Eule aus dem vollen Holz

  • Hallo Forenmitglieder, habe diese Eule fertig gestellt. Habe jetzt etwas von Google "verraten bekommen". Ich kann jetzt Fotos am Smartphone verkleinern.

    Bestimmt bin ich der letzte der das nutzt ;). Alle anderen kennen das schon.

    Oder nutzen "Infra irgendwas".

    Stelle auch noch Fotos von der Rückseite ein. Gruß vom Freizeitschnitzer

  • Ich wollte etwas probieren. Der Artikel mit der Eule wurde ja schon veröffentlicht. Das Bilder verkleinern hat geklappt. Wieder was gelernt. Nun brauche ich nicht mehr jedes Foto am Laptop bearbeiten. Das freut mich. Also ' tschuldigung gür den doppelten Beitrag

    Gruß vom Freizeitschnitzer .

  • Hallo Freizeitschnitzer.

    Ich habe in deiner Chonik mir die Arbeiten angesehen, unter anderem auch die Eule die du kürzlich geschnitzt hast und dir gut gelungen ist.

    Wie du schon selbst darauf hingewiesen hast, verwendest du Hasenhautleim zu Grundierung.

    Selbst benutze ich diesen Tierleim auch seit vielen Jahren.

    Es gibt aber auch noch zwei andere Möglichkeiten der Grundierung.

    Für kleine Schnitzereien Polnal oder Weißleim der verdünnt mit Wasser im Verhältnis 1:3 aufgetragen werden kann. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, das man für eine weitere farbliche Gestaltung Wasserfesten Leim verwendet.

    Möchtest du deine Schnitzarbeit in der Naturfabe des Holzes belassen, die nach der Grundierung nur mit Wachs behandelt wird, bietet sich auch Schellack an. Der Vorteil bei der Verwendung von Schellack ist eine Hervorhebung der warmen Farbe des Holzes.

  • Hallo Forenmitglieder, danke für eure Beiträge.

    #Mister Noname: das mit dem Leim 1:3 kenne ich auch. Nur mit dem Schellack bin ich nicht vertraut. Da wüsste ich gerne mehr. ( wo kaufen, wie gebrauchsfertig machen und wie verarbeiten?

    # westfale: Diese Figur ( Hexe und Zauberer) ist mir nicht bekannt. Kann nichts davon einordnen. Gut oder schlecht?

    Berkow: richtig glücklich bin ich mit der farbigen Eule auch nicht. Nun muss ich einen finden dem das gefällt und ihm das Teil verkaufen kann.9;). Ich hab schon öfter schöne Stücke durch Farbe verunstaltet.

    Das kann ich gut.:( Nicht mehr zu ändern, oder?.

    Ich werde dieses Projekt jetzt umbenennen in : " hier die veranstaltete Eule.":D:D:D.

  • westfale: Diese Figur ( Hexe und Zauberer) ist mir nicht bekannt. Kann nichts davon einordnen. Gut oder schlecht?

    Die Hexe und der Zauberer ist ein in liebevoll in Erinnerung gebliebener Disneyfilm.


    Ein junger Mann durchlebt verschiedenste Abenteuer und an seiner Seite ist der etwas mürrische aber heldenhafte Kauz Archimedes.


    Ich finde deine Eule toll 😁

  • Hallo Freizeitschnitzer,

    Der Handel bietet Schellack in verschiedenen Farbtönen an. Ich verwende ihn in der Naturfarbe die so gelblich-rot ist. Du kanst diesen Lack zur Gundierung direkt oder verdünnt auftragen, trocknen lassen und darauf die Endbehandlung bringen.

    Ich hatten mir diesen mal gekauft um eine Gitarre zu Restaurieren, da wird er mit Spiritus verdünnt

    und wie vor einem Jahrhundert zum polieren von Möbeln in dünnen Schichten auf das Holz aufgetragen.

    Schellack lässt sich nicht mit Wasser verdünnen, sondern nur mit Spiritus oder Isopropanol.


    Du schreibst, das du mit der Farbgebung deiner Eule nicht zufrieden bis.

    Mich würde mal genau der Wertegang interessieren, wie du die gesamte Farbgebung durchgeführt hast. Ich könnte dir da für weitere Projekte sicher eine andere Technik der farblichen Gestaltung anbieten. Auch würde mich interessieren was du zum Abschluss aufgetragen hast da aus meiner Sicht die Eule so übermäßig glänzt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Mr. Noname (21. Oktober 2026 um 08:47)

  • Ich noch mal,

    Fest fale, danke für dein Lob. .

    Mein Foto, das zum Bemalen als Vorlage diente, sieht viel besser aus. Hab es nicht geschafft es ⁿ so toll umzusetzen.


    Mr.Noname: zum Werdegang, Hasenhautleim, dann Akrylfarbe aus der Tube . Noch ist nicht mehr passiert. Auf andere Objekte kommt immer noch Büffelwachs. Das wird dann mit einer Bürste poliert. Aber noch ist das nicht gemacht worden. Vielleicht glänzt das vom Licht ?

