Beiträge von volker

    Hallo Sepp,
    danke für Deinen Beitrag von 16.01. Das mit dem Reinigen des Schleifbandes geht nicht mit jedem Kunststoff. Mein "Kaindel" Reinigungsstab hat sich nicht bewährt. Der transparente Kunststoff des Sektkorken funktioniert prima. Da mußt Du einfach mal probiern. Was den Schleifstaub angeht hast Du völlig recht. Hier hilft nur Sauberkeit. Ein Schmutzfang unter dem Bandschleifer habe ich nicht. Ich fege da dann öfter mal.
    Gruß Volker

    Hallo Spangler Thomas,
    ja das mit dem Hohlschliff wird vereinzelt so gesehen. Die Steigerung ist dann das Argument ,man könne dann länger mit Abziehen schärfen. Daß dabei die Schneide extrem geschächt wird wird verdrängt. Beim Schnitzen wird aber mit sehr viel kleineren Keilwinken (20-25 Grad) als beim Drechsen gearbeitet. Außerdem sind alle käuflichen Drechseleisen aus HSS. Schnitzeisen sind deutlich "weicher". Informiere Dich bei Interesse mal bei Pfeil. Bei Schnitzeisen ist der Hohlschliff nur bei eigentlich zu großem Keilwinkel akzeptabel, weil da der Keilwinkel an der Schneidenspitze dann ja richtig ist. Frag doch einfach Deine Profischnitzer die "schnell" schärfen müssen weil Zeit Geld ist, und Eisen dann relativ billig sind. Evtl. kannst Du ja auch mal die Meinung eines Schnitzschullehrers zB aus Berchtesgaden einholen.
    Ich glaube wir haben das Thema jetzt aber wirklich ausdiskutiert.
    Gruß Volker

    Lieber Sepp, lieber Thomas,
    ganz sicher soll man auf weicheren Schärf/Poliermedien nicht gegenläufig schleifen da habt Ihr völlig recht. Das würde ich aber auch nie propagieren.
    Auf dem Schleifband darf man das aber sehr wohl. Grundbedingung ist allerdings, dass das Schleifband richtig aufgezogen ist. Also in Laufrichtung, wie der Pfeil das auf der Innenseite des Schleifbandes zeigt. Das habe ich schon als Lehrling und Geselle in der Firma gemacht. Und das mache ich schon Jahrelang, auch auf meinem großen Bandschleifer bei der Herstellung meiner diversen Drechseleisen aus alten Feilen.

    Auch hier weiß ich das die Profis das ablehnen, weil Feilen bei harten Schlägen brechen können. Und natürlich, weil Feilen nur aus Kohlenstoff-Stahl, nicht die Standzeit von HSS haben. Nur welcher Amateur braucht das, wenn die Eisen zwischen 45 und 90€ kosten.

    Was das Schärfen Deiner Profischnitzer angeht Thomas, das machen die selbstverständlich so wie es am schnellsten geht. Arbeitszeit ist für die sicher immer teurer als häufiger mal ein neues Eisen zu kaufen. Ein Profi schleift auf einer Scheibe einen größeren Keilwinkel weil er weiß das an der Schneidenspitze dann der eigentlich gewünschte dabei herauskommt.

    Hier im Forum schreibe ich aber ausdrücklich nicht für die Profis. Die kennen das alles selbst viel besser. Mir geht es darum den Amateuren zu helfen die häufig ihre Eisen durch falsches Schleifen schnell verkürzen. Ich will für das sanfte Nachschärfen der vom Hersteller richtig geschliffenen Eisen werben. Das diese Methode den Profis viel zu langsam ist, lasse ich beim Amateur außer acht.
    Gruß Volker

