Beiträge von Schnitzer ausm Norden

    Damit ihr mich nicht falsch versteht: Dass das Schwarze kein Schimmel ist weiß ich. Das ist oberflächlich und kenne ich von Linde. Die weißen Stellen, die scheinbar mehr in die Tiefe gehen, haben mich irritiert.


    Aber ist doch gut, dass wir das hier diskutiert haben:thumbup:So sind später andere, die ebenfalls auf so ein Holz treffen, schlauer.

    Moin!


    Auch euch beiden danke für euer Feedback!


    Scheint wirklich Schimmel zu sein.


    Danke für die Tipps, wie ich den Schimmel wegbekommen könnte. Wenn daraus schon was geschnitzt wäre, würde ich das wahrscheinlich tun, aber so sind es zwei Stücke Linde, die sich nicht mehr so schön schnitzen lassen. Außerdem weiß ich nicht, wie tief der Schimmel sitzt, vielleicht wird das noch mehr.


    Von daher werden sie mich im Feuer noch wärmen dürfen ;)


    Und Rainer:

    Schade wäre es, wenn ich da jetzt zahlreiche Stunden in eine Schnitzerei investiere, die dann Schimmel ansetzt.


    Aber du darfst gerne noch eine kleine Abhandlung darüber verfassen, warum es verwerflich ist, zwei kleine, überalte, schimmlige und bereits halb-beschnitzte Holzstücke der thermischen Verwertung anzueignen ;)

    Moin ihr beiden!


    Danke für die Rückmeldung!


    Dachte ich mir auch schon, dass es evt. schon im Holz drin war und bei der Wärme nun gut gewachsen ist.


    Denke mal, ich werde die großen Stücke einfach verfeuern. Habe mal mit nem Messer die Probe gemacht und geht schon etwas tiefer. Außerdem ist die Linde schon recht alt und auf der Rückseite des Brettes ein angelegtes Motiv, welches ich nicht weiter schnitzen will.


    Hoffe dann mal, dass die neuen Lindenblöcke verschont bleiben!

    Moin!


    Wollte gerade mein Lindenholz umtüten, als ich merkte, dass da weiße Flecken drauf sind!=O


    Das ist noch das Holz, was ich vor ein paar Monaten zu ein paar Schnitzeisen dazu bekommen habe. Soweit ich weiß war damals noch nichts zu sehen.


    Seitdem lag das Holz extra in der warmen Wohnung (und nicht im Keller) in einer offenen Papiertüte. Ein Feuchtigkeitsproblem haben wir in der Wohnung auch nicht. Das müssten doch ideale Lagerbedingungen sein, oder?


    Am gekauften Holz ist nichts zu sehen, aber das ist auch noch nicht so lange da.


    Kann das Schimmel sein? Und was ist mit den schwarzen Punkten (letztes Bild)?


    Was soll ich jetzt tun?




    Ich sehe die genannte Plattform auch sehr kritisch.


    Ich kann verstehen, dass es einige kritisieren, dass Twitter bestimmte Inhalte "zensiert", bzw. als Falschmeldungen klassifiziert. Wobei ich auch verstehen kann, dass es getan wird. Ich nutze Twitter nicht, da ich kein großer Fan von "Social Networks" bin und es lediglich zum Kommunizieren mit bestimmten Leuten nutze, von daher betrifft es mich nicht.


    Aber wie Bergischer Löffel schon zeigte, ist die Plattform Parler bedenklich. Die Frage ist, was für Inhalte dort von wem geteilt werden bzw. was dort nicht geteilt wird.

    Moin!


    Da die zu beschenkende Person dieses Forum wohl niemals besuchen wird, kann ich hier ein Bild des Schnitzobjektes posten, bevor es in zwei Tagen verschenkt wird ;)


    Ein kleiner Pinguin mit Weihnachtsmütze :) Wie schon meine anderen Objekte quasi nur mit Messern geschnitzt, wobei ich hier auch an ein, zwei Stellen einen gebogenen Mikro-Geißfuß verwendet hab.


    In dem Sinne wünsche ich euch schon einmal Frohe Weihnachten, besinnliche Tage, Gesundheit und eine gesegnete Zeit!