  • Hallo Freizeitschnitzer,

    werde dir in den nächsten paar Tagen mal ein paar Beispiele der farblichen Gestaltung auf ein paar Reststücken zusammenbasteln, so das du dir ein besseres Blid davon machen kannst.

    Über die einzelnen Techniken könner wir später genauer sprechen.

    Du bekommst auch zum Thema der Grundierung mit Schellack ein Musterstück zum Vergleich.

    Einmal editiert, zuletzt von Mr. Noname (20. Oktober 2026 um 17:44)

  • Hallo Freischnitzer,

    wenn es um Schellack geht, kann ich dir den YouTube-Kanal von Tischlerarbeiten, Handwerk, Restaurierungen, Antiquitäten empfehlen: https://www.youtube.com/@antik-greef

    Die haben auch einen eigenen Shop: https://www.antik-greef.de/

    Der Anbieter wirkt auf mich sehr seriös. Die Videos sind angenehm anzuschauen und lehrreich. Ich wollte selbst schon immer mal Schellackpolitur lernen, habe mich bisher aber noch nicht rangetraut. Das Schellack-Polierset steht schon lange auf meiner Wunschliste.

    Gruß Christian

  • Hallo Freizeitschnitzer,

    Grundierung

    Ich möchte nun näher auf das Thema der Grundierung von Schitzarbeiten eingen. Du hast sicher nichts dagegen, wenn ich hier ausführlicher berichte, damit auch ein Schnitzanfänger etwas mitnehmen kann.

    Die Grundvoraussetzung um Schnitzarbeiten haltbar zu machen, bildet die Grundierung. Es ist daher vollkommen egal, ob deine Schnitzerei naturbelassen bleibt, oder eine farbliche Gestalung bekommt. Holz besteht aus Zellulosefasern, diese Fasern sind an beiden Enden offen um Nährstoffe transportieren zu können. An einem Stamm sind sie senkrecht in wachstumsrichtung des Baumes angeordnet und unterscheiden sich von Länge und Dichte je nach Baumart voneinander.

    Nahezu alle Schnitzarbeiten an einem Stück Holz werden an der sekrechtstehenden Faser durchgefüht, so daß am oberen und uterem Ende die Poren des Holzes offen sind. Diese Flächen bezeichnet man auch als Stirnholzflächen. Durch die Bearbeitung kommen weitere Stirnflächen mit offenen Poren hinzu.

    Um die Oberfläche und diese offenen Poren zu versiegeln wird das Holz grundiert, also verklebt.

    Man sollte jedoch darauf achten, das immer ein nicht sichtbarer Teil des Holzes nicht grundiert wird , um sicher zu stellen, das das Holz weiter athmen kann, also Feuchtkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben kann. Hierzu eignen sich die Standflächen eines Sockels oder die Rückseite von Arbeiten die an der Wand hängen wie z. B. Reliefs


    Die Grundierung bringt den Vorteil das bei einer farbliche Gestaltung keine Farben ineinander verlaufen und bei naturbelassenen Arbeiten vermieden wird, das sich Hausstaub in die offenen Poren der Stirnflächen setzt, die aus einer schönen Schnitzerei in wenigen Jahren ein Stück Brennholz machen. Vermeide daher unbedingt eine Obefläche nur mit Wachs zu versehen ohne zuvor eine Grundierung vorgenommen zu haben. Denn nur Wachs verschwindet auch in diesen offenen Poren.

    Es gibt hierzu einige Möglichkeiten, möchte aber nur 2 wichtige ansprechen. Für kleine Arbeiten genügt es Ponal leim oder auch Weißlem genannt, verdünnt im Verhältnis 1:3 aufzutragen wobei man Strinflächen mehmals behandelt.

    Des weiteren gibt es Hasenhautleim der genau wie Knochenleim oder Fischleim zu den Glutenleimen gehört und in unseren modernen Welt nur noch in der Herstellung von Musikinstrumenten verwendet wird. Auch hier gilt eine Mehrfachbehandlung der Stirnholzflächen. Dieser Glutenleim hat den Vorteil Leimstellen nach Jahrhunderten mit Wärme und Feuchtigkeit wieder gelöst werden können ohne das Holz zu beschädigen, was mit Weißleim nicht fünktioniert. Diese Glutenleime haben jedoch einen erheblichen Nachteil, denn einmal angerührt sind sie nur wenige Tage haltbar und verlieren als Klebstoff ganz schnell ihre Wirkung.

    Wer sich darin nur mal ausprobieren möchte, holt sich in der Kaufhalle ein Päckchen Gelantine, wie sie für die leckere Erdbeertorte von Mutti verwendet wird. Diese werden auch als dünne transparente Gelantineplatten angeboten. Möchte nun niemanden den Appetiet verderben, doch es handelt es sich um gereinigeten Knochenleim der sich auch ideal zum verkleben von Holz eignet und dem Weißleim in seiner Festigkeit in nichts nachsteht.

    Zur Aufbereitung von Hasenhautleim hast du ja schon einen Beitrag geschrieben, daher verzichte ich darauf hier noch mal darauf einzugehen.

