• Hallo zusammen!

    Da ich Figuren gerne aus der hand und gerne mit dem Messer schnitze kommt die eine oder andere Verletzung schon mal vor. Bisher helfe ich mir mit einem selbstklebenden tape aus, un Verletzungen zu vermeiden oder vermindern, welches aber demnächst zur Neige geht.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Schutz, Handschuhe, Tape, Übung und Hornhaut, was empfiehlt sich am meisten, um auch nicht das Gefühl zu verlieren?

  • Hallo , ich habe für den Daumen aus Leder einen Schutz , geht sicher auch auf andere Finger. Weiß aber nicht mehr wo ich sie bestellt hatte.

    Gib mal Daumenschutz Schnitzen ein da erscheinen jede Menge Varianten.

    Sich Regen bringt Segen

  • Schnittschutzhandschuhe heiß das Zauberwort, zumindest an der Haltehand.

    Die Schnitt- und Stichfestigkeit sind bei der Prüfung von Arbeitshandschuhen eines der Prüfkriterien.

    Die Norm EN388 oder ISO EN 13997 beschreiben die Anforderungen an Arbeitshandschuhen. Gerne mal im WWW danach suchen.

    Bei diversen Online Händler im Netz oder auch beim Hausherrn zu erwerben.

    Verletzt habe ich mich nur, wenn ich KEINE Handschuhe getragen hatte.

    VG Dieter

  • Guten Abend zusammen.

    Mhm. Schnitzen mit Handschuh... Hab ich probiert, finde ich doof.

    Bei der Raiffeisen habe ich mir mal eine Rolle selbsthaftenden Hufverband gekauft und probiert, damit die Finger zu tapen.

    Klappte besser als Handschuh.

    Aber meist bin ich ohne unterwegs und plane jeden Schnitt, drehe das Werkstück dazu sehr häufig.

  • Hallo zusammen,

    ich schnitze auch ohne Schnittschutz-Handschuhe. Für Anfänger würde ich allerdings sehr empfehlen, solche Handschuhe anzuziehen - vor allem dann, wenn das Objekt beim Schnitzen in der Hand gehalten wird. Das Messer kann nämlich sehr schnell dahin gehen, wo es nicht hingehen soll...

    Andererseits schnitze ich das Finish der Oberflächen fast immer mit Handschuhen, allerdings mit weißen Baumwollhandschuhen, die keinen Schnittschutz bieten. Der Grund: ohne Handschuhe dringt bei häufiger Berührung des Holzes der Schweiß der Hände in das Holz. Das führt zu unschönen Verschmutzungen der Oberfläche. Deshalb ziehe ich (mindestens beim Finish und mindestens an der linken Hand) einen dünnen, weißen Baumwoll-Handschuh an.

    Gruß

    Bernd

    Holz ist eine geniale Idee des Schöpfers.

    Einmal editiert, zuletzt von TreibHolz (14. Juli 2025 um 09:52)

  • Mann sollte nicht so leichtfertig mit der Sicherheit umgehen. Wenn ich in der Hand schnitze, nehme ich meinen abgeschnittenen Däumling oder den ganzen Schutzhandschuh.

    Grüße

    Berkow

    Wer nichts tut dem wird getan! ?(

  • Ich habe mir schon öfter in der Anfangszeit böse in die Finger geschnitten.

    Alles nur, weil ich auf die Schnittschtzhandschuhe verzichtet habe.

    2 Mal nähen im KH haben mich auch nicht umgestimmt, die Dinger zu tragen.

    Damit komme ich einfach nicht klar, ich habe das Gefühl, dass dann die Hand, in welcher das Holz gelten wird, nicht meine ist.

    Da ich aber nun besser in der Schnittführung gekommen bin und mich nicht mehr ablenken lasse, kommen große Schnitte in die Finger gar nicht mehr vor.

    Kleine Kratzer nehme ich aber in Kauf.

    Andererseits, ist ein Finger ab, schnitze ich mir einen neuen :))

  • Aua, was macht ihr denn mit euren Händen? Geht lieb mit euch um! Aber ja, ich kenne das Gefühl: Mit Handschuhen habe ich irgendwie keinerlei Gespür für das Werkzeug mehr. Der letzte wirkliche Schnitt ist allerdings 30 Jahre her, ein 4mm Stich 11 2cm tief längs in den Finger. Seitdem habe ich meine Schnittführung angepasst und schneide nur noch Holz ;) (klopft auf selbiges)

  • Aua, das tut schon beim Lesen weh….

    Ich hab mag Handschuhe allgemein nicht besonders, die sind einfach nicht „gefühlsecht“. Und schützen meist auch nicht vor Stichverletzungen. Trotzdem nutze ich die, wenn ich nicht mehr so konzentriert bin. Das ist unkompliziert und mir allemal lieber als rote Flecken auf meinen unschätzbaren Kunstwerken ;)

    Und Treibholz stimme ich zu - gegen Ende hin muss man sich was gegen die Verschmutzung durch Handschweiß einfallen lassen. Ich muss mir auch mal so Baumwollhandschuhe besorgen! Bisher hab ich die Schnittschutz- oder Latexhandschuhe verwendet, wenn ich keinen Bock mehr auf das ständige Händewaschen hatte.

    Das mit dem Tape als Schutz liegt mir nicht so. Aber wenn man das raushat, ist es sicher eine gute Sache und mehrfach verwendbar.

    Ich hab mir aus Leder so eine Daumenkappe gemacht. Das ist für mich ok, wenn ich tatsächlich gegen den Daumen schnitzen muss. Richtig mögen tu ich den aber auch nicht.

    Dann verwende ich manchmal ein Brett mit Anschlag, für den Gegendruck, wenn ich von mir wegschnitzen kann.

    Ansonsten versuche ich möglichst ein langes Stück Holz zum Greifen dran zu lassen.

    Wenn das nicht geht, nutz ich eine Stockschraube in Verbindung mit einem Haltegriff.

    Und am allerliebsten mag ich es, wenn das Stück eingespannt ist (z.B. am Galgen) und ich mit beiden Händen das Messer führen kann.

    Mein Fazit: wenn möglich einspannen und ansonsten Handschuh

  • Hallo Christian,

    beim Reliefschnitzen, was du ja hauptsächlich machst, sind normalerweise beide Hände am Schnitzeisen (und damit eben auch hinter der Schneide des Eisens). Selbst wenn nur eine Hand am Eisen (bzw. am Heft) ist, weil die andere Hand den Klüpfel bedient, braucht es bei dieser Art des Schnitzens keine Schnittschutzhandschuhe, denn die Verletzungsgefahr ist hierbei sehr, sehr viel geringer als beim Einhandschnitzen.

    Solltest du dich jedoch auch mal im Einhandschnitzen (Classic Whittling) versuchen, empfehle ich dir auf jeden Fall über einen Schnittschutz für deine Finger nachzudenken - zumindest so lange, bis du dir auch bei dieser Art des Schnitzens eine hinreichende Schnittsicherheit erarbeitet hast.

    Als Getränk empfehle ich dabei selbstverständlich nur "alkoholfreies Radler" ;)

    Gruß

    Bernd

    Holz ist eine geniale Idee des Schöpfers.

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