Beiträge von Rheinländer

    Hallo liebe Schnitzerkollegen!

    Wie sicherlich bekannt, bin ich auch ein ziemlicher Neuling in Sachen Schnitzen und habe hier schon so manche Frage gestellt und auch immer wieder gut beantwortet bekommen - in den allermeisten Fällen natürlich von Thomas!
    Nachdem ich nun einige Figuren geschnitzt habe (nachdem ich die dritte fertig hatte, fing ich wieder mit der ersten an, um die "Fähigkeiten", die ich bis dahin "erlernt habe" auch beim ersten Modell nochmals anzuwenden). - Über Lob und Tadel wollen wir hier nicht sprechen - Hauptsache ist im Moment für mich, dass ICH zufrieden bin...

    Nun kommt die Frage:
    Ich möchte nicht alle Figuren ein- oder mehrfarbig wachsbeizen. Ich möchte die Figur aber auch nicht "natur" lassen, weil ich befürchte, dass sie durch Staub oder Fettfinger leidet. - Wie ist das mit dem Wachsen? Sollte man dann eine Figur wachsen? Und wenn ja: womit bzw. wie? ???

    Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich freuen.

    Herzliche Grüße
    Siegfried
    der Rheinländer ;)

    Hallo Thomas,
    wieder mal Dank für die prompte Beantwortung meiner Frage.

    ABER: Es stellt sich wieder eine Frage bzw. folgendes Problem hatte ich:
    Ein gerades Balleisen wurde von mir im sehr spitzen Winkel geschliffen (und polliert etc.) Das Eisen war rasierklingenscharf!
    Nun wollte ich an der Figur den Sockel überschnitzen. Dochdies gelang nur mit mäßigem Erfolg. Der Span wollte sich nicht richtig "aufrollen" und die Oberfläche war "weißlich" nicht rauh.
    Nun nahm ich ein anderes Balleisen, welches "stumpfer" angeschliffen war. Hier rollte sich der Span toll auf und die Oberfläche war speckig glänzend.
    Daraufhin nahm ich nun das erste (spitzgeschliffene) Balleisen und schliff den Winkel ebenfalls stumpfer an. Und schon funktionierte es besser.
    Also bleibt doch zumindest eine Frage: Kann ein Eisen auch "zu spitz" angeschliffen werden - und dadurch ebenfalls unbrauchbar werden?
    Dann kann ich doch für mich annehmen, dass sämtliche Schleifgradangaben nur "Cirka-Werte" sind und nach wie vor gilt: Probieren geht über Studieren.... ???

    Gruß
    Siegfried
    der Rheinländer

    Hallo Ihr lieben Forumsmitglieder,

    mal wieder eine Frage zum Schärfen. Nur geht es hier nicht um das WIE, denn ich denke, dass mir das schon ganz gut (für meine Bedürfnisse...) gelingt. Vielmehr geht es um den Winkel:

    Ich höre und lese oft, dass sich der Schleifwinkel irgendwo zwischen 35° und 25° bewegen sollte. Von einem Schreinermeister hörte ich, dass die Fase auf der Schneidseite (ist sicherlich nicht ganz korrekt ausgedrückt, aber da fehlen mir sicherlich noch ein paar Grundbegriffe) etwa 2,5 mal so lang sein sollte, wie das Schnitzeisen dick ist. - Das hieße dann bei einem beispielsweise 4 mm dickem Eisen eine Schräge von 10 mm. - Wäre diese 2. Formel für alle Eisen anzuwenden?

    Kann ein Eisen - obwohl sehr schräge /spitz geschliffen und an den Armhärchen ausprobiertem messerscharfem Schnitzbeitel trotzdem für Schnitzarbeiten ungeeignet sein?

    Ich habe beispielsweise mit einem rasierklingenschafen "stumpf" angeschliffenen Beitel bessere Arbeitserfolge als mit einem sehr spitz angeschliffenem Beitel (der aber ebenso messerscharf ist). Der "stumpfer" angeschliffene Beitel nimmt den Holzspan besser ab.

    Wie sollte ich da vorgehen?

