• Hallo,

    habe mir hier ein paar neue Messer gefertigt, da ich mich in nächster Zeit wieder dem Kerbschnitzen ein wenig widmen möchte.

    Diese Messer habe ich erstmals bei russischen Holzschnitzern gesehen. Sie werden da ebenso verwendet wir die Rosenmesser nutzen.

    Die Form der Messer ähneln stark den schrägen beidseitig geschliffenen Balleisens.

    Habe diesbezüglich schon einige Versuche in hinsicht der Kingenform unternommen und besitze auch andere Werkzeuge zum Kerbschnitzen, bin jedoch bei dieser Form hängen geblieben, da man mit so einen Messer Schnitte gut kontrollieren kann.

    Das Material der Klingen ist ein HSS Kohlenstoffstahl mit einer Härte von 63 HRC.

  • Das Beavercraft C10 hat auch diese Form. Man kann damit sowohl zum Körper hin als auch vom Körper weg schneiden - genau wie mit einem Balleisen, wenn man es z.B. kurz hinter der Schneide mit einer Hand umschlossen festhält (bei Beavercraft gibt es Fotos, auf denen diese Grifftechnik zu sehen ist).

    Wer sich für so ein Messer interessiert und ein Balleisen (oder ein Stechbeitel/Stemmeisen) hat, kann diese Grifftechnik damit ausprobieren. Im Unterschied zum Balleisen, das normalerweise nur einen einseitigen Anschliff hat, haben diese Kerbschnitzmesser in der Regel einen beidseitigen Anschliff.

    Man schneidet normalerweise nicht mit der gesamten Schneidenlänge, sondern setzt eine der beiden Enden aufs Holz und führt dann die Schneide mit einer Kippbewegung tiefer hinein. Dabei entsteht ein gut kontrollierbarer Schnitt. Ziehende (ggf. auch schiebende) Schnitte sind ebenfalls möglich.

    Gruß Bernd

    Holz ist eine geniale Idee des Schöpfers.

  • Hallo Brekow,

    es spielt hier keine Rolle wir groß das Übunsstück ist, geschnitten wird beim Kerbschnitzen nur mit der auf dem Foro nach rechts zeigenden unteren Spitze, die man vor sich her schiebt. Selbsverständlich ist es auch möglich große Schnitte damit zu setzen in dem man die andere Seite der Klinge zum Körper zieht.

  • Hallo Noname,

    die Messer gefallen mir sehr gut. Darf ich fragen, ob du die Form der Klingen aus bereits gehärtetem Stahl herausgearbeitet hast, also ohne abschließende Wärmebehandlung, oder ob du sie anschließend noch gehärtet hast?

    Außerdem würde mich interessieren, wie weit die Klinge in den Griff hineinreicht, also wie viel Stahl im Griff steckt und wie die Klinge dort befestigt ist.

    Gruß Christian

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!