    Liebe Schnitzerfreunde,
    die alten Hasen im Schärfen brauchen jetzt eigentlich nicht weiter lesen, denn ich habe nichts wirklich Neues zu sagen. Allerdings haben doch recht viele Schnitzfreunde Mühe mit dem Schleifen.
    Hier geht’s erstmal ums Grundsätzliche.
    Schleifen ist für mich das Grobe. Die grobe Korrektur eines Werkzeuges in seiner Geometrie. Also die grobe Form und der Grobe Keilwinkel der Schneide. Schleifen ist für mich am Doppelschleifer, zuerst auf der Groben und danach auf der Feinen Schleifscheibe. Dabei wird ständig im Wasser gekühlt. Schnitzmesser schleife ich möglichst nicht. Dafür sind mir die viel zu wertvoll.
    Schärfen ist die Feinbehandlung der Schleiffläche der Schnitzeisen. Das bedeutet eine präzise Anlage der Schleiffläche und ein ganz sanftes Ansetzen an den Schleifkörper. Entweder an der plan-ebenen Seitenfläche der feinen Schleifscheibe des Doppelschleifers, eines feinkörnigen Bandschleifers oder auf einer durchsichtigen Planfächerscheibe. Auch hier sollte gekühlt werden. Schärfen ist die sanfteste Form des Schleifens.
    Die Laufrichtung der Schleifkörper ist eigentlich beliebig. Bei einer Laufrichtung gegen die Schneidenspitze ist die Gratbildung geringer weil der sich bildende Grat teilweise gleich mit weg geschliffen wird. Geht die Laufrichtung von der Schneide weg, bildet sich etwas mehr nachschleppender Grat. Der Grat kann teilweise durch Einstechen in ein Holz bequem entfernt werden.
    Abziehen ist das Entfernen des restlichen Schleifgrates und Polieren der Schleiffläche. Beim Abziehen muss der Anstellwinkel der Schleiffläche genau beachtet werden weil sonst die Schleiffläche ungleichmäßig oder sogar ballig umgeformt wird. Das Abziehen sollte auf Leder mit fester ebener Unterlage und Poliermittel als Wachs oder besser Paste bis zum Spiegelglanz erfolgen. Je feiner die Schleiffläche nach dem Schärfen, desto schneller wird der Spiegelglanz erreicht.
    Gruß Volker

    Hallo Spangler Thomas,
    der unvermeidliche Hohlschliff ist die Abbildung des Durchmessers der Schleifscheibe im Werkstück.
    Die Kehlung ist umso tiefer, je kleiner der Durchmesser. Daher haben die Profis schon immer möglichst große Schleifscheiben verwendet. In der Berufsschule lernt man auf die “Schneidengeometrie“ zu achten. Der Keilwinkel des auf einer runden Schleifscheibe geschliffene Eisens ist innen gerade und außen, auf der hohl geschliffenen Schleiffläche an der Schneidenspitze am kleinsten, und am Schneidenauslauf am größten. Dies ist unerwünscht, weil ich je nach Holzart, einen eindeutigen Keilwinkel haben will. Außerdem nutzt die Schneidenspitze besonders schnell ab, weil sie ja einen unerwünscht kleinen Keilwinkel hat. Die alten Profis haben daher nach dem Schleifen auf der Scheibe die Schleiffläche ihre Eisen auf einem Ölstein von Hand plan geschliffen. Erst danach wurde dann, auf planem Leder mit Polierpuder später -paste abgezogen.
    Diesen mühsamen, und nur mit erheblicher Geschicklichkeit erfolgreichen, Zwischenschritt erspart man sich wenn man auf einem plan-ebenen Medium schleift.
    In der Metalldreherei verwendet man dafür sogenannte Topfscheiben mit großen Durchmessern an deren planen Stirnseiten (breiter Topfrand) die Drehstähle (meist das teure Hartmetall) hohlkehlenfrei geschliffen werden. In der Feinschleiferei werden schon länger wagerecht drehende Schlitzscheiben an deren Unterseite ebenfalls geschlitzte Schleifronden geklebt sind eingesetzt. Der Vorteil dieser Geräte ist der freie Blick auf die geschliffene Fläche während des Schleifvorgangs. Das ist für mich die Ideallösung.
    Du kannst eine solche Maschine beim Drechselzentrum Erzgebirge Steinert kaufen. (Internet) Ich kenne diesen Maschinentyp schon länger, aber bisher waren die doch noch recht teuer.
    Wenn Du meinst ich schleife recht selten hast Du recht, und unrecht zugleich. Ich habe seit 25 Jahren eine einfache Metalldrehbank mit Fräseinrichtung im Bastelkeller die zum Drehen und seit gut 10 Jahren auch zum Drechseln genutzt wird. Meine über 50 Drechseleisen, aus alten Feilen mit Flex , größerem Bandschleifer Schleifböcken und Schwabbelscheiben geschliffen und poliert. Allerdings schleife ich immer vom Groben ins Feine, und der kleine Bandschleifer kommt zuletzt. Weil ich bisher hauptsächlich in verschiedenen Kiefer-Sorten geschnitzt habe, war eine extrem scharfe Schneide besonders wichtig. Das schärft aber auch den Blick fürs Schärfen der Werkzeuge.
    PS
    Ich bemühe mich, meine praktischen Erfahrungen mit etwas Theorie und mit preiswerten Lösungen im Forum auch für Anfänger verständlich darzustellen. Dabei möchte ich aber nicht Deinen geschäftlichen Interessen entgegenstehen. Möglicherweise machst Du die gleichen Erfahrungen wie ich, und bietest später entsprechende Maschinen ebenfalls an.
    Gruß Volker