    Und zu deiner Frage, nasses, also frisches Holz zum Schnitzen zu verwenden: Wenn du dich dazu genauer informieren willst, suche nach: "Grünholz schnitzen", so nennt sich das.


    Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und ein paar Sachen gefunden. Also grundsätzlich ist es so, dass du verhindern willst, dass das Holz zu schnell austrocknet. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Manche befeuchten das Holz in regelmäßigen Abständen etwas, um den Austrocknungsprozess zu verlangsamen. Auch die Technik, das Schnitzobjekt in eine Plastiktüte zu tun, soll helfen (wobei es wichtig ist, die Plastiktüte täglich umzudrehen und das Objekt kurz zu entnehmen, um Schimmel zu vermeiden). Dann könntest du das Schnitzobjekt die erste Zeit einem etwas kühleren Keller lagern, die meist auch mehr Feuchtigkeit aufweisen. Dann ist der "Schock" für das Holz nicht so groß, als wenn es aus dem nassen 8°C kalten Wald in die knapp 25°C heiße Wohnung kommt, wo die Heizung bollert und die Luft sehr trocken ist. Also vielleich erstmal im Schuppen lagern, später im Keller, dann in einem kühlen Ort in der Wohnung und später dann in warmen Wohnräumen.

    Außerdem behandeln viele ihre Objekte mit Wachs. Dadurch wird die Oberfläche wohl (zu einem großen Teil) versiegelt, sodass weniger Wasser nach außen dringen kann. Besonders das Hirnholz ist sehr anfällig.

    Auch soll es förderlich sein, wenn möglichst viel Holz weggenommen wird, bzw. besonders der Kern des Holzes vermieden wird (was bei deiner Schale aber schwierig werden könnte).


    Als ich vor ein paar Wochen einen löffel längs aus frischem Lindenholz geschnitzt habe, habe ich den erst in trockener Schnitzspäne getrocknet und später mit Leinöl behandelt (2x).


    Hier ist ein schöner Artikel zu jemandem, der aus Grünholz eine Art Schale gemacht hat:


    https://aufdemholzweg.net/2015/04/03/grunholz-experimente/


    Oder hier, zum Thema Drechseln im Mittelalter:


    https://www.hgkoenig.de/techni…selns/gruenholz-drechseln


    Und wenn du des Englischen mächtig bist, hier ein Artikel aus der Heimat unseres Freundes Brian :)


    https://www.canadianwoodworkin…niques/carving-green-wood

    Aus welcher Gegend kommst du denn? Mitteldeutschland?


    Ach, hast du sogar so eine Axt wie in dem Video, also mit waargerechter und gebogener Schneide?


    Ja, das ist eine gute Frage ;) Du siehst ja, dass es schneller gehen kann. Aber noch ein paar Inputs zu Schüsselherstellung im Mittelalter:

    Also die einfache Bevölkerung wird wohl kaum so eine Axt gehabt haben, um mal eine Schüssel herzustellen. Auch die Vorstellung, dass jedes Mitglieds eines Haushalts eine eigene Schüssel hat, ist, denke ich, eher durch die romantischen Bilder des 18. Jahrhunderts geprägt. Im Mittelalter gab es oft eine große Schüssel, aus der alle aßen. Wie die genau hergestellt wurde, kann ich dir auch nicht sagen, aber googel mal den Begriff "Daubenschale", dann siehst du, dass Schüsseln evt. ganz anders produziert wurden und dann auch nur eine für den ganzen Haushalt, die dann Jahre lang benutzt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass die ein oder zwei Schüsseln, die ein Haushalt besaß auch gar nicht selbst hergestellt wurden sondern auf einem Markt gegen Getreide, Federvieh etc. getauscht wurden und von einem Schüsselmacher hergestellt wurden, der sich das entsprechende Werkzeug leisten konnte. Zudem war den Menschen im Mittelalter das Drechseln bekannt. Ich denke mal, es war ökonomisch sinnvoller, die Arbeit in das zu investieren, was man konnte (z.B. Lebensmittel produzieren) und diese dann gegen eine Schüssel einzutauschen von jemandem, der dafür nur wenig Zeit benötigte (Drechseln ist wesentlich schneller). Und wenn es doch mal keine Arbeit oder keinen gab, der solche Schüsseln herstellte, dann nahm sich halt jemand im Haushalt jeden Tage 2h Zeit und nach 1 oder 2 Wochen war die Schüssel fertig. Dafür hielt die dann ja auch mehrere Jahre. Meine Gedanken dazu ;)

    Gibt es denn Schnitzkurse wo du wohnst :)?


