Beiträge von Wolfgang

    Hallo Forumsfreunde!
    Danke für die vielschichtigen Informationen. Dass die Eisen scharf sein müssen egal ob nass oder nicht ist mir sowieso klar und da bemühe ich mich aus sehr.
    Ich wollt lediglich wissen wies mit dem Feuchtmachen von Linde ausschaut, weil bei der Zirbe ist das ja wieder ganz anders. Das mit dem Reissen stimmt mich nachdenklich. Mal sehen.

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Ich hab da mal ne Frage.
    Ich schnitze derzeit den Hl Josef 8x in der Große von 15cm weil ich 8 Enkelkinder habe. Die Figuren hab ich vor 2 Jahren beim Thomas gekauft.Entsprechend ausgetrocknet sind sie. Die vielen Faltenwürfe sind reine Sklavenarbeit. Und mein Josef hat in der Laterne kein Gitter sondern eine Kerze als Strafverschärfung. Nun was kann passieren, wenn ich diese Figuren vor dem Schnitzen nass mache so wie bei Zirbe? Ist´s dann leichter und kann ich die Figur auch mehrmals befeuchten weil ich ja nicht an einem Tag fertig werde? Bitte um Info weil ich hab erst 2 Josefs fertig und Weihnachten kommt verflucht rasch nahe.

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Hallo Frank!
    Zuerst herzlich Willkommen im Forum. Ich hab mich in der letzten Zeit etwas in Norddeutschland herumgetrieben und war deshalb nicht am Laufenden.
    Kannst Du uns verraten wie Du die die Bäumchen machst?

    Gruß aus Wien
    Wolfgang

    Hallo Aloys!
    Herzlich willkommen im Forum.
    Wenn Du sagst Du schnitzt so vor Dich hin und dein Schwergewicht sind Kaltblutpferde, so würd ich meinen zeig mal was Du schon gemacht hast, ich bin ein Fan von Friesen, und irgendwann möchte ich so ein Schwergewicht mit seinen Moonboats mal Schnitzen.

    Liebe Grüße aus Wien
    Wolfgang

    Hallo Freunde!
    Ein Freund von mir muß einen Pflaumenbaum, bei uns sagt man Zwetschkenbaum umhauen und ich kann Stücke davon haben. Hat von Euch schon mal jemand ein derartiges Holz beschnitzt? Wie ist die Maserung? Wie lässt es sich schnitzen? Und wie lange soll ich es abliegen lassen?

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Eure Sorgen möcht ich haben. Wozu habt ihr Google installiert, der Übersetzt Euch den ganzen Schmonzes.
    Es geht ganz einfach: Link kopieren, in einem neuen Fenster in die Suchleiste von Google eingeben, enventuell vorher noch das http herauslöschen wenns nicht funktioniert und dann auf
    "Diese Seite Übersetzen" anklicken und ab geht die Post.

    Gruß
    Wolfgang, - der aus Wien.

    Hallo Freunde!?

    Ich habe das beigefügte Kreuz mit Rosner Wachsbeize 118 zweimal grundiert und dann mit einer Mischung aus Rosner Wachsbeize 131 und Körnerbeize bemalt sowie schlußendlich mit Stahlwolle abgezogen. Das Resultat ist für mich unbefriedigend. Es ist mir ganz einfach zu dunkel.

    Weiß jemand von Euch, wie man die Wachsbeize antfernen kann ohne gleich nachschnitzen zu müssen?

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Hallo Armon!
    Das macht Dir eine Gravieranstalt oder eine Firma wo Du Brenneisen kaufen kannst. Das Logo in Reinzeichnung möglichst groß, scharf und schwarz mußt Du beistellen. Im Internet unter Gravieranstalt suchen. Hab gleich ein paar in der Schweiz gefunden.
    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Bei mir ist es auch ein Brandzeichen das ich aber seit neuestem als Siegel verwende. Ich mache mit dem Forstnerbohrer eine Vertiefung und lasse Siegellach hineintropfen und drücke vor dem Erkalten das Brandzeichen hinein. Funktioniert ganz gut und schaut super aus.

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Hallo Sepp!
    Ich erwärme den Hasenhautleim im genannten "Gurkenglas" indem ich es ins Wasserbad stelle und es auf klein köcheln lasse. Alles andere ist Sache des Gefühls. Ich nehme zur Probe ein Hölzstäbchen (bekommt man, wenn man zum Chinesen essen geht) und rühre damit den Leim um und mache die Fingerprobe wie im Manuskript beschrieben. Die Erwärmung geht relativ schnell. Man braucht ein bischen Erfahrung aber dann funktionierts gut.