    Hallo Thomas,
    Schraders Antikwachs aus der Dose fest wie Bohnerwachs benutze ich schon ewig. Sehr ergiebig wenig Ausdunstend mit Canubawachs als Härter. Hat sich beim Drechseln sehr bewährt.
    Gruß Volker

    Liebe Schnitzerfreunde,
    als gelernter Werkzeugmacher habe ich es mit dem Schleifen sicher etwas leichter als andere Schnitzerfreunde. Der von unten zu bedienende durchscheinende Schlitzschleifer oder der billigere Bandschleifer, ist wie jedes plan schleifendes Gerät prinzipiell richtig. Alle runden Schleifkörper erzeugen eine unerwünschte Hohlkehle in der Schleiffläche, der Bandschleifer dagegen eine ebene und damit bessere Fläche. Ich schärfe schon über 6Jahren mein Drechseleisen und seit 2Jahren meine Schnitzeisen auf einem Bandschleifer. Gröberen Schleifarbeiten mache ich auf einem normalen Doppelschleifbock. Mein billiger Baumarkt-Kombi-Bandschleifer ist der holländische FERM mit 150er Schleifscheibe und 50x694mm Schleifband mit K80 (80ziger Korn). Das Schleifband ist immer noch das Erste. Mit eine Kunststoff-Sektkorken wird es gereinigt. Der Kunststoff wird dabei fast flüssig und hebt dabei den Schmutz aus dem Schleifband. Der Bandschleifer ist schwenkbar und bei mir fast senkrecht, leicht nach hinten geneigt fixiert. Ich färbe die Schleiffläche meiner Eisen mit einem Filzstift, setze meine Eisen in Brusthöhe aufs stillstehende Band. Die Schleiffläche finde ich durch verschieben, bis das Eisen nicht mehr Kibbelt. In dieser Position stützt die Linke Hand das Eisen, die Rechte gleitet auf dem Heft mit abgewinkeltem Zeigefinger bis an die Schleifauflage des Bandschleifers. Hier fixiere ich das Eisen in der rechten Hand und hebe das Eisen vom Band. Erst jetzt, mit links den Bandschleifer einschalten, und dann das Eisen mit rechts einmal ganz sanft aufsetzen. In der fixierten Rechten abheben und die Schleiffläche kontrollieren. Die Filzstift-Farbe sollte auf der Fläche gleichmäßig abgeschliffen sein. Gegebenenfalls Position nochmal korrigieren und danach ganz sanft fertig Schleifen. Ein Wassertopf zum Kühlen steht immer daneben. Ich fühle mit der linken Hand wie warm das Eisen ist und kühle oft. Wenn das Eisen in der fixierten Hand gekühlt wird, findet man auch leicht zurück in die richtige Schleifposition. Eigentlich schleife ich immer so wenig und so sanft, dass ich kaum mal kühlen muss.
    Nach dem Schärfen ziehe ich meine Eisen auf Leder mit Polierpaste von Tormek so lang ab, bis ein Spiegelglanz entsteht. Hierzu mein Beitrag Abziehen von Hohleisen.
    Falls Ihr noch Fragen habt antworte ich Euch gerne.
    Gruß Volker

