Was brauche ich (anfänger) für mein Projekt ?

  • Hallo erstmal,

    erstmal vorab, ich habe noch nie geschnitzt :)

    ich hab mir einnen gitarrenkorpus gekauft und will mir eine customgitarre bauen/schnitzen in ungefähr sowas:

    was für werkzeuge würde ich dafür benötigen?

    es sollte nachtürlich im Rahmen bleiben da ich nicht hunderte von euros ausgeben will/kann, habe schon mal gegoogelt und bin dann immer auf sets gestoßen die gleich mal 500 euro kosten oder mehr... das ist definitiv zu viel!

    taugt sowas etwas für meine bedürfnisse :

    http://cgi.ebay.de/NEU-SCHNITZGARNITUR-11-tlg-KIRSCHEN-SCHNITZMESSER_W0QQitemZ250464834862QQcmdZViewItemQQptZDE_Haus_Garten_Heimwerker_Handwerkzeug?hash=item3a50de152e&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=65%3A1|66%3A2|39%3A1|293%3A1|294%3A50

    http://cgi.ebay.de/Stecheisen-Stechbeitel-Beitel-Bildhauer-Holzbildhauer_W0QQitemZ250467890252QQcmdZViewItemQQptZLH_DefaultDomain_77?hash=item3a510cb44c&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=65%3A1|66%3A2|39%3A1|293%3A1|294%3A50

    http://cgi.ebay.de/STECHBEITEL-SCHNITZBEITEL-BEITEL-BILDHAUERBEITEL-MARU_W0QQitemZ220454653488QQcmdZViewItemQQptZDE_Haus_Garten_Heimwerker_Handwerkzeug?hash=item33541f0e30&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=65%3A1|66%3A2|39%3A1|293%3A1|294%3A50

    ich denke ich brauch ja eher die sogenannten "beitel" also die dinger die gerade oder halbrund sind zum grob formen und die messer für die feinheiten ?

    da ich vorhabe größere gerade/runde flächen abzutragen, gibt es da "große" beitel oder mach ich das mit in mühsamer arbeit mit sonem kleinen ^^ ?

    meine schmerzgrenze wäre bei 100 € ^^

    was brauche ich wirklich? runde oder gerade messer ? ich hab auch schon von kerbschnitzen gehört und das es noch was anderes gibt habe aber wie gesagt noch 0 ahnung von allem :P

    der korpus den ich gekauft habe ist aus relativ leichtem und auch nicht allzu hartem holz, ein bekannter meinte es wäre wahrscheinlich ein tropenholz.

    Einmal editiert, zuletzt von Antihero (20. Juli 2009 um 21:01)

  • hallo...ich wuerde das ganze mit nur 5 beiteln schnitzen... einen #8, zwei #5 und zwei #2. in etwa 12mm und 5mm... mehr braucht es nich, kostet bei pfeil weniger als 100 euro....messer sind voellig unbrauchbar fuer so ein projekt. sone gitarre it ja nicht unmaessig gross, also reichen 12mm beitel voellig. das ist nicht muehsam, sondern geht ganz fix...

  • Danke erstmal für die antwort die mich auch etwas erleichtert vom preis her :P


    kannst du deine antwort noch etwas erläutern wie gesagt ich bin ja hier auf absolutem neuland. habe zwar denke ich gute vorraussetzungen da ich schon allroundvorkenntnisse habe in allen möglichen handwerklichen dingen aber eben nicht beim schnitzen also für was steht zB : #8 ist das ne größe ?

    ich denke ich brauch aufjedenfall runde und gerade rein von der logik her ?

    kannst du mir eventuell mal hier so einen link posten von diesem pfeil-set von dem du sprichst ?

    und generell was meinst du ist das als anfänger möglich so etwas zu bewerkstelligen :D ?

    ps: für was braucht man die messer, also für welche arbeiten ?

