Beiträge von TreibHolz

    Hallo, liebe Hobbyschnitzer,

    aus einem stark gekrümmten Stück Ast der spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina) ist ein handgeschnitzter, nützlicher Gebrauchsgegenstand geworden: ein Saunalöffel. Er wird seinen Dienst demnächst in der Sauna einer befreundeten Familie antreten. Man könnte ihn auch gut als Suppenkelle benutzen. Für Saucen ist er allerdings weniger geeignet, denn der Löffel ist immerhin knapp 40 cm lang. Die tief ausgehöhlte Laffe hat Abmessungen von 10 x 6,5 cm (Länge mal Breite). Laffe, Stiel und Griff folgen dem Faserverlauf des gekrümmt gewachsenen Holzes. Anbei einige Fotos.

    Frohe Ostern!

    Gruß

    Bernd



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    Hallo Heike,

    wenn man einen ganzen Stammabschnitt zum Schnitzen nimmt, gibt es in der Regel immer Risse. Solange der Stamm noch nicht komplett durchgetrocknet ist, macht eine Reparatur der Risse (egal mit welcher Methode) aus meiner Sicht keinen Sinn. Das Holz wird vermutlich so lange weiter reißen bis die Schrumpfspannungen weg (bzw. fast weg) sind. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn es im Holz so gut wie keine Feuchtigkeitsunterschiede mehr zwischen Innen und Außen gibt. Da die natürliche Holztrocknung ziemlich lange (Jahre) dauert, würde ich von einem "Füllen" der Risse grundsätzlich abraten - es ist nämlich damit zu rechnen, dass die gefüllten Risse wieder aufreißen.

    Wenn du trotzdem reparieren willst - Sägemehl würde ich auf keinen Fall nehmen - statt dessen würde ich Holzkitt nehmen (gibts in verschiedenen Farbtönen). Große Risse würde ich damit aber auch nicht reparieren.

    Besser als Sägemehl und Holzkitt sind Abfallstücke aus dem selben Holz. Die kann man in der Form anpassen und in die Risse einkleben. Wenn man das gut macht (und dabei auf die Holzfarbe, das Muster und den Faserverlauf usw. achtet), sieht man hinterher kaum noch was vom Riss - vorausgesetzt, der Riss "arbeitet" nicht mehr.

    Wenn am Ende Farbe drauf kommt, sieht man die Reparatur ja ohnehin nicht mehr. Dann spielt die Optik der Reparatur keine Rolle. Aber auch hier gilt: das Holz muss trocken sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Berkow,

    dein 1 m breites Riesenrelief ist schön geworden. Es macht einen richtig guten Eindruck. Der Farbunterschied im Holz der beiden verleimten Bretter würde mich allerdings auch stören. Er wirkt sich doch ziemlich dominant auf das ganze Bild aus. Wenn sich das mit ein wenig Farbe überdecken lässt - wenn das gelingt - wird das Relief dadurch optisch bestimmt noch weiter aufgewertet.

    Unabhängig davon würde ich vorschlagen, einige der Baumstämme an ihren Stirnseiten noch stärker abzurunden. Sie haben nämlich eher die Form eines Sechsecks als die eines Kreises. Dadurch sehen sie so aus als hätten sie dem Druck der Spannkette durch Verformung ihres Querschnittes nachgegeben. Dieser Eindruck dürfte sich aber mit einigen wenigen Schnitten vor dem Anmalen noch problemlos korrigieren lassen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo liebe Hobbyschnitzer,

    beim Schnitzen eines Löffels aus einer vom Wind abgebrochenen, halb vergammelten Ahorn-Astgabel kamen am Löffelstiel zwei kleine Astaugen zum Vorschein. Die haben mich dankbar angeschaut, weil ich gerade dabei war, diesem vom Pilz bereits befallenen (= gestockten) Stück Holz ein "zweites Leben" zu geben. So kam ich auf die Idee, der Freude, die dieser Löffel mit sich brachte, ein wenig nachzuhelfen und habe seine beiden Augen in einen lustigen Smiley verwandelt:

    Hier sieht man, an welcher Stelle der Astgabel der Löffel sich versteckt hatte:

    Hier noch ein Foto aus dem Werdegang:

    Kleine Löffelgalerie. Von oben nach unten: kleiner Löffel in Ahorn (mit Dreiecken), Löffel in Buche (mit Schrift), großer Löffel in Buche (teilweise gestockt), lustiger Löffel in Ahorn (gestockt).

