Hallo Dieter,
sieht gut aus. Ein Unikat.
Gruß
Bernd
Hallo Dieter,
sieht gut aus. Ein Unikat.
Gruß
Bernd
Hallo Phlynx,
meine Empfehlung wäre, erst mal mit dem Kerbschnitzen anzufangen. Man sollte schon in der Lage sein, mit einem Kerbschnitzmesser schöne Kerben in ein Brett zu schneiden. Das würde ich als Erstes mal üben. Saubere Kerben zu schneiden, ist am Anfang nämlich schon schwierig genug. Wenn das klappt, kannst du aus diesen Kerben einige Muster anlegen - und hast bereits einen gut aussehenden Schnitzerfolg - was ja gerade am Anfang besonders wichtig ist.
Das dreidimensionale Schnitzen, also das Schnitzen von Figuren, würde ich erst im zweiten Schritt angehen. Dafür sind einfache, kleine Tierfiguren sicher geeignet.
Das Schnitzen von Schalen ist dagegen deutlich aufwändiger. Es erfordert auch einen etwas größeren Bestand an verschiedenen Schnitzeisen. Damit kannst du immer noch anfangen, nachdem du die ersten Hürden im Umgang mit Messer und Material erfolgreich überwunden hast.
Gruß
Bernd
Hallo Freizeitschnitzer,
vielen Dank für dein dickes Lob! Mir gefällt diese Schale auch. Wenn ich sie allerdings genau betrachte, sehe ich hier und da noch Verbesserungsbedarf, wobei das Niveau der Selbstkritik bei mir allerdings auch mit jeder neu geschnitzten Schale gestiegen ist ...
Gruß
Bernd
Hallo Philipp,
willkommen hier im Forum. Hier wird allerdings mehr geschnitzt als geschreinert. Hobeleisen werden hier auch nicht geschärft. Stechbeitel dagegen schon. Die werden bei Bildhauern allerdings Balleisen genannt (Stich 1).
Für deine Fragen empfehle ich dir ein klassisches Holzwerkerforum, z.b. http://www.woodworking.de. Dort sind auch sehr nette Holzwerker, die gerne antworten. In diesem Forum findest du auch Schärfanleitungen für Hobeleisen usw. Die werden dort auf sogenannten Banksteinen geschärft. Dort wirst du das dafür nötige Expertenwissen garantiert finden. Viel Erfolg!
Gruß
Bernd
"Lindenholz hat kaum Spiegel". Keine Ahnung, was das heißt. Diese Formulierung habe ich noch nie gehört. Ich vermute, es soll sagen, dass Lindenholz eine zurückhaltende Maserung hat. Bei geschnitzten Figuren kann eine starke Maserung des Holzes störend wirken. Auch ein Grund, der für die Wahl von Lindenholz spricht.
Gruß
Bernd
Hallo Phlynx,
schön gedrechselte Schalen sind natürlich auch immer ein Hingucker. Sie sind allerdings immer rund. Geschnitzte Schalen sind dagegen an keine geometrische Form gebunden. Für's Drechseln brauchst du nicht nur Drechseleisen, sondern auch eine Drechselbank und ein hochwertiges Einspannfutter, das die Schale beim Drechseln sicher festhält. Da kommt schnell eine ziemlich hohe Investition zusammen, die man erst mal auf den Tisch legen muss, bevor es überhaupt losgeht.
Beim Schnitzen ist der Anfang allerdings schon mit wenigen "Euronen" gemacht. Trotzdem muss auch hier auf Qualität geachtet werden. Billiges NoName-Schnitzwerkzeug zu kaufen ist nämlich immer eine Fehlinvestition und daher keine gute Idee. Es ist besser, das Schnitzen mit nur einem, zwei oder drei guten Marken-Schnitzeisen zu beginnen und nach und nach weitere Eisen anzuschaffen. Die gibt's ja alle einzeln zu kaufen, z.B. hier:
https://www.schnitzerbedarf.de.