    Hallo Gospelix,
    es freut mich daß Du meiner Anregung folgen willst. Ich bin sicher, Du wirst das Abzihen von Hohleisen in den Hohlkehlleisten, genau wie ich, als wunderbar einfache und wirksame Lösung schätzen lernen.
    Gruß Volker

    Hallo Gospelix,
    ein schönes Flachrelief von einer Kettensäge. Stell doch später ein Foto mit mehr Pixeln ein (zB 600x450), damit man Dein Werk besser sehen kann. Schön finde ich auch, daß Du das Brett von dem Stamm so belassen hast.
    Gruß Volker

    Hallo Hank,
    bitte bedenke, wer sein Hobby zum Beruf macht, verliert sein Hobby ! Wenn Du in einem Jahr wirklich noch nicht ein einziges Stück Holz, mit welchem Werkzeug auch immer, zu irgendeinem Werk geschnitzt hast, scheint mir Dein Ausbildungswunsch nicht besonders von Herzen zu kommen. Frag Deinen Meister und nimm Dir ein Tischler-Hohleisen aus der Werkstatt und einen Weichholzrest. Schnitze drauflos. Du sagst Du bist kreativ, also schnitze!!!! Was ist sowiso egal, bevor Du nicht ein Gefühl dafür bekommen hast, wie sich das Holz schneiden lassen will. Eine bildhafte Regel die sich mir sehr eingeprägt hat: Stell Dir vor Du hättest eine Faust voller Strohhalme und ein Taschenmesser. So wie sich das Strohhalmbündel schneiden ließe, so will das Holz geschnitten werden !
    Du brauchst für den Anfang keine Ausbildung. Ein Anfänger-Schnitzbuch genügt. Kauf möglichst wenig, aber Qualitätswerzeug (zB Pfeil) Wenn Du schnitzt, merkst Du bei der Arbeit welches Werkzeug Du jetzt gebrauchen köntest. Bestelle Dir einen Schnitzwerkzeug-Katalog und Du wirst sehen welche riesige Auswahl es gibt, und wie viele Fehlentscheidungen Du treffen köntest!!!!!
    Zeige im Forum Dein erstes Werk und die "alten Hasen" werden Dir mit guten Ratschägen weiterhelfen.
    Gruß Volker

    Hallo Marco,
    für das Abziehen von kleinen Hohleisen und Gai?füßen benutze ich kleine Arkansas-Formsteine. Die Fa. Kirschen und sicher auch andere Eisen-Hersteller oder Händler haben die. Diese Arkansassteine sind weißlich grau. Auch als Formstein-Satz erhältlich für unterschiedliche Radien und Keilwinkel. Nicht ganz billig aber bei guter Behandlung sehr langlebig. Die Steine sollten mit Wasser oder besser mit einer Petroleum/Nähmaschinenöl-Mischung aber nie trocken verwendet werden. Sie sind recht hart aber auf einem Industrie-Bandschleifer sogar nachschleifbar.
    Gruß Volker

    Hallo Dr. Beat,
    danke für Deine Antwort. Ja, Deine Maske ist gut geworden! (finde ich jedenfalls) Deine klar erkennbaren Schnittspuren auf dem Holz zeigen daß Du mindestens besser schnitzt als ich. Du wagst mit wenigeren klaren Schnitten mehr als ich. Der Verwendungszweck als benutzbare Maske macht die Bemalung unverzichtbar, und die ist noch verbesserungsfähig. Aber bei der Bemalung haben wir im Forum wahre Großmeister, da kannst Du sicher Rat und Hilfe erhalten.
    Gruß Volker