    Das sind alles sinnvolle Anschaffungen! Bei mir hat es auch gedauert, mich in das Thema "Schärfen" reinzufuchsen und noch immer bin ich Anfänger. Aber es lohnt sich!


    Cooles Video :thumbup: Du darfst aber nicht vergessen, der Typ ist geübt, auch mit seinem Werkzeug würdest du am Anfang wohl Stunden brauchen ;) Aber es soll ja sowieso Spaß machen.


    So eine Bildhaueraxt ist etwas Feines! Sein Exemplar scheint recht groß und außergewöhnlich zu sein. Ob sich die Anschaffung eines solchen Gerätes lohnt, muss jeder selber wissen. Von Stubai gibt ein Exemplar für 50€, aber kleiner.


    Grünholz ist definitiv einfacher zu schneiden! Da sind die Fasern noch deutlich weicher durch das Wasser. Allerdings finde ich (ohne große Erfahrung zu haben), dass trockenes Holz berechenbarer ist, sich dort schöner saubere Schnitte fertigen lassen. Aber vielleicht kann sich hier ja jemand mit mehr Erfahrung zu äußern.


    Das mit dem Trocknen und Rissen interessiert mich auch! Ob da überhaupt Risse kommen, ob man die verhindern kann und wann die auftreten würden.

    Achso, das Buch behandelt nämlich genau die Felder, an denen du interessiert bist ;) Ich kann es, wie gesagt, nur nicht wirklich weiterempfehlen.


    Ja, gutes Werkzeug hat leider seinen Preis :D Deshalb der Tip: Gebraucht bei E. Kleinanzeigen versuchen, da kriegst du ein 6er Set Kirschen Stechbeitel für knapp 100€, gute Schnitzeisen werden (je nach Größe und Zustand) um die 10€ gehandelt. Wenn du Glück hast, erwischt du da ein schönes Set von vielleicht 20 Eisen von Pfeil, Stubai, Dastra, etc. für 200€.


    Viele schwärmen von Japansägen, weil man wohl gut mit der Faser bzw. in die Faser reinsägen kann und schöne saubere Schnitte erledigen kann. Ich muss sagen, ich bleibe meinem Fuchsschwanz treu ^^ Wobei es irgendwann gerne ein bessere Exemplar sein darf ;) Genauso wie eine Rückensäge auf der Wunschliste steht 8o Ich denke mir: Die deutschen / europäischen Tischler haben über Jahrhunderte mit diesen Werkzeugen die besten Werke hergestellt, da muss es keine Japansäge sein. Was natürlich nicht heißt, dass der, der sich eine holen möchte, das nicht tun soll. :)


    1) Du bist experiementierfreudig, sehr gut ^^ Solange du dabei gesund bleibst 8o


    2) Ist tatsächlich wieder ein Stück, was eher gedrechselt als geschnitzt wird ^^ Ich denke Birke wird zu weich sein, die werden meist aus Hainbuche, eines der härtesten heimischen Hölzer, hergestellt. Ich habe den großen Klüpfel von Kirschen und bin sehr zufrieden damit.


    4) Meine Armhaare müssen immer als Test herhalten ;) Genau, Abrichten ist wirklich wichtig! Aber Abrichtsteine kosten nicht die Welt und halten, sowei ich weiß, ewig. Für meine Handschleifsteine habe ich einen Abrichtstein geholt, der hat knapp 20€ gekostet. Bin jetzt aber für die Eisen auf Tormek Nassschleifer umgestiegen (alte Tormek 2000, gebraucht) und da gibt es eine Abdrehvorrichtung mit Diamantstift. Werde es aber mit dem Tormek Steinpräparier versuchen, da die Diamantstifte ins Geld gehen.