    Viel Erfolg Wolfgang aus Wien

    Hallo Armon!
    Der Hasenhautleim wird als Grundierung genommen, damit die Farbe oder Beize nicht im Holz verrinnt. Du wirst es sicher schon ausprobiert haben. Wenn Du in einen Kerbschnitt oder auf geschnitztes Holz Wasserfarbe oder Beize gibst verrinnt Dir die Farbe an den Rändern in alle Richtungen und Du kannst daran nichts mehr ändern.
    Nach einer Hasenhautgrundierung passiert das nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, das das auch für Zirbe gilt. Man sagt bei Zirbe ist die Grundierung mit Hasenhautleim nicht notwendig weil das Harz im Holz ein Verrinnen verhindert. Ist aber nicht immer so. Man muß es halt ausprobieren und eventuell mit einer verdünnten Hasenhautgrundierung arbeiten.
    PS.: Von wegen genau wissen wollen: Besser einmal zu viel gefragt als auf die Nase gefallen!

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Hallo Hanse!
    Du Glücklicher- Du hast als Pensionist Zeit? Ich weiß gar nicht wie ich es früher neben meinen Hobbys geschafft habe noch in zwei Berufen zu arbeiten.
    Nun zur Tormek. Es gibt neben der Tormek auch noch die Scheppach Tiger die Preislich um einiges günstiger ist und mit mehrfacher Geschwindigkeit läuft, das Zubehör und der Stein ist das selbe. Ich hab mir beim Kauf der Tormek fast das gesamte Zubehör aufschwatzen lassen. Brauchen tu ich nur das Ding, das Du auf dem Bild gesehen hast und die Messerschleifvorrichtung groß und klein für die Küchenmesser meiner Frau. Kerbschnitzmesser kannst Du damit ohnehin nicht schleifen. Auf diversen Steinen hab ich auch schon abgezogen aber da fehlt mir die Geduld dazu.
    Gruß aus Wien
    Wolfgang

    Hallo Forumsfreunde!
    Hallo Michael!
    Ich weiß, dass Michael sein Problem mit der Schleifmaschine bereits gelöst hat, will Euch aber trotzdem zeigen wie man mit einer gewöhnlichen Schleifmaschine aus dem Baumarkt das Problem auf einfache Art und Weise lösen kann.
    Ich hab mir dazu einen Winkel aus Holz gemacht und die Maschine an die Rückwand geschraubt, ein Stück gebogenes Blech verhindert das Herumspritzen der Schleifpaste.

    Schnitzergruß Wolfgang aus Wien

    Hallo Schnitzer46-Wolfgang!
    Die geschwollene Anrede nur deshalb, damit man uns Wolfgangs auseinander halten kann.
    Den Hasenhautleim (@Armon-auch Hautleim) bekommst Du bei Geisler Moroder http://www.precarvaustria.at/shop/ der hat auch einen Internetshop aber den Hasenhautleim und die Körnerbeize wirst Du dort nicht finden weil " Das hamma vergessen zum reingeben" Ich hab dort angerufen und Du sollst ein Mail schicken damit sie dir einen Katalog schicken.
    Wichtig ist auch die Körnerbeize, denn der Tupf Körnerbeize in der Farbe bricht diese und dadurch ist die Farbe nicht mehr so grell.
    Mit dem Hasenhautleim hab ich die besten Erfahrungen. Noch ein Trick dazu. Ich gebe den Hasenhautleim in ein verschließbares Gurkenglas und gebe nach der Arbeit einige tropfen Salmiak oder auch Ammoniak genannt 25% hinein und verschließe es schnell (Stinkt fürchterlich und reizt die Schleimhäute) so kann ich den angerührten Hasenhautleim im Kühlschrank monatelang aufbewahren.

    Schnitzergruß
    Wolfgang aus Wien

    Wolfgang ODEHNAL

    Beizen und Kolorieren

    Eine Zusammenfassung


    Benötigte Materialien:

    Malunterlage: Am besten eine weiße beschichtete Holzplatte.