    Ist doch lustig, oder? Hat auf jeden Fall Spass gemacht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Christian,

    danke für die Antwort. Dann ist also auch das Relief "kein Raum in der Herberge" in Lindenholz geschnitzt. Dafür hast du ein Herzbrett (bzw. ein Kernbrett) gewählt. Es hat stehende Jahresringe und erklärt vielleicht die verblüffende Ähnlichkeit mit einem Kernbrett aus Fichte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Christian,

    das Relief "kein Raum in der Herberge" wirkt in der Tat stark (deutlich stärker als der "Besuch der Könige" und die "Verkündigung an die Hirten"). Die starke Wirkung wird allerdings unterschiedlich empfunden: Berkow ist vom starken Strukturverlauf irritiert, während 2fast die starke Wirkung der vertikal verlaufenden Maserung als sehr gelungen bewertet.

    Beide Reaktionen kann ich gut nachvollziehen. Die Ursache der starken Wirkung dürfte meiner Meinung nach aber nicht allein in der vertikal verlaufenden Maserung liegen, sondern auch (wahrscheinlich sogar hauptsächlich) in der Holzart.

    Aufgrund der Fotos vermute ich nämlich, dass das erste Relief in Fichte (mit vertikalem Faserverlauf) und die beiden anderen Reliefs in Linde (mit horizontalem Faserverlauf) geschnitzt wurde. Kann das sein?

    Sollte es tatsächlich Fichte sein, dann kann ich mir vorstellen, wie du bei diesem Relief mit Messer und Material besonders intensiv gekämpft hast, denn dann kann man die Gesichter und die Schrift usw. kaum sauberer schnitzen als du es hier gezeigt hast. Der Grund: Das helle Fichtenholz (das Frühholz) ist teilweise so butterweich, dass die Fasern sich nicht schneiden lassen und stattdessen vom Messer zusammengedrückt werden. Die dunklen Fasern (das Spätholz) sind dagegen so hart, dass man sie nur mit ordentlich Kraft durchtrennen kann. Glatte Schnitte als Folge einer kontrollierten Messerführung mit gleichbleibender Schnittgeschwindigkeit sind bei Fichte deshalb nur sehr schwer möglich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Flugga,

    drei Waschbären im Kirschbaum - das ist eine schöne Idee, die du sauber in ein halbiertes Stammstück geschnitzt hast. Hierzu habe ich einige Fragen:

    Wie lang ist das Stammstück? Welchen Durchmesser hatte der Stamm? Womit hast du das Ganze geölt? Du hast es nach dem Bemalen der Figuren wohl komplett bepinselt oder gar ins Öl eingetaucht, sodass die Rinde auch noch richtig glänzend geworden ist.

    Gruß

    Bernd

    p.s. wandern im Alpstein, Skifahren am Chäserrugg und Pilze sammeln im Wald mache ich auch sehr gerne.

    Hallo Brush,

    ja, zwischen den Ohren wird es knifflig. Der Span fällt nicht. Er bleibt stehen, wenn man nur von oben nach unten schnitzt. Das dürfte bei beiden Ohren, vor allem aber bei dem rechten Ohr (aus Sicht des Hasen) zutreffen. Der Grund ist der Verlauf der Holzfasern. Die führen das Messer seitlich ins Ohr rein - was man eigentlich nicht will. Der Span wird dadurch zum Kopf des Hasen hin nicht dünner, sondern dicker und ist fest mit der Schädeldecke verwachsen.