    Einmal editiert, zuletzt von Antihero (20. Juli 2009 um 21:24)

  • ok... #8 bedeutet es ist ein eisen (=beitel) das stark gekrümmt ist, fast ein halbkreis. die mm zahl gibt an wie weit die beiden ecken auseinander sind. also ist ein #8, 12mm ein (fast) halbkreis mit ecken 12mm auseinander... #5 ist maessig gekruemmt, #2 ist fast gerade, aber eben nur fast. ganz gerade beitel (eheissen #1) haben (meiner meinung nach) das problem das die ecken zu leicht ins holz graben und dann muell produzieren. ich benutze sie nie, nichtmmal fuer ganz gerade fläcchen. da nehm ich immer ein #2.... der #8 ist fuer die groben vorarbeiten, dann wenn die formen so einigermassen erkennbar sind, wechsle ich zu den #5, und später zum glätten zu den #2... in meinem blog gibts viele projekte, da kannst du sehen wie ich allgemein vorgehe. ich schnitze klassisch, einige arbeiten anders, ich spreche nur fuer die klassische methode...

    das ist kein set das ich meine, in der tat ist mein #8 gar kein pfeil sondern ein antikes wekzeug, das ist egal solagne der stahl gut ist... du kannst pfeil werkzeuge einzeln kaufen. das wuerde ich sowieso anraten. sets enthalten soviel werkzeuge, die meisten davon wirst du nie benutzen. also, besser nur wenige kaufen, die dann aber alle gebraucht werden. dann kann das einzelne eben auch gute qualität sein. pfeil ist meiner meinung nach sehr gut. kirschen sind gut, lassen sich aber schlecht schaerfen. schaerfen musst du sowieso vorher (!) lernen, sonst frustirert dich schnitzen nur...stumpfe werkzeuge reissen das holz, das sieht haesslich aus, und stumpfe werkzeuge sind gefaehrlich, scharfe nicht ...

    nun, die gitarre die du zeigst ist nicht gerade ein anfängerstueck,,,aber, ich haette es auch als erstes probiert, wenn ich sie haben wollte. also, nur mut. und wenn du fragen hast sind wir ja hier dir zu helfen :) du koenntest ja einzelheiten, wie zb die skulls vorher an einem probestueck ueben wenn du unsicher bist wie du da vorgehen musst, dann ist de gefahr den korpus zu verderben gering. man kann auch beim schnitzen viele fehler wieder ausgleichen,,,

  • ok also dann meinst du wären praktisch

    8/12
    5/12
    5/5
    2/12
    2/5

    für sowas ausreichend wenn ich das richtig verstanden habe, das mit den ganz geraden beiteln hab ich auch schon nachgeforscht die reissen wohl auch recht leicht das holz aus wenn man nicht aufpasst und flach ins holz einsticht also die eher nicht ok...

    zeichnest du deine entwürfe direkt aufs holz ?


    und nicht falsch verstehen also ich will nicht "genau" sowas machen wie diese gitarre ist nur ein beispiel gewesen generell :D
    will eher etwas moderneres machen nicht ganz so figurenhaftes...

    will wahrscheinlich grafischer an die sache rangehen vom STIL her sowas:


    aber angepasst an die gitarrenform so ganz sicher bin ich mir noch nicht hab nur eine vorstellung im kopf aber noch kein konkretes bild, will aufjedenfall einen sehr dreidimensionalen look erzeugen und wie gesagt eher grafisch mit schönen schwüngen und geraden auf verschiedenen ebenen schwer zu erklären was man im kopf hatt :D

    und noch eine frage:

    was wäre ein geeignetes billiges material um zu üben ? will halt einfach mal gern wissen wie sich das anfühlt und verhält mit dem schnitzen das ich ein gefühl für die arbeit an sich bekomme bevor ich sofort auf meinen les paul korpus losgehe :D

    auf jedenfall schon mal ein danke für die infos bis jetzt, schön das man hier so gut unterstütz wird :D

  • ja, genau diese beitel meinte ich... bin aber ziemlich sicher, das andere dir andere vorschläge machen werden, denn jeder hat so seine "lieblinge"...aber, was ich dir vorgeschlagen habe ist ein gutes allround set...ich benutze das fast nur...

    ah, ich sehe, du bist noch dabei die idee zu entwickeln... sehr gut...da wuerde ich erst eine reihe zeichnungen machen, einfach so krickelig und klein aufs papier, bis ich das finde was mir genau im kopf rumschwebt. die idee wabert ja so im kopf rum, vom gefuehl her weiss man genau was man will, aber man kann nicht nach gefuehl schnitzen, also muss es erst genau (!) aufs papier... sobald ichs hab, wuerde ich eine reinzeichnung machen, genauso gross wie sie auf die gitarre soll. dann durchpausen direkt aufs holz. und dann anfangen zu schnitzen. natuerlich schneidest du dann linien weg, die zeichnest du dann einfach wieder hin,,, (wo ist das, in paris ?)