    Sehr interessant! Für Geschichte kann ich mich ebenfalls begeistern, mit Reenactment hatte ich bisher keine Berührungspunkte. Toll, wenn Leute dabei sind, die etwas von ihrem Handwerk verstehen :thumbup:

    Moin Entenband!


    Das hast du dir ja mega Zeit genommen, um zu antworten, finde ich sehr gut ^^


    Also wenn ich deinen Artikel so lese, kommt bei mir die Frage auf, ob du das Buch "Schnitzen - kleine Sachen selber machen" von Niklas Karlsson gelesen hast ;) Denn der beschreibt vieles von dem, was du vorhast und benutzt quasi die Werkzeuge wie du. Wobei ich sagen muss, dass ich das Buch nicht kaufen würde und ich finde, dass manches schlecht oder fehlerhaft beschrieben ist, was auch an der deutschen Übersetzung liegen kann. Für Ideen einholen: ja, aber z. B. der Vorgang des Schärfens wird dort nicht gut erklärt. Außerdem widerspricht sich der Autor. So erzählt er an einer Stelle, dass es wichtig sei, getrocknetes Holz zu verwenden, an einer anderen Stelle sagt er, dass er meist frisches Holz verwendet, was er gerade im Wald gefunden hat.


    Aber nun gut, jetzt mal zu deinem Werkzeug ;) Mit deiner Einschätzung liegst du sehr gut. Mit Gränsfors und Morakniv hast du dir skandinavische Qualität ins Haus geholt! Die Äxte habe ich noch nicht ausprobiert, aber ein Morakniv-Messer nenne ich selber mein eigen (ein kleine Kinderschnitzmesser ^^), welches eine tolle Stahlqualität hat und sich sehr gut schärfen lässt!


    Und zu dem Billigwerkzeug: Ich habe auch nicht nur Qualitätwerkzeug ;) Ich wünschte, es wäre mehr, aber Geld ist eben ein entscheidender Faktor. Da unterscheide ich dann, wie dringend ich es brauche und wie wichtig Qualität ist. Bei Schnitzeisen setze ich nur auf die Top-Marken wie Dastra, Stubai, Pfeil, etc., denn scharfe, gute Eisen sind hier enorm wichtig.
    Es kommt darauf an, was man damit machen will. Wenn du z.B. nur 1 Säge brauchst, würde ich lieber eine gute statt 3 Baumarktsägen kaufen. Aber wenn du die eh nur alle paar Monate mal benutzt und nun mal 3 verschiedene Sägen brauchst, dann nimmst du eben die billigen. Ich habe hier vor Kurzem meinen Schnitzbock gepostet, den ich selbst gebaut habe. Da habe ich quasi alles mit einem 15 Jahre alten LUX-Fuchsschwanz gesägt, den kriegt man, glaube ich, für gut 10€ bei OBI, einfach, weil ich nichts anderes hatte, und es hat geklappt! Auch bei den Stechbeiteln war ein LUX-Stechbeitel dabei. Die con:B Dinger scheinen bei Amazon gute Bewertungen zu haben. Obwohl ich bei dem Preis schon skeptisch bin, aber ich kann es nicht beurteilen.


    Zu deinen Antworten auf meine Fragen:


    1) Hier ist mir dein Vorgehen noch unklar: Du willst die Innenseite mit Stechbeiteln / Schnitzmessern bearbeiten und die Außenseite mit der Axt? Dass du die Schüssel festspannen kannst, ist top, weil hier ist es wichtig mit beiden Händen und Muskel-/Körperkraft zu arbeiten!


    2) Ist Geschmackssache. Ich finde einen Klüpfel besser, weil du damit immer richtig aufs Werkzeug triffst. Für Stechbeitel verwenden manche einen Holzhammer, manche einen Klüpfel. Unter den Schnitzern habe ich noch keinen gesehen, der einen Holzhammer verwendet.


    3) Da bin ich oben drauf eingegangen.