    Abhilfe schafft in diesem Fall eine geänderte Messerführung. Statt von oben nach unten muss jetzt von unten nach oben geschnitten werden. Das geht aber nur bedingt, weil man das Messer in dieser Richtung nicht gut ansetzen kann. Mit der Spitze des Rosenmessers geht es aber. Von dem Span lassen sich kleine Schnipsel von unten nach oben wegschneiden. Das kann man von vorne und von hinten machen - und so lange wiederholen bis man den Span (die Späne) raus hat.

    (Das Schneiden im Zwischenraum von unten nach oben geht allerdings etwas leichter von der Hand, wenn man den Span vorher von oben nach unten mehrfach spaltet. Dazu muss man das Rosenmesser zwischen den Ohren mal von links und mal von rechts ansetzen und nach unten drücken. Dadurch wird der Span in vertikale Zacken geteilt, die von der Spitze des Rosenmessers - von unten nach oben - leichter entfernt werden können)

    Es gibt winzig kleine Schnitzeisen, mit denen man das Ausräumen des Zwischenraumes noch besser machen kann - aber es geht auch mit einem Rosenmesser (und ggf. anschließendem Einsatz von Schleifpapier zum Säubern des Zwischenraumes).

    Wenn gar nichts mehr geht, könnte evtl. auch eine feine Laubsäge Abhilfe schaffen - obwohl ein solches Werkzeug für manch einen routinierten Schnitzer überhaupt nicht in Frage käme...

    Probier's mal aus.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Brush,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Man schaue und staune! Die erste Schnitzerei ist ein Gesicht in Birke! Gesichter gehören in der Regel zu den Objekten, die - vor allem dann, wenn sie lebensecht aussehen sollen - am schwierigsten zu schnitzen sind. Alle Achtung! Das hast du sehr gut hingekriegt.

    Hast du hier in Grünholz geschnitzt - oder war die Birke schon trocken?

    Warum hat der Mann Blätter vor dem Mund?

    Noch eine Frage an den Maler: Wie und womit hast du die Blätter gefärbt?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Wolfi,

    dein geschnitztes Joch ist ein schönes Stück Deko zum Aufhängen mit einer harmonischen Gesamtwirkung: die Proportionen stimmen. In den Details gibt es noch Verbesserungspotential.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Wolfi,

    Danke für's Zeigen. Ich wusste noch gar nicht, dass die Ostereier im Schwarzwald wie Hinkelsteine aussehen und Hüte tragen. Vielleicht ist das aber auch eine Schwarzwälder Maske, in diesem Fall aber keine hässliche, sondern eine schöne Maske. So genau kann man das ja nie wissen, oder? 😉 😊

    Deine Osterhasen sehen aus als hätten sie den größten Osterstress schon hinter sich. Die haben wohl schon so viele Kilometer zurückgelegt, dass der Eine total abgemagert ist, und dem Anderen die Pfoten weh tun...

    Nun ja, gestresste Osterhasen weisen in der Tat darauf hin: Ostern kann kommen.

    Weiter so!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sebastian,

    welches Holz hast du denn da genommen? Sieht nach Kiefer aus. Stimmt das, oder ist es doch ein anderes Holz?

    Mit Nadelholz (Fichte oder Kiefer) würde ich jedenfalls nicht anfangen. Es eignet sich nicht so gut zum Schnitzen.

    Meine Empfehlung (zumindest für den Anfang) wäre Lindenholz oder Zirbenholz. Damit wirst du wesentlich besser zurechtkommen. Probier's mal aus. Du wirst ziemlich schnell einen signifikanten Unterschied entdecken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Wolfi,

    eine schöne Idee, eine Kuhglocke zu schnitzen und dann auch noch ein Uhrwerk einzubauen. Sieht dekorativ aus. Die Zeiger scheinen mir allerdings ein wenig zu lang zu sein. Hast du die extra so lang haben wollen?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Manfred,

    herzlich willkommen hier im Forum der Hobby-Schnitzer! Deine Laubsägearbeiten sind ja schon mal wirklich beeindruckend, zumal du sie tatsächlich nicht im Stapel mit einer Dekupiersäge (z.B. Hegner), sondern jedes Stück einzeln mit einer klassischen Laubsäge von Hand gesägt hast. Alle Achtung!

