Von der Auswahl des Motives, bis zur fertigen Schnitzarbeit (Pottwal)

  • Hallo Schnitzfreunde,

    Ich möchte hier anhand eines Pottwales, die einzelnen Schritte von der Zeichnung bis zum fertigen Schnitzwerk vorstellen. Dabei werde ich versuchen, so detailreich wie es mir möchlich ist, "meine" (jeder wird das sicherlich etwas anders machen) Arbeitsweise zu zeigen.

    Also von der Erstellung der Zeichnung, über die Auswahl des Holzes, die Übertragung der Zeichnung aufs Holz, das Aussägen des Rohlings auf der Bandsäge, den Einsatz der Schnitzeisen (Stichform/Stichbreite), bis zur Endbehandlung des fertigen Werkes.

    Ich werde mich auch bemühen, alles mit Fotos zu dokumentieren.

    Im Anhang zur Demonstration der Arbeitsweise des 3D-Programmes die Ansichten des Pottwales. Das sind noch nicht die Ausdrucke die ich zur Übertragung aufs Holz benutzen werde!

    Gruß
    Jakob

    Wer wissen möchte wie ich an die 3-D-Ausdrucke komme, bitte melden.

  • Hallo Jakob,
    würde mich interessieren wie Du an die 3D Ausdrucke kommst ?
    Oder hat Dir das Christkind zu nWeihnachten einen geschenkt !
    So wie sich die Sache auf den Bildern darstellt, erspart das eine Menge Arbeit.
    Gruß
    Otti

    Wissen ist Macht - Nichtswissen ist Ohnmacht - Nichtstun macht träge und krank <3

  • Hallo Otti!

    sitze vor dem PC, deshalb die schnelle Antwort!
    Das Programm kannst Du kostenlos Aus dem Netzt laden. Die 3-D Motive auch. Das Programm habe ich schon ein Paar Jahre. Da hast Du recht, dass spart eine Menge Arbeit. Du kannst die Motiv aus jeder erdenklichen Perspektive betrachten und auch ausdrucken. Die Anzahl der Motive ist unerschöpflich!

    Möchtest Du die Links haben zum Download?

  • Hallo Jakob

    Grundsätzlich finde ich die 3-D Ausdrucke nicht schlecht. Ich halt mich jedoch an die guten alten Gipsmodelle :P
    Bin gespannt auf deine Doku!
    PS:Wär eine eigene Werkbank nix für dich??
    Gutes neues Jahr! :thumbup:

    :thumbup:
    Die einzige Alternative zur Sackgasse
    ist der Holzweg.....

  • Hallo Schnitzerkollegen,

    hier nun die Links:

    http://www.thingiverse.com/ (für die 3-D Motive/ englischkenntnisse erforderlich)

    https://www.3d-tool.de/de_free-viewer-download.htm (Das 3D-Programm zum Downloaden)


    Gruß

    Jakob

    P.S. Das Programm ist "nur" für STL-Dateien geeignet! Bei der angegebenen Seite findet ihr aber genügend davon. Also keine OBJ-Dateien downloaden, die verarbeitet das Programm nicht!

  • Hallo Schnitzerfreunde,

    nun habe ich mir ein den Maßen des Wales entsprechendes Stück Lindenholz ausgewählt. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, muss es erst noch abgerichtet werden. Alle Flächen des Stückes sollten rechtwinklig sein, da es sonst beim Aussägen der groben Form des Wales vorkommen kann, dass man auf der gegenüberliegenden Seite in die aufgezeichnete Ansicht sägt.

    Aus Platzgründen habe ich keine Abrichte. Ich mache das auf der Bandsäge, zum Schnitzen reicht diese Methode vollkommen aus.

  • Die Konturen sind übertragen. Die innere Kontur des Wales habe ich zusätzlich mit einem feinen Tuschestift nachgezogen. Das verhindert das Verwischen der Linien bei der weiteren Bearbeitung.

    Zum Aussägen des Rohlings probiere ich mal ne für mich neue Methode. Hierzu habe ich rund ums Holz im gleichen Abstand (etwas breiter als das Eisen mit dem ich die Stege später wegschnitze) Sägelinien gezeichnet. Dort säge ich bis zur Sägekontur ein. Dies Methode hat den Vorteil, dass die eigentlichen Umrisse der Figur stehen bleiben. Bisher habe ich die Seiten der Figur Vollflächig ausgesägt. Das macht es aber notwendig nachträglich nochmals die Konturen auf zu zeichnen.

