die kleine Liste noch ein wenig verlängern (und Beispiele dazu fügen) könnten.

    Hier noch zwei Fotos vom fertigen Werkstattschild.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rainer,

    dein Schild "willkommen im Schnaudertal" habe ich gesehen. Diese Schrift lässt sich hervorgehoben schön schnitzen. Sie dürfte sich auch für's (meiner Meinung nach schwieriger zu schnitzende) "Versenken" eignen.

    Deshalb würde ich gerne wissen: Woher hast du diese Schrift (Download aus dem Internet?), und wie lautet deren Name?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Berkow und Rainer,

    vielen Dank für eure Antworten. Das Grabschild habe ich mir angeschaut. Es ist richtig gut geworden. Aber: welche Schriftart ist das?

    Mein Problem beim Schnitzen eines Wortes (egal, ob erhaben oder versenkt) ist nicht so sehr die Ausführung der Arbeit, sondern die Wahl einer geeigneten Schriftart. In der erhabenen Form lassen sich fast alle Schriftarten relativ gut schnitzen, aber für das versenkte Schnitzen sind nur wenige Schriftarten wirklich gut geeignet. Anbei je ein Beispiel (siehe Dateianhänge) für erhabene und eins für versenkte Schrift. Der Schriftzug "Opa's Holzwerkstatt" ist in der Schriftart "Matura MT Script Capitals" ausgeführt, bei der versenkten Schrift weiß ich leider nicht mehr, welche Schriftart das ist.

    Alt Deutsch und Alt Englisch sind schon mal zwei gute Tipps. Vielleicht verraten uns hier noch weitere Schnitzer, in welcher Schriftart (abgesehen von den mit eigener Hand geschriebenen Schriften) sie gerne schnitzen. Ich denke, das wäre nicht nur für mich eine Hilfe. Jedenfalls würde ich mich über weitere Tipps in dieser Hinsicht freuen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo, liebe Hobbyschnitzer,


    als Neuling in diesem Forum möchte ich mich kurz vorstellen. In meinem Keller habe ich eine kleine Holzwerkstatt, im Holzwerkerforum als "Opa's Holzwerkstatt" mehr oder weniger bekannt, und bin schon seit mehreren Jahren im Bereich Schnitzen aktiv. Habe mir nach und nach eine Sammlung von Bildhauereisen und sonstigen Schnitzwerkzeugen zugelegt. Besonders gerne schnitze ich Schalen und Löffel etc., aber auch Kerbschnitzereien und Schriften.


    Zu Letzterem hätte ich eine Frage:
    Welche Schriftarten eignen sich besonders gut zum Schnitzen? Gibt es hierzu evtl. eine kleine Liste? Ich habe meinen Computer gewechselt, und die Schriften auf dem neuen Gerät sind alle nicht besonders gut zum Schnitzen geeignet. Deshalb würde ich gerne weitere Fonts dazu laden - aber diese im Netz zu suchen, ist angesichts der Vielzahl verfügbarer Schriftarten sehr mühsam. Deshalb meine Frage an euch: Welche Schriftarten verwendet ihr zum Schnitzen?


    Gruß
    Bernd