Beiträge von Zillertaler

    Hallo Dieter, Rainer,Berkow,:):);)

    vielen Dank für Eure Lobeshymnen, aber Ihr und alle anderen Beitragseinsteller brachen sich nicht zu verstecken, da die gezeigten Werke im Forum für mich Unikate sind. Die uns Anregung - Ansporn und Weiterentwicklung bescheren. Jeder von uns hat so seine Stärken u. Schwächen, daß ist ja das Interessante an einem Forum.

    Aber nun zum Thema:

    Ich bearbeite die Oberfläche meiner Figuren fast ausschließlich mit Wachsbeizen. Mein Altbestand

    war weitgehenst aufgebraucht, sodaß ich mir im letzten Jahr bei Thomas Wachsbeizen farblos-dunkelbrau-hellbraun und alle farbigen nachbestellt habe. Die Beizen sind untereinander mischbar,sodaß ich fast alle Töne treffen kann.

    Die Behandlung mit normaler Goldbronce war bisher nicht zufriedenstellend, wie Rainer ja bemerkt hat. Bei meiner letzten Arbeit Krippenleuchten habe ich einen Metalleffektlack von ECKART in den Tönen silber - gold - kupfer verwendet. War auch nicht berauschend !! Vielleicht liegt es daran, daß ich vorher das Holz nicht grundiert habe ? Verarbeitungshinweis: trocken - sauber - rost- + fettfrei.


    Folgende Lösung werde ich bei meiner nächsten Figur "Nachtwächter" für die Goldapplikationen probieren. Schaut Euch den Link an.

    http://www.dukatshop.de/Metall…Feingold-30-ml::2829.html

    Diesen Rohling habe ich schon seit fast 20 Jahren im Schrank stehen und angeschnitzt aber nicht vollendet. Das Modell gefiel mir so gut und passt auch auf unseren Raumteilerschrank Küche/Esszimmer. Hier steht schon "Josef der Zimmermann" der muß halt bewacht werden.

    Über die Fertigung werde ich gesonderten Beitrag einstellen.:)





    Die nächste Arbeit ist der Nachtwächter.



    LG Otti

    Hallo Günter,

    früher haben wir auf Anregung unseres Kursleiters solche Männchen gemacht aber vorher im Bauchbereich ein 15 - 20 mm schräggebohrtes Astloch gesetzt. Diese Öffnung war die Aufnahme

    von Zahnstocher gedacht.

    Für die Fertigung haben wir Leisten verwendet (z.B. Querschnitt 40 x 40 mm oder je nachdem)

    in ca. 50 cm - 1 m Länge. In der Hobelbank eingespannt erleichtert das die Bearbeitung ungemein.

    Nach Fertigstellung wurde das Männchen auf der Kreissäge Unterkante Fußsohle oder mit Sockel, einfach abgeschnitten.

    Eine weitere Variante wären Flaschenmännchen. zum Verschluß von Weinflaschen. Unten am Sockel wird ein konischer Weinkorken aufgeklebt.

    Sind beides übrigens schöne Mitbringsel als Gastgeschenk.;)


    Gruß Otti

    Hallo Berkow, :):)

    leider habe ich kein Bild vom Rohzustand des Rohlings, da es damals noch keine Digital-Fotografie gab. Wie man unschwer erkennen kann, sind die Bilder aus meinem Album „Eigene Schnitzarbeiten“ auch eingescannt. Den Rohling kaufte ich damals bei unserem Kursleiter (Lindenholz – Gesamthöhe 58 cm) den Er aus Südtirol mitgebracht hatte, da das Modell meinem Schwager gefiel. In dieser Zeit (1980 er Jahre …)habe ich alle meine Rohlinge sowie das Schnitzzubehör beim Anna-Versand-Gröbenzell gekauft. Damals gab es Thomas Spangler nach meinem Wissen noch nicht. Nur eins bleibt zu bemerken, der Anna Versand war vergleichend mit Thomas erheblich teurer und hatte zudem nicht den Service von Thomas.:thumbup:

    Da ich zu dieser Zeit noch zur Miete wohnte hatte ich auch so eine kleine Werkstatt wie die meisten heute und es wurden trotzdem schöne Werke gefertigt. Es war zwar mühsamer aber nicht minder erfolgreich. Vor allen Dingen wurde der Rücken stark strapaziert. (Albums-Bild gescannt in Anlage)

