• Hallo miteinander

    Letzte Woche habe ich mir den Luxus geleistet und habe einen Schnitzkurs besucht. Habe viel gelernt. War interessant. Jeder hat was anderes gemacht. Eigentlich wollte ich einen Rohling fertigschnitzen. Aber der ausgesuchte war ausgegangen. So habe ich aus aus einem "Rugel" Linde begonnen eine hl.Familie zu schnitzen. Natürlich noch nicht fertig.

    Habe aber einige interessante Sachen gelernt:
    - grobe Sachen werden schneller mit dem Schnitzmesser ausgebrochen/ausgehebelt, als mit dem Klüpfel herausgehauen
    - Beobachten ist für den Schnitzer so wichtig wie schneidige Messer

    Gruss Armon

  • Hallo Armon,

    bin schon neugierig auf deine Hl. Familie. Linden- "Rugel" ist mir als Bayer jetzt nicht so geläufig, aber mit etwas Fantasie kann ich es mir vorstellen. Wo und wielange war dein Kurs. Das aushebeln bzw. ausbrechen mit Messer anstelle mit dem arbeiten eines Klüpfel´s, übersteigt ein wenig mein Vorstellungsvermögen.

    Gruß Hanse

  • Hallo Armon

    Das mit dem aushebeln mit den Messern würde mich auch genauer interessieren.
    Auch ich bin auf deine Hl.Familie gespannt, wie sie aussieht.
    Sehen die Figuren im Original noch besser aus als in der Homepage? Hast du deiner Meinung nach den richtigen Lehrer gefunden? Was hat dir der Kurs gekostet?

    Schnitzergruß Opasepp

    Am Ende deiner Arbeit ist Zufriedenheit.<br />Doch wer am Anfang ist zufrieden, kommt nicht weit.

  • Der Ausdruck Rugel ist mir völlig Unbekannt, ich denke es handelt sich um einen Klotz ein groses Stück oder so.
    Schnitzgruß Klöppel ???

  • Hallo Armon,

    habe mir zum erstenmal deine Homepage angeschaut. Meine Hochachtung vor deiner Arbeit. ::) Jetzt verstehe ich auch, daß du nicht soviel Zeit zum Schnitzen hast.
    Unter mehreren Hobbys hast du auch "Maiensäss" angeführt. Sei so nett und klär mich auf was man darunter versteht. ;)

    Gruß aus München
    Hanse

  • Hallo miteinander

    ich versuche mal auf alle Fragen einen Antwort zu finden. Eine Maiensäss ist die Zwischenstation von Alp und Dorf. Unsere ist auf 1700m und es hat noch ca 30 weitere. Bis heute wird dort 1x im Jahr geheut. Strom hat es keins, aber seit letzten Herbst hat es einen Bären. Ist kein Witz!!! Wegen des Fehlen des Stroms habe ich versucht mit einem Akkuschrauber eine Schärfmaschine zu basteln.
    Ein Rugel ist Dialekt und bedeutet ein Stück Stamm. In meinen Fall mit ca 150mm Durchmesser und Rinde.
    Die Hl. Familie wird noch eine Weile warten müssen.
    Der Kurs hat für 2 Tage inkl Mittagessen 220 Fr. (ca 135 Euronen) gekostet. Da Paul Wimder nebst Kursleiter ist auch noch Kundenaufträge ausführt arbeitet er sehr speditiv. Deshalb diese Schnitztechnik. Ich versuch es mal zu erklären. Kennt ihr das Werkzeug Kuhfuss oder in Dialekt Geissfuss. Ein Bruchwerkzeug das ich oft auf dem Bau benütze. Im gleichen Stil steckt ihr das Messer ins Holz und brecht das Holz nach vorne aus. So fliegen die Späne und das "Zuviele Holz" ist schnell weg. Quer zum Holz geht es am besten. So entstehen keine unkontrollierten Ausbrüche.

    Gruss Armon

  • Hallo Armon,

    danke für deine Aufklärungsarbeit. Das Arbeiten mit einem Kuhfuß hört sich ja sehr brutal an. ;)
    Dein Leben auf der oder die ? Maiensäss scheint sehr romantisch zu sein. Hoffentlich ist der Bär kein "Problembär" wie unser "Bruno" aus Bayern, den man jetzt ausgestopft im Museum bewundern kann. ;(
    Einen kleinen Bruno habe ich geschnitzt. :D

    Gruß Hanse

    Einmal editiert, zuletzt von Hanse (2. April 2008 um 20:16)

  • Hallo Armon

    Danke für deine umfangreiche und informative Antwort.
    Schnitzergruß Opasepp

    Am Ende deiner Arbeit ist Zufriedenheit.<br />Doch wer am Anfang ist zufrieden, kommt nicht weit.

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