    Hallo Dr. Beat,
    Deine Maske finde ich gut. Welches Holz hast Du dafür genommen? Schade, ich hätte sie gerne im unbemalten Zustand, und auch noch von hinten gesehen. Vielleicht machst Du das ja bei der Nächsen Maske. Ich würde mich darüber freuen.
    Gruß Volker

    Hallo Doris,
    anfeuern hießt den Kontrast in den Holzfarben der Maserung herausheben. Ja, genau wie Du schreibst, das geht auch mit andern Ölen. Wie das auf Linde wirkt weiß ich nicht. Ich vermute es wirkt nur ganz schwach weil Linde ja recht homogen ist.
    Ich Liebe das, aber das ist natürlich Geschmacksache. Ich denke immer: ich will das Naturprodukt Holz sehen, in all seiner Vielfalt und allen seinen Facetten. (sonst kann ich ja in Ton, Metall oder Kunststoff arbeiten. Enschuldige bitte das ist ja nur mein Empfinden). Du hast sicher recht, wenn es sich um zarte Flachreliefs in weichen Konturen handelt, könnte das stören. Die finde ich aber dann in Metall (zB Münzen), oder Porzelan (zB die Rosetten auf Arkadia von KPM) ausdrucksvoller weil da das Material völlig in den Hintergrund tritt.
    PS mein Kommentar zu Deiner Araberstute scheint auf Deiner Site nicht angekommen zu sein. Schade.

    Hallo Doris,
    ich war inzwischen auch bei Deiner Araberstute. Wunderschön, mehr dort. Zum Finish von Holzarbeiten: Durch das Drechseln kam ich ab vom Wachsen als Grundbehandlung. Gewachste Teile wurden stumpf und matt und zogen längerfristig Schmutz und Staub an. Ich bevorzuge schon seit Jahren "Danish Oil" (hat jeder Drechslershop) Diese Flüssigkeit besteht u.a. aus dem Öl des Tung-Baumes, welche schon die Chinesen zum Abdichten ihrer Dschunken genommen haben. Es ist dünflüssig und trocknet in 24Std farblos matt aus. Das Aushärten erfolgt durch oxidation, also Sauerstoffumwandlung.
    Daher nicht ewig haltbar und bei offener Lagerung schnell zu unbrauchbarem Öl ausoxidiert. Ich fülle immer in eine kleine 50ml Flasche ab, die ich dann benutze. Der 500ml Blechkanister wird immer wieder gut verschlossen und hält so ca. 3-4 Jahre.
    Gleichzeitig festigt es, wie eine tief einziehende Grundierung, die Holzfasern. Danish Oil ist lebensmittelecht und daher auch für Kinderspiezeug geeignet. In mehrenen Schichten aufgetragen erzeugt es eine elastische, und nach 5Anstichen hochglänzende Oberfläche. Außerdem "feuert" Danish Oil das Holz an. So nennen es die Drechsler wenn die Holzfarben hervorgehoben werden.
    Das sollte jetzt aber bitte keine Werbung sein sondern nur meine Meinung.

    Hallo Doris,
    danke für Deine Worte. Die Handpuppenköpfe sind ohne Kopfbedeckung auf ca 10cm angelegt. Einige Vorlagen-Köpfe habe ich vergrößert bzw verkleinert, um mein "Enseble" einheitlich zu halten. Schleifen will ich grundsätzlich nicht. Leider schnitze ich noch nicht so gut wie die Profis. Ich bin eben noch ein Schnitzler, und kein Schneider, der die langen schönen Schnitte aus dem Bauchgefühl führt.
    Meine Köpfe sollen mir nur Freude beim Anschauen der Gesichter, aus dem Holz machen. Daher will ich sie auch nicht farbig anlegen. Auch kleiden will ich die Puppen nicht, weil sie ja auch nicht gespielt werden sollen. Glatt sehen die Köpfe auch aus weil sie besonders oft lasiert werden, damit die "Staubfänger" leichter abzubürsten sind. Eigentlich mag ich lieber matte Lasuren.
    Spielbare Handpuppen sind aus Pappelholz (weil leicht), mit Grobschlächtigen Gesichtszügen (auf Distanz erkennbar), mit kräftigen Farben und besonders großen Augen bemalt und mindestens 3x so groß. Das aber, würde meiner Freude am Schnitzen und am Holz zuwiederlaufen. Ich liebe lebendes Holz, auch mit "Holzfehlern" wie ich noch zeigen werde.