    Herzliche Grüße und alaaf

    Siegfried
    der
    RHEINLÄNDER

    Hallo Ihr lieben Forumsmitglieder,

    da ich mal wieder "so eine typische Anfängerfrage" habe, bin ich sicher, wieder einmal - für mich - lehrreiche Kommentare zu bekommen:

    Es heißt doch, dass man "so schnitzen soll, dass sich eine speckig glänzende Oberfläche abzeichnet".

    Nun, sehr oft gelingt mir dies "auf Anhieb" Manchmal jedoch - ich nehme an, dass es sich dann um die "gegenläufige Maserung" (im Moment noch bei Lindenholzrohlingen) bzw. Schnitzbewegungen in eine andere Richtung handelt - sieht die "geschnitzte Oberfläche" dann nur "weißlich - also fast wie abgeschaft / abgekratzt aus - und das, obwohl ich den Beitel "tief ins Holz treibe". - Also wirklich nicht kratze oder dergleichen.
    An manchen Stellen gelangt man doch nur "von einer Seite" richtig ran. Man hat also erst gar keine andere Wahl, als "schlimmstenfalls gegen die Maserung oder quer zur Maserung" zu schnitzen.


    ???
    --> Mache ich da was falsch? - Wenn ja: was?
    -->Muss die Oberfläche IMMER speckig glänzend sein - oder kann sie auch "weißlich" bleiben? - Ich möchte die Figur danach mit Wachsbeizen endbehandeln.
    --> Würde es beim "normalen Wachsen - also naturbelassen" etwas ausmachen, wenn die Oberfläche so "weißlich" aussieht?

    Bis demnächst
    Siegfried
    der RHEINLÄNDER - Alaaf .......

    Hallo Thomas,

    zuerst mal wieder Dank für die umgehende Antwort.

    Also nachdem du mir vor Wochen schon die "Todsünde Schleifpapier" erklärt hast, kann ich nun ruhigen Gewissens antworten, dass ich nicht geschliffen habe.
    Auch sind die Schnitzwerkzeuge scharf.
    Über Nacht verliert sich halt nur das "speckige Aussehen". - Das Holz "verfärbt sich dann leicht von "speckig-gelb" in weiss.
    Direkt rauh - so wie beim Schleifen oder mit stumpfem Werkzeug abschaben - ist es nicht

    Aber du nanntest einen Punkt, den ich noch nicht bedacht habe: Der Arbeitstisch steht direkt am Kellerfenster - und das ist immer einen winzigen Spalt geöffnet. Somit könnte nun die hohe Luftfeuchtigkeit von außen ins Holz eindringen. - ABER: Macht das denn soviel aus?
    Was könnte ich dagegen unternehmen (außer Fenster schließen) ? (Muss die Holzbearbeitung in einem "trockenen Raum" - womöglich noch beheizt - erfolgen?
    ODER: ist das für die Weiterbehandlung nicht weiter von Bedeutung. - Wie schon geschrieben: Danach möchte ich die Figuren beizen.


    ???
    Herzliche Grüße

    Siegfried

    der
    RHEINLÄNDER

    [b]Hallo liebe Forumskollegen,


    wieder einmal wende ich mich mit einer sogenannten Anfängerfrage an Euch:

    Nachdem ich nun "genug gelesen und Videos betrachtet" habe, ging es ans Werk. Ich "schnitze" nunmehr den 2. Madonnenrohling (aus Lindenholz vom Thomas Spangler).
    - Die Schnitzwerkzeuge wurden - wie ich nun fest der Meinung bin - "richtig" geschärft und auf der Schwabbelscheibe poliert und sind nun scharf wie Rasierklingen.
    Dort, wo ich schnitze, entstehen auch die oft zitierten "fettig bzw. speckig" aussehenden Holzoberflächen. Wenn man mit dem Finger darüber geht, hat man eine "schön glatte" Oberfläche - und alles sieht - auf den ersten Blick - sehr gut aus.

    JETZT KOMMT DIE FRAGE: Wenn ich nun am nächsten Tag vor dem "teilweise geschnitzten Rohling" stehe, sehen die -vormals speckigen-Oberflächen "fast weiss" aus - zumindest nicht mehr "speckig". - Mache ich da immer noch etwas falsch - oder ist das "normal" und nicht weiter von Bedeutung[size=10]? - (Ich will die Figuren anschließend mit Grundierung und Wachsbeize fertigstellen.)