Wenn du beispielsweise erst mal nur mit Kerbschnitzmustern beginnst, benötigst du für den Anfang eigentlich nur ein Lindenholzbrettchen, Bleistift, Lineal und ein gutes Kerbschnitzmesser:
https://www.schnitzerbedarf.de/werkzeuge/schn…i?number=SM5105
Damit kann man schon eine Menge machen. Allerdings wird dir das Thema "Schärfen" auch über kurz oder lang über den Weg laufen, d.h. du solltest dir auch eine günstige Schärfmöglichkeit für das Messer zulegen. Gibt's auch beim Schnitzerbedarf Spangler.
Gruß
Bernd
Hallo Phlynx,
du solltest dir ein Stück trockenes Lindenholz kaufen. Es ist zum Schnitzen am besten geeignet, und für Anfänger auf jeden Fall zu empfehlen.
Was da auf dem Foto zu sehen ist, könnte möglicherweise eine Konifere/Zypresse gewesen sein (genauer dürfte sich das vom Betrachten dieses einen Bildes wohl kaum bestimmen lassen). Nicht so leicht, daraus ein Holzmännchen zu schnitzen. Da kann schnell Frust hochkommen. Deshalb: mit Lindenholz anfangen. Das lässt sich mit scharfen Messern schön glatt schneiden und wird dir weniger Schwierigkeiten bereiten als ein Holz, dessen Jahresringe im Winter hart und im Sommer weich wachsen. Das kann zwar auch geschnitzt werden, ist aber nur was für Fortgeschrittene (die allerdings auch lieber zu Lindenholz greifen).
Gruß
Bernd
Hallo Phlynx,
herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass dich das Forum an alte Wünsche erinnert. Sich das Schnitzen vorzustellen, reicht aber nicht aus. Man muss damit anfangen. Sonst wird nichts draus.
Gruß
Bernd
Hallo Berkow,
Vielen Dank für's Kompliment!
Ja, Grünholz "arbeitet" ziemlich stark, aber wenn es trocken ist, ist es ja kein Grünholz mehr. Beim Trocknen können klaffende Risse entstehen, danach aber nicht mehr. Es kann passieren, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Schalenrohling beim Trocknen reißt. Wenn es passiert, hat man einen unübersehbaren Riss im Holz, und der Rohling wandert auf den Brennholzstapel. Bis jetzt habe ich beim Grünholz-Schalenschnitzen aber noch nie einen Riss gehabt. Wenn die Grünholz-Rohlinge richtig vorbereitet und schonend getrocknet werden, dann sollten sie den Trocknungsprozess eigentlich ohne Riss durchstehen.
Wie das Vorbereiten geht, habe ich am 20.12.2022 hier schon mal beschrieben.
Gruß
Bernd
Hallo liebe Hobbyschnitzer,
der letzte der drei Schalenrohlinge, die ich vor Monaten aus einem Stück frisch gefälltem Kirschbaum (also aus Grünholz) vorgearbeitet hatte, war zwar schon lange trocken, ist aber erst jetzt in eine fertige Schale verwandelt worden.
Das Innere der Schale habe ich dieses Mal nicht unregelmäßig "wild" geschnitzt, sondern mit einem regelmäßigen Muster versehen. Das an eine Muschelschale erinnernde Muster entsteht, wenn man ein Hohleisen (in meinem Fall war es ein 16 mm breiter Stich 7) wiederholt vom Rand runter spitz zulaufend bis zum Boden der Schale führt. Bei dieser Schale gab es zum Glück kein Astauge, das den Blick des Betrachters an sich gezogen hätte. Diese Aufgabe sollte deshalb im vorliegenden Fall das geschnitzte Muschel-Muster übernehmen.