    Aquarell bzw. Wasserfarben in folgender Reihung:

    Gelb Orange Zinnoberrot Karminrot Preußisch Blau Ultramarin


    Umbra Blaugrün Gelbgrün Ocker Siena Schwarz

    1 Tube Deckweiß

    Körnerbeize:
    Ansatz: 1 Teil Körnerbeize mit 1 Teil heißem Wasser mischen und schütteln bis sich die Beize gelöst hat. Über Nacht stehen lassen. Die Beize löst sich völlig auf. Gegen „schlecht werden“ des Wassers ein paar Tropfen 3fach Salmiak (bzw. Ammoniak 25%) zufügen. Dann kann der Ansatz jahrelang verwendet werden.
    Um einen wärmeren Braunton zu erreichen kann man 1:1 Rosner Wachsbeize dazumischen. Ist nur bei Lindenholz und nur dann erforderlich, wenn das Holz etwas grau ist. Nicht zuviel Wachsbeize dazumischen, da dann die Verarbeitung schwieriger wird. Die Beize schmiert.
    Bei Verwendung dieser Mischung ist ein abschließendes Lackieren nicht möglich!
    Bei Zirbe kann darauf verzichtet werden, da Zirbe ohnehin schon einen wärmeren Holzton hat.
    Verdünnte Ansätze herstellen. Ich habe Verdünnungen von Körnerbeize pur bis Körnerbeize 1:5


    Hasenhautleim: Wichtig bei allen stark saugenden Hölzern.
    Nicht bei Zirbe, weil Zirbe einen hohen Harzanteil hat. Wird allerdings Zirbenholz beschliffen, so sollte eine verdünnte Hasenhautleimschicht aufgetragen werden. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Körnerbeize auch auf Zirbe „verrinnen“ kann. Also verwende ich auch für Zirbe zumindest verdünnten Hasenhautleim.
    Ansatz: 1 gehäufter Teelöffel mit kaltem Wasser gut bedeckt, ca. 2 – 3 Stunden aufquellen lassen, anschließend 1/8 Liter kaltes Wasser zugeben. Im Wasserbad auf ca. 60 Grad erhitzen – nicht Kochen!

    Vor der Weiterverarbeitung die Probe machen. Zwischen Daumen und Zeigefinger darf der erwärmte Leim nicht schmierig sein oder klebrig sein. Auch während der Arbeit immer wieder kontrollieren weil durch die Hitze Flüssigkeit verloren geht. Ist der Leim zu dick, Wasser zusetzen.
    Der Ansatz ist verderblich und hält auch im Kühlschrank nur ca. 4 Wochen.
    Tiefkühlen ist möglich. Ich habe ausgetestet, dass man ein paar Tropfen Salmiak bzw. Ammoniak zugeben kann, dann hält der Hasenhautleim auch sofern man ihn kühl lagert über Monate.
    Die geschnitzten Stücke in Ruhe mit einem nicht zu großen Pinsel einstreichen, nasse Stellen auspinseln und mindestens einen Tag trocknen lassen.
    Man kann auch Arbeiten die man erst später, auch in einem halben Jahr, Kolorieren möchte leimen und Schmutz und staubfrei bis zur weiteren Bearbeitung verwahren.


    Stahlwolle: Sorte 00 zum schleifen Kolorierter Figuren nach guter Austrocknung.
    Vorsicht bei hellen Stellen, Stahlwolle kann einen grauen Schleier erzeugen.

    Schmierseife: zum reinigen


    Pinsel:
    Borstenpinsel flach: 6er, 8er, 10er, 12er, 14er, 16er
    Ein Borstenpinsel 10er oder 12er sollte ganz kurz geschnitten werden, zum abtupfen oder wegwischen. Es kann auch ein alter abgeschnittener Pinsel genommen werden.
    Rundpinsel: 1er, 2er, 3er, und 6er.
    Großrunder Borstenpinsel; zum waschen und wachsen.
    Außerdem zum Wachsen verschiedene alte Borstenpinsel und auch Zahnbürsten.

    Reinigen: Mit flüssiger Schmierseife und viel Wasser. Rundpinsel nach dem Waschen immer mit dem Mund anspitzen,

    Bürsten: Weiche Bürste zum polieren. Es gibt auch eine eigene flache Polierbürste.

    Flanelltücher: Diese werden feucht verwendet. Z.B. Wischen beim Beizen oder Kolorieren, aber auch zum abtupfen des Pinsels damit nicht zuviel Farbe in der Spitze ist.


    Hartwachs: Büffelglanz mit Glanzhärter nur für Innen. Für Außen Leinölfirnis oder Lasur.
    Büffelglanz nach ca. 3 Stunden Trockenzeit mit Bürste polieren. Altes, bröckeliges oder hartes Wachs mit etwas Terpentinersatz verdünnen, bzw. im Wasserbad erwärmen. Mit hartem Rundpinsel auftragen (dünn).
    Pinsel mit Seife reinigen und auswaschen.