    Nun interessierst du dich auch noch für's Schnitzen. Gut so. Hast du schon damit angefangen? Oder möchtest du dich erst mal nur "theoretisch" damit beschäftigen und danach erst entscheiden, wie und mit was du anfängst?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Christian,

    auch wenn du mit einigen Details nicht ganz zufrieden bist - insgesamt hast du drei sehr schöne Reliefs geschnitzt. Diese Idee und ihre Umsetzung gefällt mir ausgesprochen gut.

    Über dem rechten Relief wäre noch Platz für die Worte aus Lukas 2,11: "Euch ist heute ein Retter geboren". Das war ja die gute Nachricht, die der Engel den Hirten verkündigte. Dann hättest du links und rechts je ein Relief mit einem Bibelwort.

    Gruß

    Bernd

    Hier noch ein Foto von einem deutlich helleren, einem braunen Holzfehler (in Ahorn, gestockt), der sich meiner Meinung nach auch gut für Schnitz-Anfänger eignet, da er mit nur wenigen einfachen Schnitten wirkungsvoll beschnitzt werden kann.

    Eine Beurteilung darüber, ob sich derartige Holzfehler durch eine Bohrung und ein einfaches Beschnitzen in einen schönen Deko-Gegenstand verwandeln lassen oder nicht, überlasse ich gerne dem Geschmack des Betrachters.

    Gruß

    Bernd

    Hallo liebe Hobby-Schnitzer,

    jeder von euch hat es wahrscheinlich schon mal erlebt: Holzfehler, die man von außen nicht sieht, kommen plötzlich ans Tageslicht. Manche sind derart groß, dass ein Weiterschnitzen keinen Sinn mehr ergibt. Die Folge: das Stück Holz landet im Ofen.

    Manches davon lässt sich aber doch noch gebrauchen. Hier ein Beispiel: das auf den Fotos dargestellte Stück Lindenholz zeigt einen Rindeneinschluss, der so groß ist, dass man mehr als die Hälfte davon wegschneiden müsste. Der Rest wäre nur noch für kleinste Minifiguren geeignet. Die lassen sich aber auch - wenn man so kleine Sachen mag - aus Abfallstückchen schnitzen, die beim Arbeiten mit Holz ohnehin massenweise anfallen. Also: Weg damit? Im Prinzip ja, aber der Rindeneinschluss sieht gefällig aus. Vielleicht lässt sich ja doch noch was draus machen.

    Beim Betrachten dieses Stücks kam ich auf die Idee, von der Stirnseite her ein Loch ins Holz (bzw. durch den Rindeneinschluss) zu bohren und ein leeres Joghurtfläschchen reinzustecken. Dann wurde aber doch noch geschnitzt, und zwar die Schnittflächen rings herum, damit es schön glänzende Oberflächen gibt. Das Ganze wurde im Anschluss mit Leinöl behandelt. Das schützt die Oberflächen und feuert die Maserung an - was in diesem Fall ausdrücklich erwünscht ist.

    Es ist eine dekorative Arbeit, die ganz leicht zu schnitzen geht - für Anfänger bestens geeignet. Sowas ist eine gute Gelegenheit, den Umgang mit einem Flacheisen (z.B. Stich 3) zu trainieren. Dabei kann eigentlich nichts schiefgehen. Erfolg ist garantiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Heike,

    Das erste Teil ist ein Grundhobel, das Zweite ein Falzhobel. Beide Werkzeuge sind uralt und in dem Zustand (ohne Aufarbeitung) nicht zu gebrauchen. Der Falzhobel ist von den kleinen Holzwürmchen schon derart "durchgefressen", dass man ihn möglicherweise kaum noch renovieren kann.

    Hat der Schreiner das nicht gewusst?

    Gruß

    Bernd