Die Schale kommt etwas flacher daher als die beiden anderen, hier und hier bereits gezeigten Schalen. Sie hat außen einen breiteren Rand, auf dem ein Kerbschnitzmuster mit gleichmäßig verteilten und gleichmäßig kleiner werdenden Dreiecken Platz gefunden hat.
Das Schnitzen von Kirschbaum ist anstrengend, man kann dabei ganz schön ins Schwitzen kommen. Es hat aber Spaß und Appetit auf "mehr davon" gemacht.
Gruß
Bernd
Hier nun die Bilder, die ja bekanntlich mehr als Worte sagen:
Hallo Dieter,
die Panzerungen von Schildkröte und Krokodil sind nach meinem Geschmack besonders schön geworden. Sie wirken sehr authentisch. Dem Krokodil hat offensichtlich auch schon ein Rivale in den Schwanz gebissen, was bei dieser Art durchaus mal vorkommen kann ... 😲👍
Weiter so!
Gruß
Bernd
Hallo Mike,
eigene Bilder vom Aushöhlen mit meinem Dechsel habe ich leider nicht, aber es gibt einen kleinen Film, wo David Fisher sehr professionell zeigt, wie's gemacht wird:
Der Wurzelmann dürfte mit handelsüblichen Schnitzeisen geschnitzt worden sein. Kaufen kann man die u.a. hier:
Legacy Products – Jerry-Rig USA:
Gruß
Bernd
Hallo Mike,
über einen Suchauftrag bei Kleinanzeigen habe ich einen wenig gebrauchten schwedischen Einhanddechsel (Markenprodukt) für etwa die Hälfte des Neupreises gefunden. Mit diesem Dechsel bin ich sehr zufrieden. Ich benutze ihn u.a. zum groben Aushöhlen von Schalen (was allerdings mit kräftigen Bildhauereisen und Klüpfel auch geht). Der Dechsel hat gegenüber dem Bildhauereisen den Vorteil, dass man das Holz nicht einspannen muss, da es von der freien Hand gehalten werden kann. Es gibt Leute, die kaufen sich sowas, benutzen es ein- oder zweimal und verkaufen dann wieder, weil ihnen der Umgang damit wegen fehlender Übung zu anstrengend ist.
Mit ein wenig Geduld wirst du im Gebrauchtwaren-Netz bestimmt fündig.
Gruß
Bernd
Hallo Mike,
Danke für die Info. Die Antwort auf meine zweite Frage lautet vermutlich auch "Ja", oder?
Gruß
Bernd
Hallo Mike,
Auch meinerseits ein herzliches Willkommen hier im Forum. Danke für die Bilder. Schöne Holzlaternen sind das. Hierzu hätte ich folgende Fragen:
1. Du hast brennende Kerzen da drin. Bei der ersten Laterne geht die Flamme von unten gegen die Holzdecke. Oder sieht das nur so aus? Brennt dann nicht irgendwann die Laterne selbst?
2. Hast du die Laternen mit der Kettensäge geschnitzt?
Gruß
Bernd
Herzlichen Dank an alle, die sich hierzu geäußert haben. Es freut mich, dass es euch gefällt. Ich würde mich auch freuen, wenn der eine oder andere diese Idee als Anregung zum Nachmachen nutzt.
Hier noch ein zweites Set (ebenfalls aus Kirschbaum, denn davon hab ich im Moment ziemlich viel Holz), mit einer geringfügig aufwändigeren Kerbschnitzvariante. Die "Gabel" des Salatbesteckes hat im vorliegenden Fall vier Zinken (statt zwei). Zwei Zinken (d.h. nur ein Einschnitt in der Mitte) gefällt mir persönlich besser. Hier sind es aber vier Zinken, weil das Holz einen Riß hatte, den ich erst beim Schnitzen der Laffe entdeckt habe. Daraufhin habe ich die Zinken so angeordnet, dass der Riss genau zwischen zwei Zinken zu liegen kam und damit komplett rausgeschnitten werden konnte.