    Hallo Schnitzfreunde,
    der Teufel aus Kiefer ist mein 2. Versuch eine Kunststoff-Kasperpuppe möglichst genau nachzubilden. Der Tod ist der 15. Handpuppenkopf. Nach einem Theaterbesuch des “Jedermann“ wollte ich den Tod schnitzen. Als Vorbild habe ich aus dem Internet Fotos einer Firma für medizinisches Demonstrationsmaterial verwendet. Weil ich keine Jahresringe auf dem Totenkopf haben wollte nahm ich Weidenholz. Weide lässt sich übrigens gut Schnitzen. Ich finde das Weidenholz wirkt so schön marode.

    Hallo Schnitzfreunde,
    Schärfen ist ein Dauerthema und wer keine beruflichen Erfahrungen hat, der hat es schwer.
    Ist ein Eisen nicht mehr rasiermesserscharf, genügt es meist, es nur durch Abziehen nachzuschärfen.
    Wer zu früh schleift, verkürzt die Lebensdauer seiner Eisen!
    Die Schwabbelscheibe hat den Nachteil dass man darauf keine Fläche polieren kann. Sie ist ja rund. Weiterhin kann sie leicht die Schneidkante bei falschem Anstellwinkel abrunden.
    Alle Messer und geraden Eisen ziehe ich auf einem 30cm langem Ledergurt, der auf eine plangehobelte Leiste mit Kontaktkleber(zB Pattex) geleimt ist ab . Völlig plan auflegen und von der Schneide weg mindestens 10x über die volle Länge mit leichtem Druck ziehen.
    Aber wie schärfe ich möglichst bequem und sicher die verschiedenen Hohleisen? Auch da wäre eine plan polierte Fläche auf der Schleiffläche die beste Lösung.
    Mit Baumarkt Hohlkehl-Leisten und eingeleimtem Leder habe ich beste Erfahrungen gemacht. Als Schleifmittel hat sich die weiße TORMEK Paste aus der Tube am besten bewährt. Die festen Schwabbelwachse in grün, braun oder weiß sind nur erwärmt durch die Schwabbelscheibe gut.
    Die Lederbahn in der Hohlkehl-Leiste etwa 30cm lang sein.
    Wie finde ich aber nun den richtigen Anstellwinkel beim Abziehen?
    Eisenklinge locker in die Faust, Daumen in die Hohlkehle, Abziehleiste mit richtigem Radius auswählen. Eisen mit Daumen oben und Zeigefinger, unten quer halten und durch wiegebewegungen die richtige Auflagefläche finden. Restliche Finger zum fixieren des Anstellwinkels auf den Seitenkanten heranziehen und auf der Abziehleiste absetzen und Handstellung einfrieren. In dieser Handstellung, die Mittel- und Ringfinger immer auf die Leiste absetzen, und mit leichtem Daumendruck aufs Eisen, über die volle Länge durchziehen. Natürlich immer nur von der Schneide weg. Wer sicher sein will ob er den richtigen Anstellwinkel gefunden hat, malt die Schleiffläche vorher mit Filzstift an, und schaut sich nach dem ersten Strich die Schleiffläche an. Korrigieren kann man den Anstellwinkel dann immer noch und hat nichts kaputtgemacht.
    Die Schleifflächen meiner Eisen haben alle Spiegelglanz. Ich schnitze Kiefer da kann es nicht scharf genug sein.

    Liebe Doris, lieber Opasepp,
    ich bin noch etwas unbeholfen was die Forumstechnik angeht, aber das wird schon noch. Danke für Euren Guten Willen. Doris, ich freue mich weiter auf Deine Fortschrittsfotos in Deinem Blog! Meine "Produkte" werde ich ins Forum stellen, schon um Anregungen der Profis zu bekommen.