Beiträge von Maechler

    Danke für die aufmunternden Kommentare!

    Auch beim Verputzen von Rohlingen kann ich richtig Zeit verbringen.

    Die Rohlingsarbeiten sind aus Lindenholz.

    Habe als Schutz eine Mischung aus Terpentinöl und hellem Bienenwachs aufgetragen, so ist die Linde ziemlich hell geblieben und passt vom Farbton gut zu den Ahorn-Figuren.

    …so sagt man bei mir im Allgäu gern zur Begrüßung.

    Ich bin jetzt so Mitte 50 und seit vielen Jahren „Bürogeher“.

    Als Kind hab ich gern geschnitzt (wie der Michel aus Löneberga) und mit ursprünglich gelernter Schreinerarbeit später auch mal in einem Schnitzerladen was dazu verdient, aber leider nichts Wesentliches in Sachen Schnitzen dazu gelernt.

    Ich bin also absoluter Laie, trotzdem hat mich das winterliche Schnitzerfieber zur Entspannung vor einem Jahr wieder gepackt. Mir ist schon klar, dass ich es nicht weit bringen werde, wenn ich da nicht das ganze Jahr über dranbleibe.

    Was mir immer schon gefallen hat, das ist der geschnitzte Alpaufzug. Das gibt es in der Schweiz und ich hab sowas auch im Zillertal gesehen. In erster Linie Kühe und andere Tiere mit Hirten, etwa in der Grösse bis 15 cm. Mal sehen, ob ich sowas irgendwann hinbekomme. Erstmal hab ich grad eine Krippe zu ergänzen.

    Im Forum habe ich mich angemeldet, weil es hier viel Expertise und Anregungen gibt. Vielleicht kann ich ja zumindest Anregungen oder Holzerfahrung beisteuern und ich freu mich auf eure Kritik und Hinweise.

    Viele Grüße

    Mächler

    Unbedingt gleich mit dazu Leder und Abziehpaste! - z.B. BeaverCraft LS2P11 (kostet gerade mal 11,- Euro) und ist echt wichtig - Auch neue Eisen schneiden deutlich besser, wenn man gleich abzieht. Zum Abziehen gibt’s viele Anleitungen im www.

    Alternative Geschenkidee zu Weihnachten: Moramesser, Rosenmesser, Holz, Schnittschuzhandschuhe und Pflaster, dazu Abziehleder, Abzieh-/Polierpaste, Öl (Lederöl, Nähmaschinenöl in kleiner Menge zur Vorbereitung des Leders) . Das ist ja schon mal eine ganze Menge!

    Weil: mit den geraden Klingen kann sie das Abziehen gut üben und die Linolmesser vielleicht sogar wieder etwas verbessern. Außerdem kann sie den Werkstoff Holz kennenlernen, Faserrichtung und so.

    Die Bildhauereisen dann im Januar zum Geburtstag, dazu evtl. noch eins mit gerader einseitiger Schneide, damit lassen sich dann senkrechte/plane Schnitte besser machen. (und jederzeit schenken: Interesse, Zeit und Aufmerksamkeit ;) )

    P.S.: Die Knubbeleisen sind gut, wenn man das Werkstück mit der Hand hält oder bei beengten Verhältnissen. Ich find die längeren Griffe und Stähle aber besser zu führen.

    Es gibt noch ein Video bei Youtube "Springerle schnitzen Illerbeuren", da verwendet er nur wenige Eisen. ;)

    Hallo Martin,

    das Thema Schärfen ist echt entscheidend! Scharfes Werkzeug macht den Unterschied zwischen Frust und Freude.

    Man kann auch mit mittelmäßigem Werkzeug vieles machen, solange es scharf ist. Umgekehrt wird das beste Werkzeug als "schlecht" empfunden, wenn es stumpf ist.

    Es könnte also sein, daß dem vorhandenen Linolschnittwerkzeug erstmal vor allem die Schärfe fehlt und darum als "schlecht" empfunden wird.

    Übrigens schärfen auch hier der Thomas Spangler oder "Mr. Schnitz" Schitzwerkzeug nach. Da könntet ihr mal nachfragen, ob sich das für das vorhandene Werkzeug lohnt. Die Bezeichnung/Hersteller wären sicher wichtig.