    Nun gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit der Grundierung, die Verwendung von Schellack, bildet jedoch eine Ausnahme bei den Grundierungsmöglichkeiten, denn er sollte nur verwendet werden, wenn man Arbeiten in ihrernatubelassen Farbe lassen möchte.

    Schellack diente früher der Oberflächenbehandlung von Möbestücken um eine glänzende Oberfläche zu schaffen. Diesen Lack gibt es in verschiedenen Farbtönen. Zum anregen der naturfabe des Holzes verwendet man Schellack in der Farbe Rubin mit einem Mischungsverhältnis von 1:8.

    Mit der Grundierung von Hasenhautleim und der Oberflächenbehandlung durch Wachs geht ein Teil des warmen Farbtons bei natubelassenen Arbeiten verloren. Das kann man durch die Verwendung von Schellack als Grundierung verhindern. Der Schellack lässt sich mit Spiritus oder Isopropanol leicht verdünnen und kann so entsprechend einer gewünschten Anreicherung der Naturfabe des Holzes aufgetragen werden. Bereits nach wenigen Minuten ist das Lösungsmittel verdunstet und das Wachs kann aufgetragen werden.


    Ich habe hier ein Stück Holz als Beispiel, mit einem kleinen Hohleisen eine geschnitze Fläche dargestellt. Die linke Seite grundiert mit Hasenhautleim, die rechte Seite mit Schellack und zum Schluss Wachs auf beide Hälften der Marke Büffelglanz um den Unterschied darzustellen.

  • Hallo Freizeitschnitzer,

    Die farblichen Gestaltungsmöglichkeiten

    Ich möchte hier mit dem nächsten Beitrag anknüpfen was die Federn deiner Eule betrifft.

    Gleich vorweg es ist bei der farblichen Gestaltung einer Schnitzerei immer eine Frage was du damit erreichen willst. Farben direkt aus der Tube oder aus einem Napf ist das schlechteste was man überhaupt machen kann. Denn diese Farben sind nur Grundfarben und für das menschliche Auge unnatürlich. Auch das zusammenmischen unterschiedlicher Farben bringen hier nicht das gewünschte Ergebnis.


    Wir Menschen sehen alle Farben anders nämlich als Erdfarben, wobei die „Farbe“ Weiß in der Fachwelt keine Farbe ist, da sie mit dem zusammenmischen aus keiner anderen Farbe hergestellt werden kann. Sie dient daher nur zum Aufhellen anderer Farben oder als eigenständiger Anstrich.

    Es gibt nun 5 Möglichkeiten Schnitzarbeiten oder Holz farblich zu gestalten.

    1. Das Lassieren. Das auftragen einer stark verdünnten Farbe, so daß die Holzmaßerung noch sehr gut zu erkennen ist.


    2. Die deckende Bemalung, bei der die aufgetragene Farbe das Holz so bedeckt, das nach Abschluss der Bemalung nicht mehr zu erkennen ist ob der Untergrund aus Holz oder einem anderen Werkstoff besteht.


    3. Das Colorieren, ist eine Technik bei der wasserlösliche Farbe aufgetragen wird, diese leicht antrocknen muss und mit einem angefeuchtetem Leinenläppchen abgewischt wird. Hierbei wird Farbe auf Erhöhungen entfernt und bleibt in den Tiefen.


    4. Mit der 4. Möglichkeit möchte ich eine Sonderform der farblichen Holzgestaltung ansprechen. Es handelt sich hierbei um das Beizen von Holz. Hierbei muss man jedoch zwischen Wasserlöslicher und Wachsbeize unterscheiden, dies in allen möglichen Fraben erhältlich ist.


    5. Die 4. und zuglei aufwendigste Farbgestaltung ist die Fassmalerei.

      Hier werden unterschiedlichen Pikmente und Kreiden aufgetragen, so wie Blattgold und findet mehr Anwendundung in sakralen Schnitzereien oder in Bayern bei den Herr Gott Schnitzer

      Um nun die Technik des Colorierens praktizieren zu können, bedarf es wie bereits geschrieben wasserlösliche Farben ( Tempera oder halbflüssige Schulmalfarben) und dunkelbraune Körnerbeize.

    Diese Körnerbeize bewirkt das du aus den Grundfarben des Malkasten Erdfarben machen kannst wie sie auch in der Natur vorkommen und wie sie das menschliche Auge als natürlich empfindet.


    Die Zugabe der aufglösten Beize erfolgt tropfenweise mit einer Pipette oder einer kleinen Spritze wie sie in Apotheken erhältlich sind. Vorzugsweise sollten Farben oder Beizen immer mit destelierten Wasser angesetzt werden um Fäulnisbildung zu verhindern.

    Acryl Farben sind hierfür nicht geeignet, da nach der Trocknung sich diese nicht mehr mit Wasser lösen lassen.

    Ich habe nun versucht hier mit wenigen Schnitten das Federkleid deiner Eule zu imitieren. Es ist nicht sauber und soll nur der Anschauung dienen. Habe hier die Technik des Colorirens angewendet, so das du einen Vergleich ziehen kannst.

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