    Auf diesem Bild habe ich gerade das Relief für eine Gedenktafel in Arbeit. (Albums-Bild gescannt in Anlage)

    LG Otti





    Hallo Rainer,

    bei dieser Figur habe ich zum erstenmal mit Malergoldlack - glänzend - gearbeitet. Dies auf Anraten

    eines Spezis aus unserem Schnitzerkreis, der schon des öfteren mit sowas gearbeitet hat. Der war von Beruf Maler u. Lackierer und hat schon vieles restauriert. (Bilder + Kirchenfiguren) Er hatte mir damals

    ein Restgebinde geschenkt und war mir auch bei der Arbeit behilflich.

    Goldpulver war mir damals zu teuer. Der Goldlack kostete etwa nur die Hälfte. Habe aber seither nicht

    mehr mit so einem Lack gearbeitet.

    Gruß Otti

    Hallo liebe Schnitzerfreunde,;)

    hier noch einige Bilder einer Madonna (Rohling) den ich für meinen Schwager geschnitzt habe.

    Es war das Silberhochzeitsgeschenk für seine Schwiegereltern.

    Viel Spaß beim Betrachten.


    LG vom Zillertaler








    Hallo Robert !

    Ich schließe mich da an. Bevor ich ein Bild von meiner kleinen Bude mache, muß ich erstmal ein Jahr aufreumen um nicht vor Scham im Boden zu versinken.

    LG.Rainer

    Hallo Rainer,hallo Robert,;)

    nach dem Motto - " wo gehobelt wird, da fallen Späne " oder " wer Ordnung hält ist nur zu faul zum suchen " muß ich sagen, dass in meiner Werkstatt u. dem Heizraum nicht alles Gold ist. Da sah es auch manchmal ziemlich unaufgeräumt und staubig aus, bis ich mit Eintritt in den Ruhestand einiges geändert habe.

    Der treibende Faktor war meine Frau, die sich permanent über den Dreck beschwert hat.:thumbdown:

    Alle Nischen mit Lagerböden habe ich mit Schiebetüren geschlossen, damit die gelagerten Materialien nicht verstauben.

    Bild 1+ 2: aus dem Jahr 2006





    Werkstatt ab 2011:








    Mit dem Tablett bin ich immer auf dem Laufenden.




    LG

    Otti


    Hallo Alraune,:thumbup:

    Dass sind 2 schöne und extravagante Objekte. Hast Du beruflich was mit Design zu tun?

    Bei dem Birkenfurnier kommt ìm beleuchteten Zustand die Maserung sehŕ schön in Erscheinung.

    Vogelaugen-Ahorn würde sich da auch sehr gut anbieten. Wie stark ist das Furnier ? Hast Du eine normale Birnenbeleuchtung gewählt, oder aber LED Birne genommen. (Hitzeentwicklung)

    Auch die 2. Lampe ist ein Hingucker, der Kopf gefällt mir.

    Weiter so, bin gespannt auf Deine nächsten Werke.

    LG vom Zillertaler :)X/

    Hallo Dieter,:)

    eine schöne Arbeit die Du hier präsentiert hast.:thumbup:

    Der ist doch mit Sicherheit über 60 cm hoch. Hast Du nicht Angst,dass das Holz reißt, wenns unverleimt aus einem Stück ist ?

    Bin gespannt auf die Optik nach Fertigstellung !!!


    Gruß Otti

    Hallo Rainer,:thumbup:

    auf Deine Frage in Beitrag # 7 möchte ich noch nachträglich antworten. (Hatte ich übersehen)

    Sind Harzblasen/Harzgallen aufgetaucht hab ich wie vom Lehrmeister gelernt, mittels Streichholz/Feuerzeug den Gallen angezündet. Dadurch fließt das Harz heraus und verbrennt.

    Die Randerscheinung - du hast das Gefühl - der Bischof mit Rauchfass steht neben Dir.

    Manche mögens, manche mögens nicht.

    Das Harzloch evtl. mit Holzpaste schließen - trocknen lassen - am Schluß überschnitzen damit die Russränder wieder verschwinden.