Der Riß ist weg - und auch dieses Salatbesteck kann bei Gelegenheit im Bekanntenkreis verschenkt werden.
Die Schale hatte ich bereits in einem anderen Thread vorgestellt.
Gruß
Bernd
Hallo Berkow,
die grobe Form wird an der Bandsäge ausgesägt, etwa wie beim Anlegen einer Figur. Das machen viele Schnitzer ja auch mit der Bandsäge (sofern sie nicht komplett auf das Anlegen der Form verzichten und stattdessen einen vorgefrästen Rohling kaufen und diesen dann beschnitzen).
Außer der Bandsäge ist keine einzige Maschine zum Einsatz gekommen. Statt der Bandsäge (oder Stichsäge oder Dekupiersäge) könnte man auch eine Schnitzaxt nehmen. Das geht auch ganz gut - vor allem dann, wenn man draußen im Wald mit Grünholz schnitzt. Das Salatbesteck habe ich aber aus einem trockenen Brett in meiner Werkstatt grob ausgesägt und dann manuell geschnitzt.
Natürlich sieht es alles sehr glatt aus. Das soll es ja auch!
Die Schnitzspuren müssen dann allerdings mit Schleifpapier beseitigt werden, ein aufwändiger Vorgang, der etwa genau so lange dauert wie das Schnitzen der Löffelform, weil alles (außen und innen) von Hand mit verschiedenen Körnungen (80, 120, 180 und 240) nacheinander geschliffen werden muss. Nur so wird es richtig gut und glatt. Bei geschnitzten Löffeln möchte ich (von rustikalen Ausnahmen und/oder geschnitzten Verzierungen abgesehen) normalerweise immer glatte Oberflächen haben.
Es ist aber trotzdem alles handgeschnitzt. Kein Arbortech usw. Sowas habe ich nicht, will ich auch nicht haben, ist ungesund, macht viel zu viel Staub und verdreckt mir die komplette Werkstatt (mal abgesehen davon, dass man mit sowas überhaupt keine Kerbschnitzereien machen kann).
An welche Maschine dachtest du? Womit könnte man sowas machen? Okay, man könnte die Löffelform programmieren und mit CNC-gesteuerten Fräsköpfen etc. abfräsen. Diese Methode ist aber für Hobbyschnitzer wohl kaum anwendbar, weil sie a) für Einzelstücke viel zu aufwändig und b) überhaupt viel zu teuer ist.
Gruß
Bernd
Hallo Harry,
ich empfehle dir, die Schnitzeisen hier zu kaufen:
Das sind Qualitätseisen. Die brauchst du, auch und gerade weil du in Sachen Schnitzen noch ein Neuling bist. Bitte keine billigen No-Name-Eisen kaufen. Letztere sind zu weich, halten die Schärfe nicht und sind zum Schnitzen nicht hinreichend geeignet.
Für einen erfolgreichen Anfang reicht aber auch schon ein normales Kerbschnitzmesser, z.B. das hier:
Gruß
Bernd
Hallo Harry,
herzlich willkommen hier im Forum und viel Erfolg beim Stöbern auf dieser Website. Hier gibt es jede Menge Anregungen.
Fragen, egal ob dumm oder schlau, dürfen hier selbstverständlich auch gestellt werden.
Gruß
Bernd
Hallo liebe Hobbyschnitzer,
selbst gemachte Geschenke erfahren in der Regel eine höhere Wertschätzung als irgend ein schnell gekauftes Ding. Als Mitbringsel zu einer Geburtstagsfeier habe ich deshalb ein Salatbesteck aus Kirschbaum geschnitzt. Es ist kein beeindruckendes Relief, auch keine filigran geschnitzte Figur für die Vitrine, sondern nur ein schlichter Gebrauchsgegenstand, der allerdings in einer Salatschüssel auf dem Esstisch durchaus eine ebenso gute Figur machen könnte. Es muss ja auch nicht immer Tafelsilber sein ...
Gruß
Bernd