    Über eine Hilfestellung würde ich mich freuen

    bis dann

    Siegfried
    der
    RHEINLÄNDER


    PS . Heute abend hat´s enddlich einmal geschneit!!! -->4 cm - und morgen sollen es 5 - 7 Grad über Null werden..... Winter ade...

    Hallo Thomas,

    ich kann dich ja verstehen, wenn du auch mal abwarten willst - bis sich ein anderer Kollege meldet.
    Aber nach dem , was ich hier im Forum so gelesen und bemerkt habe, würden dann doch einige Antworten ganz schön auf sich warten lassen. Und das wiederum, ist weder im Interesse eines Forums - und so wie ich dich einschätzen/kennen lernen konnte - und erst gar nicht nach deinem Geschmack.
    Ich fühle mich als Anfänger hier gut aufgehoben. Das alles soll keine "Lobhudelei" werden.
    Aber wenn ich bedenke, wieviel Zeit du dir für eine telefonische Beratung (habe das gleiche mittlerweile auch bei deiner Mutter erfahren dürfen) nimmst, dann kann ich sagen, dass ich mich hier auch als "Kunde" wohl fühle. Von der Beratung (Kauf - ob Rohling oder Werkzeug oder handwerkliche Tätigkeiten usw.) über die eigentliche Arbeit (Schnitzen, Schärfen, etc.) bis zur Vollendung (Grundierung, Beizen, Colorieren etc.) wird - und dass finde ich sehr wichtig - für einen Laien / Anfänger alles verständlich erklärt. Nur so kann die "kleine Gruppe" der Holzschnitzer - besonders bei uns "Flachlandtirolern", die nicht die Möglichkeit haben, sich "um die Ecke" mal eben bei einem Profi in dessen Werkstatt zu informieren, erhalten oder gar ausgebaut werden.

    Aber nun eine kleine Begebenheit:
    Ich war schon immer der Meinung, meine Schnitzbeitel seien scharf. (Wenige Haare am Unterarm wurden bereits abgeschnitten)
    Nun habe ich mal - wie in deinem Video vorgestellt - mit anderen Schleifsteinen und Schwabbelscheibe mit Schleifpaste gearbeitet.....
    Nun - nachdem ich alle Schnitzeisen nochmals so geschliffen und polliert habe, befinden sich an einer grooßen Stelle des Unterarms "gar keine Haare" mehr.
    Man sieht auch hier: ...und wirst du alt wie eine Kuh.. ..lerns´t immer noch dazu...

    ;)

    Herzliche Grüße
    Siegfried
    der
    RHEINLÄNDER

    Herzlichen Dank Thomas!

    Habe wieder etwas hinzugelernt. Danke.
    Dein Tipp (damals bei meiner ersten telefonischen Bestellung bei dir) mir mal dieses Forum aufzurufen, war und ist für mich (blutiger Schnitzanfänger) Gold wert.
    Habe schon sehr viele Berichte durchgelesen (dabei auch schon viel erfahren) - und dein Engagement ist sehr positiv aufgefallen.
    Wenn andere Schnitzerkollegen sich nicht gerade im Forum befinden - und zufällig vor dir antworten - bist du mit Sicherheit mit einer aussagekräftigen Antwort dabei!!!!
    Werde mich sicherlich noch öfter melden - und falls ich ´mal viel viel später einem Anfänger eine Frage beantworten kann, werde ich dies sicherlich genauso gewissenhaft machen wollen, wie du es heute mit uns machst.

    Herzliche Grüße aus dem Rheinland

    Siegfried
    der RHEINLÄNDER ;)

    Ich habe hier ein paar Fragen eines "Schnitzanfängers" an die alten Hasen:
    --> Wann oder woran erkenne ich, dass ich genügend Schleifpaste auf die Schwabbelscheibe aufgetragen habe?
    --> Muss nach jedem Schleifen/Pollieren eines Stecheisens neue Paste aufgetragen werden?
    --> Müssen die Schnitzeisen nach dem Pollieren mit der Schwabblscheibe mit einem(trockenen, sauberen) Tuch gereinigt werden? (Es befindet sich ja irgendeine schwarze "Masse" aus Schleifpaste, Schwabbelscheiben -"Staub" und Eisenabrieb auf dem Eisen.)
    Für eine kurze Mitteilung wäre ich dankbar.
    Siegfried