    Gold und Silberlack: Erst nach dem Polieren oder Lackieren auftragen.

    Nitroverdünnung: Zum Reinigen der Pinsel nach Verwendung von Gold und Silberliquid. Danach mit Seife auswaschen.


    Möglichkeiten eine Figur zu behandeln:

    1. Natur belassen – waschen, wachsen. Kann im Anschluss nicht mehr koloriert
    werden.
    2. Einfärbig beizen.
    3. Differenziertes beizen.
    4. Kolorieren.
    5. Fassmalen und Vergolden.

    Arbeitsgänge:

    Waschen: Mit Waschpinsel fertige Schnitzerei waschen, großrunder Borstenpinsel, flüssiger Schmierseife, trocknen lassen.
    Leimen: trocknen lassen.
    Vor Malbeginn ev. Figur kalt nässen. Gesicht auf jeden Fall nässen. Zirbe wird nass Koloriert bzw. gebeizt.

    Kolorieren:
    Die Farben werden stets mit Körnerbeize gebrochen.
    Zu mischende Standardfarben:
    Hautfarbe: Wenig Zinnoberrot, Körnerbeize, auf der Arbeitsfläche stark verdünnen

    Schattierung: Preußischblau + Beize

    Wangen und Lippenfarbe: Zinnoberrot ++ Karminrot +

    Haare: Beize, etwas Umbra, Ocker, schwarz, Farbe dick anmischen. Farbe nach belieben mischen.

    Gelb alleine nicht verwenden. Gelb mit Beize wird grün deshalb ergibt Gelb mit Ocker und Siena gebrannt ein gebrochenes Gelb.


    Grau: Schwarz –Beize – Deckweiß

    Eisenimitation: Schwarz – Deckweiß

    Violett: Karmesinrot – Preußischblau

    Weiße Teile mit Ocker mischen ev. mit Ultramarinblau brechen.


    Alle Hautteile und alles Weiße wird nicht gewischt und nicht geschliffen.
    Weiße Stellen ganz zum Schluss machen, da Deckweiß sehr lange zum trocknen braucht.


    Verschieden Beizen:

    Hautteile anfeuchten damit sie nicht zu dunkel werden! Begonnen wird mit der hellsten Beize. Z.B. Gesicht, nachher wischen, dadurch entstehen automatisch die Schatten.
    Die scharfen Ränder die bei der nächstdunkleren Beize entstehen sofort mit feuchtem Borstenpinsel verwischen damit ein weicher Übergang entsteht. Am Schluss die Erhöhungen mit feuchtem Flanelltuch wischen. Bei den Haaren kurzen Stumpenpinsel zum Wischen verwenden.

    Die Malunterlage nicht zum Wachsen verwenden, da Fettschlieren entstehen!!!

    Ich schick das Skriptum trotzdem gerne an alle die es haben wollen als Worddatei. Da sind auch Grafiken über dass malen von Augen dabei die jetzt nicht dabei sind. Auch fragen dazu, beantworte ich gerne.
    Meine Mailadresse ist
    maestro.gepetto@chello.at

    Wolfgang

    Hallo Armon und Sepp!
    Wenn ihr mich fragt ist das nix anderes als die Lechtalter Kolorierung, das funktioniert mit Wasser bzw. Aquarellfarben nach einem Hasenhautleimauftrag, dabei wird Farbe aufgetragen und dann mit einem Feuchten Tuch wieder verwischt damit man die Schattierungen herausbekommt. Die Farbe kann ohne weiteres eingetrocknet sein, oft ist das sogar zweckmäßig. Zum Abschluß wird lackiert. Wenn ihr auf meiner Seite http://www.schnitzstube.at reinschaut dann ist diese Art der Kolorierung bei den Sonnen, dem Sonnenblumenrelief und bei Figuren die schützende Hand zu sehen. Ich hab das bei Geisler Moroder gelernt und darüber für mich ein Skriptum verfasst. Wenn ihr wollt schick ich euch das gerne.
    Schnitzergruß Wolfgang aus Wien ;D

    Ich habe Euch beim ersten Beitrag das falsche Bild geschickt. Anbei das Richtige vom U-Profil. Das ganze Gestell ist ca. 170cm groß und die Längsachse lässt sich mit einer Zentralschraube höher und tiferstellen sowie drehen.