    ja zum ueben, wuerde ich lindenholz empfehlen, das ist das beste schnitzholz. es ist relativ weich, und die fasern sind nicht zu stoerrisch. fichte oder kiefer oder so aus dem baumarkt sind nix fuer ungeuebte, das sind schwierige hoelzer zum schnitzen...tropenholz sagst du, ich habe ein paar mal jelutong geschnitzt, ist ein tropenholz, das ist haerter als linde, aber ich mag es sehr gerne... zum ausprobieren der beitel wuerde ich trotzdem erstmal linde nehmen. du musst lernen das holz sich nicht in alle richtungen willig schneiden lösst, und wenn das holz zickig ist, wirds mist. also, must du das gefuehl fuer die richtige richtung entwickeln,,,entlang der faser nach unten, sozusagen, ist auch schwer in worte zu beschreiben, aber nach ein paar probeschnitte auf linde, in allen richtungen verstehst du was ich damit meine...in der richtigen richtung wird es toll

    nur mal so aus neugierde,,,wie dick ist denn das holz des korpus ?? und ist die gitarre schon zusammengebaut ? weil, zum schnitzen must du die teile ja auseinandernehmen...

  • wenn du mit paris und wo auf die bilder anspielst dann - keine ahnung :D der grafittikünstler heisst DAIM das kann ich dir sagen ^^

    wegen dem schleifen, ist das schwer? kann ich da viel kaputt machen? schleift man die per hand mit nem wasserschliff papier ? oder wie mach ich das?
    ich mein die müssten ja schon wenn ich sie neu kauf "ready-to-use" geschliffen sein aber während des arbeitens wird die schärfe ja sicher schnell nachlassen denk ich.

    Der Korpus ist etwa 40 dick. sieht ungefähr so aus:

    also der Korpus ist noch roh den hab ich mir eigentlich mal gekauft weil ich ihr nur bemalen wollte (darum ist er leider schon weiss grundiert) das habe ich mit meiner gitarre die ich jetzt spiele auch gemacht, abgeschmirgelt grundiert bemalt mit edding und dann wieder überlackiert mit klarlack ...

    das war mir jetzt aber zu langweilig darum wollt ich mal das mit dem schnitzen ausprobieren und wenn sie fertig ist wieder weiss grundieren und farbig noch akzente setzten um die 3dimensionalität zu unterstützen.

    mein letztes "werk" sah so aus:

    Einmal editiert, zuletzt von Antihero (21. Juli 2009 um 00:26)

  • nun, die werkzeuge werden schon nach relativ kurzem gebrauch stumpf, also muss man sofort lernen zu schleifen...und die sind zwar geschliffen wenn man sie kauft, aber gebrauchsfertig wuerde ich das nicht nennen... tatsächlich schleife ich meine gleich vor dem ersten gebrauch um, aber das wuerde ich dir fuer den anfang noch nicht raten. dazu musst du erst sicher koennen das werkzeug zum beispiel von einer scharte zu befreien, oder sauber nachzuschaerfen...wenn du soweit bist, erklär ich dir gerne wie, und warum, ich meine eisen umschleife...sie gehen auch so wie man sie kauft, aber man kann sie eben noch besser tunen...

    die meisten benutzen eine maschine zum schaerfen, aber mit 100 euro kriegst du wohl keine vernuenftige...macht nix, ich schaerfe auch nur per hand, das geht gut... ja, ich nehm dieses sandpapier, zum nachschaerfen brauchst du nur 1000 oder 1200, benutze es aber trocken, anderfalls werden die werkzeuge schnell rostig. und den grat der beim nachschärfen entsteht ziehst du auf einem leder ab, (sprich alter guertel) auf dem du eine feine polierpaste aufträgst. ich benutze eine diamantpaste, aber hab auch schon andere probiert, alles scheint zu funktieren. es geht sogar ohne paste, aber dauert mir zu lange ...oh, solange du keine scharte in die eisen bekommst brauchst du sie erstmal zum nachschaerfen nur auf besagtem leder abziehen....aber irgendwann wirds dadurch nicht mehr scharf, und dann musst du die kante auf dem sandpapier wieder herstellen...wenn der schaden gross ist, geht es auf 1000 sandpapier zu langsam, dann mach erst auf gröberem, zb erst 400, dann 600, dann 1000.