  • Am Kopfende des Wales steht noch genug holz um das Werk zu spannen. Hierzu habe ich einen handelsüblichen Schraubstock, den man in seiner vertikalen Achse um 360 Grad verdrehen und feststellen kann. Für größere Figuren habe ich eine Spannvorrichtung, die ich mir damals bei Thomas gekauft habe.

  • Sag mal Jakob, warum sägst du nicht die Konturen aus. Bei so einem Block ist das doch sehr aufwendig mit dem wegschnitzen. Du hast doch eine Bandsäge, wenn ich michrichtig erinnere?

    Berkow

    Wer nichts tut dem wird getan! ?(

  • Hallo Berkow,

    weiter oben hatte ich geschrieben weshalb ich das so mache. Eine für mich neue Methode. Wollte auch die mal ausprobieren.

    Aber die ging eh schief. Ich hatte die Steege zu breit stehen lassen. Gleich beim ersten Ansetzen des Eisen ist ein großes Stück Holz ausgerissen. In die Figur hinein. Habe dann trotzdem mal weiter geschitzt. Resultat sieht ihr auf den Fotos.

    Da ich hier auch die Fehlschläge zeigen möchte, denn aus Fehlern kann ich ja nur lernen, vielleicht der Eine oder Andere von Euch auch, habe ich auch von dem missglückten Stück, Fotos hochgeladen.

    Habe aber schon auf einem neuen Holzkantel den Wahl aufgezeichnet. Den werd ich jetzt nach der alten Methode aussägen.

    Bis neulich! :)

  • Hallo Kollegen,

    hier nun der Zweite Anlauf nach meiner gewohnten Methode. Die grobe Form des Wales ist nun sauber herausgearbeitet.

    Hierzu habe ich benutzt: Bandsäge, Schnitzmesser, Schnitzeisen: Stich 11/2, Stich 11/4, Stich 8/13, Stich 2/12 und Stich 2/16.

    Gruß
    Jakob

  • hallo Berkow,

    wer ist Dieter? Wenn Du mich meinst, ich heiße Jakob! ?(

    Ja mit dem Ast können der Wahl und ich sehr gut leben. :D

    Als ich das Holzstück ausgesucht habe, habe ich den auch gesehen. Man sollte Holz "lesen" Können bevor man es bearbeitet. Ich wusste, dass man den Ast am fertigen Schnitzwerk fast nicht mehr sehen würde.

    Holz ist ein Naturprodukt, so soll es auch bleiben. Wenn in dem Schnitzwerk an einer unauffälligen Stelle mal ein Ästchen steckt, ist das für mich kein Beinbruch. Es ist eben gewachsene Natur. Außerdem (kannst Du auf dem Foto noch nicht sehen, sieht man den nur von einer Seite, wenn der Wal fertig ist dann fast gar nicht mehr)

    Wenn ich aber makelloses Material schnitzen möchte, dann müsste ich schon Kunststoff oder soetwas schnitzen. :(

    Holz hat ein Eigenleben, deren Wachstum der Mensch nicht beeinflussen kann. So "muss" es bleiben!!

    Gruß
    Jakob

  • Jetzt habe ich mich der endgültigen Körperform des Wales angenähert (an den Flossen nocht nicht).

    Dazu habe ich jede Seite des Wales anhand einer Mittellinie in zwei Hälften aufgeteilt. Ausgehend von den Sägekanten, habe ich diese in einem 45 Grad-Winkel gebrochen. Die dadurch immer wieder entstandenen Kanten habe ich immer wieder gebrochen, bis ich zur Mittellinie angelangt war, und die Körperrundung entstanden ist. Man bricht also die Kanten immer wieder. Hat man das auf einer Hälfte der Fläche gemacht, verfährt man ebenso mit der anderen Hälfte. Alle vier Ansichten des Wales werden so beschnitzt.

    Für diese Arbeiten habe ich lediglich zwei Schnitzeisen benutzt. Stich 2/16 und Stich 2/20 mm.
    Zum Übertragen der Maße von der Zeichnung (Ausdruck) auf das Holz, habe ich einen Stechzirkel benutzt.

  • Hhallo Jakob,
    so ist das manchmal. Da steckt ein falscher Name im Kopf und den muss man einfach wieder los werden.
    Sollte es wieder basieren, entschuldige ich mich gleich im Vorhinein.
    Gruß
    Berkow

    Wer nichts tut dem wird getan! ?(

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