    Für härteres Material als Linol, z.B. Obstbaumholz braucht es dann aber schon auch guten Stahl, sonst muss man alle paar Schnitte nachschärfen/abziehen. Drum mit lieber mit Linde anfangen.

    Schärfen ist Wissenschaft und auch reichlich Philosophie.

    Mir reicht eine gute "Gebrauchsschärfe" und ich hab das folgende auch für Hobelmesser, Stemmeise, Küchenmesser, Hobbyskalpel, Taschenmesser usw. im Einsatz. Weil ich kein Öl in der Nähe von Holz will, hab ich beschlossen, komplett auf Wasser zu setzen.

    Zum Schärfen benutze ich:

    Diamantwendeplatte 400/1000 (mit Wasser oder Glasreiniger)

    zum Grat entfernen, Abziehen und Polieren:

    (Natur-)Lederriemen mit Juwelierkreide, gute Polierpaste geht sicher auch

    zum Abziehen von Formeisen:

    Holzstücke mit Polierpaste

    Diamantplatte deshalb, weil man die nicht "abrichten" muss. (Bei Schleifsteinen bildet sich mit der Zeit eine Mulde, die man dann z.B. mit einem Abrichtblock wieder rausarbeiten muss).
    Hochgelobt sind solche von der Firma DMT, leider teuer. Meine Wendeplatte hat mit Halter ca. 30 Euro gekostet. Kann sein, daß ich Glück hatte, aber ich bin voll zufrieden.

    Mit der 400 Körnung bekomme ich leichte Scharten aus der Schneide, dann 1000.

    (bei den Körnungen gibt es übrigens einen Unterschied zwischen Japanisch und sonstige)

    Körnung 1000 nehme ich, wenn Abziehen auf dem Leder nicht mehr reicht.

    Dann geht es darum, den "Grat" abzuziehen und zu polieren.

    Das "Polieren" mache ich eigentlich ständig nebenbei und erhalte damit die Schärfe aufrecht.

    Ich habe seltenst das Gefühl, daß ich Schnitzmesser wirklich schleifen muss.

    Vielleicht mal, wenn ich die draußen im Einsatz hatte, Dreck im Spiel war oder richtig hartes Holz bearbeitet wurde.

    Das Leder passt sich ein wenig der gekrümmten Schneidenform an.

    Für starke Krümmungen oder Innenseiten schneide ich die Profile mit dem Eisen und präpariere es mit der Schleifpaste.

    Gut funktioniert auch eine Lederscheibe mit Polierpaste auf einem Dremel, aber vorsichtig.

    Alles was mit Polieren zu tun hat wird mit zunehmendem Gebrauch besser.

    Ich hänge mal ein Bild von dem an, was ich konkret verwende.

    Voll spannend das Thema, weil ich mir selber nochmal klar mache, was und warum ich die Dinge so mache.

    Schönen Adventssonntag

    Mächler

    Jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu:

    Gute Entscheidung, eine Marke wie Stubai, Pfeil oder Kirschen zu nehmen!

    Mit scharfen Holzeisen geht auch Linolschnitt.

    Bei härterem Holz als Linde (also z.B. Birne, Ahorn) kann es sein, dass man die Schneide leicht anpassen sollte, Stichwort Mikrofase. Dann bleibt es länger scharf.

    Bei den Sets ist für meine Begriffe immer was dabei, was ich garantiert nicht brauche. Hübscher ist es natürlich schon, wenn es einheitlich aussieht.

    Speziell für Springerle würde ich schmale Schneiden wählen, ist auch für Linolschnitt brauchbar:

    6mm Stich 1 für Flächen

    4mm Gaisfuss mit V-Schneide für Kerben

    8mm Stich 8 für runde Vertiefungen

    4mm Sich 11 für schmale runde Vertiefungen

    Liegen jeweils um 20 Euro.

    Ich finde die Kompaktform einen guten Mittelweg, größer geht auch, weil man Springerle besser irgendwie ein-/festspannen wird und das Eisen mit beiden Händen führt.