    Gruß Otti:)

    Hallo Robert,

    super Arbeiten, wobei mir das Männchen besonders gefällt. Ein schönes Stück auch für Anfänger.

    Wie und mit was wirst Du das Hausschild behandeln ?

    Gruß Otmar

    Hallo Rainer, hallo Forumsmitglieder, :):)

    Durch meine Außendienst-Tätigkeit in Schreinereibetrieben des Süddeutschen Raumes und den Urlauben in Österreich war der Bezug zu beiden Holzarten schnell hergestellt. Die Holzbeschaffung in unserem Raum war für mich sehr einfach, da eine in Mainz ansässige Holzhandlung mit Sägewerk beide Holzarten lagermäßig vorrätig hatte. Man belieferte zu dieser Zeit mit diesen Hölzern die Modellwerkstatt eines namhaften Automobilwerks in der näheren Umgebung. Der m³ Preis lag damals in den 1980 Jahren bei 710,- DM für Weymouthskiefer und 950,- DM für Zirbelkiefer. Ein Glück, dass ich mich damals mit Lagerware ausreichend eingedeckt habe. Ca. 4 m³.

    Geprägt durch den Schreinerberuf und der Hobbyschnitzerei habe ich schon eine Menge Zirbel-und Weymouthskiefer ver- und bearbeitet. Für mich persönlich stand immer die Holzeigenschaft im Vordergrund.

    bezüglich :

    · Standfestigkeit - Verzugsfestigkeit - Maßhaltigkeit (Nachtrocknung)

    · Holzoptik und Oberflächenbehandlung

    speziell für die Herstellung von Möbel und im Innenausbau. Hier sind beide Holzarten etwa gleich, mit dem Unterschied, dass Zirbelkiefer etwas harzreicher ist. Die Folge ist eine stärkeres Verharzen der Werkzeuge wie Sägeblätter – Hobelmesser – Fräser . Abhilfe schafft hier eine Tinktur, die ich mir bei meinem Schärfdienst besorgt habe.

    Die Äste bei beiden Holzarten sind ein typisches Zeichen das beide Holzarten auszeichnet und als schmückendes Element in der Fachwelt anerkannt wird. Sie waren nie ein Problem für mich, da Sie zu 95% fest verwachsen sind, im Gegenteil zu Fichte/Tanne wo Äste meist ausgeflickt werden müssen.

    Sollte in Extremfällen eine Astausflickung notwendig sein, habe ich Bohrer zur Herstellung von Astlochflicken für Lang- oder Hirnholz. Kam aber selten vor, eher bei Weymouth als bei Zirbel.

    Wie bei jeder Holzart bestehen die Schnittholz-Dielen aus Kern- und Splintholz, die Kunst in der Bearbeitung ist das zusammenfügen beider Komponenten. Man kann blind und wild zusammenfügen oder aber spiegelbildlich arbeiten. Die spiegelbildliche Verarbeitung verbraucht mehr Holz, sieht aber dafür optisch schöner aus.

    ( Zirbenstuben – Google-Suche - Bilder zu Zirbenstuben) hier könnt Ihr die Kunst des Innenausbaues in allen Facetten sehen.

    Da durch meinen Beruf der Schwerpunkt meiner Schnitzarbeiten mehr auf Verzierungsschnitzerei ausgelegt war hatte ich seltener den Wunsch figural zu schnitzen. Ausnahmen waren Auftragsarbeiten.

    Wie bei allen Schnitzarbeiten ist ein scharfes Eisen die absolute Voraussetzung. Das Handling der Eisen ist reine Übungssache und kommt im Laufe der Zeit von selbst.

    Derzeitig ist die Beschaffung für beide Holzarten doch etwas problematisch und zudem noch teuer.

    2 Links für Bezugsquellen:

    http://www.ghz-cham.de/Produkt…efer-Schnittholz-50-mm-KD

    https://www.binderholz.com/basisprodukte/schnittholz/

    Wer noch gezielte Fragen hat kann sich gerne melden !!!! :thumbup:

    Mit Gruß vom Zillertaler

    Hallo Manuela,

    willkommen in der Schnitzerrunde.:)

    Deine Theorie vom freien Kopf durch schnitzen kann ich nur bestätigen.

    Erging mir früher im Beruf genauso.

    LG

    vom Zillertaler