• Beim Schnitzen der Kirschbaumschalen ist zwischendurch noch ein Löffel (aus einer Astgabel) fertig geworden. Ein heftiges Gewitter mit Sturmböen warf die halbe Baumkrone einer Platane in der Nachbarschaft auf die Straße. Nachdem die Feuerwehr die Fahrbahn frei geräumt hatte, lagen Laub und Äste etwa eine Woche lang noch am Straßenrand, sodass ich mir davon ein ausgewähltes Stück absägen konnte.

    Daraus ist nun dieser Löffel geworden. Er ist 32 cm lang. Die Laffe ist 8 cm lang und 5,4 cm breit - zu groß für einen Esslöffel, aber als Servierlöffel für Kartoffelsalat, Reis, etc. durchaus gut zu gebrauchen. Egal wofür - er weiß jedenfalls nicht, wer ihn geschaffen hat, obwohl auf der Rückseite sogar "BG" draufsteht ... ;)

    Gruß

    Bernd

    Holz ist eine geniale Idee des Schöpfers.

  • Hallo Treibholz Bernd, ein schöner Gebrauchsgegenstand, dein Löffel.

    Ich habe solche Küchenutensilien mit Leinöl behandelt. Das ist dann Lebensmittelecht. (Denke ich mir) Jetzt möchte ich gern wissen, mit welcher Maschine hast du die Schrift auf den Löffel bekommen? Und was kostet sowas? Wenn es eine Maschine für den Hobbybetrieb ist.

    Ich hab schon mal Schrift auf eine Arbeit von mir einbrennen lassen.Hier der Link.

    https://www.holzteilchen.de/

    Gruß vom Freizeitschnitzer

  • Hallo Freizeitschnitzer,

    die Schrift wurde geschnitzt (klassische Kerbschnitztechnik). Das kann man auf den Fotos aber nicht so gut sehen, weil die Buchstaben auf dem Holz relativ klein sind und daher auch nicht besonders tief geschnitten wurden. Außerdem wurden sie im vorliegenden Fall nach dem Schnitzen mit brauner Acrylfarbe bemalt (was die Buchstabentiefe um die Stärke der Farbschicht verringert). Das "EAT" in der Mitte wollte ich separieren und habe es deshalb mit roter Acrylfarbe bemalt.

    Das Layout des Schriftzuges wurde am Computer mit dem Präsentationsprogramm Keynote (alternativ Powerpoint, usw.) gestaltet und anschließend mit einem Lasergravierer auf das Holz übertragen. Das geht präziser und schneller als das Entwerfen und Übertragen per Hand. Das Fragezeichen habe ich allerdings von Hand mit Bleistift direkt auf das Holz geschrieben, denn das in der gewählten Schriftart verfügbare Fragezeichen gefiel mir nicht.

    Informationen zu dem von mir benutzten Modell des Lasergravierers habe ich hier schon mal bekannt gegeben.

    So sieht die Datei aus, die der Lasergravierer auf das Holz übertragen hat:

    Die beim Lasern nur oberflächlich eingebrannten Buchstaben werden beim Vertiefen mit dem Schnitzmesser vollständig weggeschnitten.

    Gruß

    Bernd

    Holz ist eine geniale Idee des Schöpfers.

  • ja, daran habe ich auch schon mal gedacht, aber zwei (nahezu) gleiche Löffel aus einer Astgabel zu schnitzen, sodass ein Salatbesteck dabei herauskommt, das wäre noch mal eine ganz andere Herausforderung. Hab ich noch nie gesehen.

    Nicht in jeder Seite einer Astgabel steckt ein ansehnlicher Löffel. Häufig ist nur eine der beiden Seiten "löffeltauglich", und manchmal überhaupt keine. Man kann aber auch Astgabeln finden, aus denen sich tatsächlich zwei Löffel schnitzen lassen. Aber auch das führt in der Regel zu stark unterschiedlichen Einzelstücken, nicht zu "Zwillingen", die man ja für ein Salatbesteck normalerweise haben möchte.

    Für Salatbestecke ist deshalb bei mir "Stammware" das Material der Wahl, wobei auch hier darauf zu achten ist, dass die Holzfasern möglichst parallel zum Stiel laufen. Das ist bei Stammware nicht immer möglich. Man muss diesbezüglich dann auch schon mal den einen oder anderen Kompromiss machen.

    Gruß

    Bernd

    Holz ist eine geniale Idee des Schöpfers.

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