    Es kommen dann sicher spezielle Wünsche auf. Die nächste Ergänzung für die Feinheiten könnte sein:

    1-2mm Stich 11

    2mm Stich 1

    Stich 1 ist Balleisen/Stemmeisen mit gerader Schneide

    Stich 2-11 hat eine U förmige Schneide (höhere Ziffer = stärker gebogen)

    Gaisfuss hat eine V förmige Schneide

    Anbei ein Foto zum Größenvergleich, hoffe das hilft weiter.

    Edit: Die Idee mit dem Gutschein hat was, da sie vielleicht ja wirklich schon ähnliches Werkzeug hat.

    Hallo Martin,

    wenn deine Freundin Linolschnitt macht, könnte es sein, dass sie schon ein paar Messer/Eisen hat, die sie je nach Qualität und Schärfe erstmal verwenden kann. Da kann vergleichbares zum Stich 9/5mm dabei sein.

    Löffelmesser würde ich erstmal weglassen.

    Mora ist super,

    ich bin mit meinem mit 60mm Klingenlänge happy und wollte auch kein längeres. Hat im Baumarkt keine 20 Euro mit Scheide gekostet. Es ist stabil, vorgeschärft und vielseitig.

    Wenn Sie dir einen Streich gespielt hat, dann sperr sie damit in einen Schuppen und sie kann dir Figuren wie der „Michel aus Löneberga“ schnitzen. 😉

    Rosenmesser ist eine sinnvolle Ergänzung für Details.

    Dann würde ich den Schwerpunkt auf Schärfen und Holz legen.

    Lindenholz ist ideal. Da kommt sie auch mit gutem scharfen Linolwerkzeug noch klar. Schau, dass sie reichlich Holz bekommt.

    Eher Holz, YouTube und üben als ein Buch.

    Die Schärfe der Eisen ist entscheidend für den Spaß, nicht die Anzahl an Eisen.

    Zumindest abziehen muss sie lernen. Das muss man ständig.

    Ich benutze am liebsten Blankleder mit weißer Juwelierkreide.

    Von Beavercraft habe ich auch ein Leder mit grüner Paste. Da ist die Paste nicht so gut wie z. B. die von Veritas.

    Wenn sie Spaß dran hat, dann kann man jederzeit aufrüsten. Je nachdem was sie macht.

    Süß, aber vollkommen brauchbar sind die Microeisen von Kirschen. Die gibt es bei Dieter Schmid/Feine Werkzeuge. Kommen gut vorgeschärft, abziehen auf dem Leder ist aber trotzdem sinnvoll.

    Für anderes Holz als Linde sollte man aber das Eisen besser anpassen, darum besorg Lindenholz.

    Du kannst sicher auch den Thomas Spangler hier fragen, was für den Start sinnvoll ist.

    Weitere Ideen:

    Von Linden brechen beim Sturm auch mal Äste ab. Geht spazieren und haltet Ausschau, merkt euch die Bäume.

    Ermittle einen Schärfdienst in der Nähe. Die sind oft unscheinbar, richten z.B. Kettensägen, Kreissägeblätter oder auch Scheren usw., kommen aber sicher auch mit Schnitzmessern klar. Falls du im Telefonbuch keinen findest, weiß im Baumrkt evtl. jemand einen.

    Viel Text, mein Fazit: erstmal Mora, Rosenmesser, Lindenholz, Schnittschutzhandschuh und Pflaster ( mit Kindermotiven) .

    Abziehleder und gute Paste, Schärfdienst ermitteln und gemeinsam da hinfahren.

    Viel Text, hoffe es hilft dir/euch trotzdem weiter.

    Dann steuere ich auch mal zwei Vögelchen bei….

    Der rechte Handschmeichler entstand als Gesellschafter für den Linken aus Ton (Herkunft unbekannt).

    Der Spatz in der Mitte ist ein sogenanntes Springerle „Model“ aus Birnbaum.

    Zu dem Thema habe ich eben eine schöne Sendung in der SWR Mediathek/Youtube entdeckt, Titel „Handwerkskunst - Wie man ein Model schnitzt und Springerle backt“.

    Sehr passend zur Vorweihnachtszeit und vielleicht eine Anregung für neue Schnitzprojekte.