    4) Das wäre der Punkt, wo man dir auf die Fingern hauen müsste ;) Ich bin ja auch noch nicht lange dabei, aber ich kann dir nur versichern, wie WICHTIG scharfes Werkzeug ist! Du kannst das beste Werkzeug der Welt haben, wenn die Schärfe runter ist, wird es dir keine Freude machen!
    Fühl dich aber nicht schlecht, dass du sie nicht scharf bekommst. Am Anfang hat quasi JEDER mit dem Schärfen Probleme. Ich habe mich auch in den letzten Monaten STUNDEN mit diesem Thema auseinandergesetzt, TAGE sogar, sowohl theoretisch als auch praktisch mit vielen frustrierenden Erfahrungen, aber es klappt immer besser. Schau dir am besten Videos dazu an, lies die ganzen Berichte hier im Forum. Besonders Herr Spangler hat hier sehr gute Sachen zu gepostet und die Vorgänge erklärt.


    Die Diamantpfeile ist bestimmt fürs Axt schärfen geeignet (wobei ich selber noch nie eine Axt schärfen musste), aber für die Messer und Schnitzeisen, denke ich, nicht (zu grob, zu kleine Fläche, liegt nicht fest auf). Wenn die Messer an sich gut geschärft wurden und du sie nur nachschärfen musst, eignen sich hier Wassersteine gut (gibt es als Kombiset bei Amazon z. B. für 40€). Wer hier tolle Produkte hat, ist "Scherenkauf". Besuche auch mal die Seite "messer-machen", dort wird Wichtiges erklärt, z.B. das Abrichten eines Schleifsteins, das Abziehen, etc. Viele setzen auf Tormek Nassschleifmaschinen, andere auf Trockenschleifmaschinen, wie auch Spangler sie anbietet. Besonders bei den Stecheisen ist akkurates Schärfen wichtig! Du willst ja eine gerade Schneide haben. Auf Wassersteinen machen manche das per Hand, es gibt aber sowohl für Maschinen als auch für Schleifsteine Schleifhilfen zum Einspannen.

    Generell wirst du hier nicht umhinkommen, etwas Geld da zu lassen. Scharfe Werkzeuge sind das A und O.

    Und zum Abziehen: Bei scherenkauf gibt es z.B. mit Siliziumkarbid behandelte Lederriemen mit passender Unterlage, die sind top! Wenn du ein Messer (oder anderes Werkzeug) schärfst, MUSST du es immer wieder abziehen. Bestimmt alle 10 - 15 min (grob gesagt). Durch regelmäßiges Abziehen kannst du die Schärfe immer wieder "auffrischen", sodass du oft erst nach Stunden wieder das Messer schärfen musst! Wenn du es nie abziehst, wird es stumpf, und du musst es wieder akkurat schärfen, was deutlich mehr Zeit kostet, als es ein paar Mal über den Lederriemen zu ziehen! Wichtig hierbei auch: Abziehen frischt die Stärke nur wieder auf, durch Abziehen wird kein stumpfes Messer wieder scharf!


    Und nun noch zum Drechseln vs. Schnitzen bzw. der historischen Variante:

    Ich habe auch keine Drechselbank ;) Du kannst eine Schüssel per Hand schnitzen. Aber wie gesagt: Fest einspannen, Holzklüpfel benutzen, scharfe Werkzeuge. Und probiere es ruhig mit frischem Holz, wenn es später Risse bekommt ist ja nicht so schlimm bei einer einfachen Schüssel, dann machst du später halt eine neue :)
    Was den historischen Kontext angeht, kann ich dir nicht so viel zu erzählen. Ich habe mal ein bisschen gegoogelt. Grundsätzlich haben die Menschen seit jeher Sachen aus Holz geschnitzt, in der Steinzeit wohl kaum aus trockenem Holz ;) Damals gab es zudem die Technik des Ausbrennens.
    Ansonsten ist das Drechseln schon mehrere tausend Jahre alt, ich denke mal das wird im Mittelalter die vorherschende Technik gewesen sein. Vielleicht hat ein Bauer auch mal eine Birkenknolle in die Hand genommen und aus diesem frischen Holz schnell etwas gemacht. Aber keine Ahnung, da müsstest du einen Experten fragen.

    Ansonsten, teile gerne Fotos mit uns, am besten vom Prozess, dann können wir dir am besten helfen :)