    wenn du mit hand schaerfts, kannst du nix kaputt machen. mit maschine koennen die werkzeuge ueberhitzen wenn mans falsch macht, und dann ist der stahl hin, und das werkzeug unbrauchbar. ich denke, als ich es uebte habe ich weniger als 1mm abgetragen, bis ichs hingekriegt hatte das werkzeug wirklich wieder scharf zu kriegen. also, mach dir keine sorgen, du lernst es bevor es ganz abgeschliffen ist...

    oh, noch ein wichtiger tip zum schnitzen : du musst die gitarre gut einspannen, damit sie nicht hin und her wackelt beim schnitzen. mit der hand festhalten ist nix, du brauchst beide haende am beitel... wenn du zb versuchst die gitarre im schoss zu halten und so zu schnitzen ist auch nix, das ist nicht stabil genug, es wackelt irgendwann doch, und dann rutscht der beitel ab, und dann kann man sich mit den dingern verletzen., mach sie irgendwie an einer werkbank, oder eben nur dem kuechentisch fest, dann ist das schnitzen absolut sicher, und du hast auch vole kontrolle beim schneiden.

    oh, klasse, ja 40 gibt dir gut holz zum schnitzen. war besorgt, das es sehr duenn ist, das waere fuer den anfang eine extra schwierigkeit gewesen... hat man denn mit so tollen gitarren ueberhaupt lust zu spielen, die sind ja fast zu schade da zu :) ach, die farbe, das macht nix, da schnitzt du einfach durch. das du die gitarre geschliffen hast, da musst du wissen, das wird deine werkzeuge schneller stumpf machen, da immer partikel vom sandpapier im holz bleiben,,, ist aber nicht weiter schlimm, sobald die erste duenne schicht holz weggeschitzt ist, ists wieder gut. du musst dich nur drauf einstellen oefter auf dem leder abzuziehen. ich hoffe du wirst uns einige schritte bei der arbeit an der gitarre zeigen, ich bin jedenfalls sehr gespannt drauf, ich mag diese grafiti und in 3 dimensional geschnitzt sieht das bestimmt toll aus...

  • Ja bin selber gespannt drauf :D

    muss mich erstmal nach werkzeug umschaun jetzt und dann mal die idee festigen auf papier also wird sicher noch ne weile dauern schieb das projekt jetzt eh schon so lang vor mir her :D

    ich werd aber wenn ich mal so weit bin denk schon mal ein bildchen machen, nur wie gesagt das dauert sicher noch ne weile, weisst ja " gut ding..." ;)

    jetzt hab ich schon mal die wichtigsten fragen für mich beantwortet dank dir ^^

    zwischendrin kommt sicher mal wieder ne frage also man schreibt sich !

    DANKE !

  • Hallo Antihero, ich begrüsse Dich auch im Forum. Du hast ja einiges vor, aber stell Dir bitte das Schnitzen nicht so einfach vor. Doris hat Dir ja schon viel Information gegeben und auch recht mit ihren Ratschlägen. Also mit 100 € kommt man da nicht allzuweit. Lass Dir von Thomas ein Angebot machen der ist ein fährer Verkäufr. Ich empfehle auch immer Literaur zum Schnitzen, da hat Thomas auch ein gutes BUch geschaffen. Ein Maschine für Anfänger zu Beitelschärfen kannst Du bei Ihm auch sehr preiswert und sehr zu empfehlen, erhalten. Du musst erst lernen mit Beiteln umzgehen und wie Doris schon sagt , lernen wie Holz auf das Messer reagiert. Fang klein an denn sonst verlierst Du sofort die Freude an diesem wunderbarem Hobby. Wie wärs mit einem Foto von Dir, nicht nur diese Schalterabdeckung ist mir zu unpersönlich! ? Wage mal ein Telefongeschräch mit Thomas . Grüsse,Charly.

    Arbeiten zu schaffen, die unser Leben überdauern und <br />anderen Menschen Freude bereiten - das macht meine Freude am Holzschnitzen und Bildermalen so groß !

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