Beiträge von Seehaas

    Hallo David

    gib mal in Google <Schnitzholz kaufen Österreich> ein, dann werden dir mehrere Quellen angezeigt. Das Problem bei Holzhändlern ist immer die Abnahmemenge. Je nach Größe und Anzahl der Masken könnte sich eine Bohle lohnen. Falls du gerne in Tirol in die Berge gehst, wäre ein Abstecher ins Lechtal in die Schnitzerschule Geißler-Moroder empfehlenswert. Dort wird neben Schnitzerbedarf auch Holz verkauft. Zirbenholz ist mittlerweile knapp geworden und wird meist schon von Möbelherstellern im Alpenraum aufgekauft. Im übrigen wäre es nach meiner Einschätzung für Masken zu weich und von der Oberfläche her zu wenig widerstandfähig. Im Winter sind überall Holzfällerarbeiten im Gange, da könnte doch mal was gratis für dich abfallen. Oft wird daraus nur Brennholz gemacht.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Christel

    Die filigranen Beinchen der Vögel zu erstellen, ist sicher eine Fummelei und eine Kunst für sich. Dein erster Versuch in dieser Hinsicht hat bereits zu einem erstaunlichen Ergebnis geführt. Ich selbst habe mit der Erstellung von Vogelbeinen keine Erfahrung, kann mir aber vorstellen, dass alternativ zur Modelliermasse das Umwickeln des Drahtes mit Bast oder Textilklebeband zielführend sein könnte.

    Deutschsprachige Webseiten zum Thema Vogel schnitzen (anspruchsvollere Arbeiten) kenne ich nicht. Dagegen findet man unter <bird carving> zahlreiche gute Seiten wie zB. secrets of the birdcarver.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Kritzel

    Gestalt und Pose der Vögel sowie die Textur des Gefieders gefallen mir sehr gut. Der Kleiber ist auf der Webseite noch besser zu erkennen. Die Farben des Kleibers sind mir persönlich zu stark gesättigt, aber das ist auch Geschmackssache. Der Fitis wirkt dagegen natürlicher.

    Sind die Beine aus Draht gemacht? So habe ich es mal auf einer amerikanischen Webseite eines Vogelschnitzters gesehen.


    Viele Grüße von Seehaas

    Zitat

    Man kann es auch als schlechtes Beispiel stehen lassen, wie man es nicht machen soll.


    Hallo Rainer

    Dein Übungsobjekt zeigt sehr anschaulich, wie schwierig es ist, ein Gesicht authentisch und realistisch zu schnitzen. Zudem ist ein Relief schwieriger als ein voller Kopf, da auf weniger Tiefe im Holz der volle räumliche Eindruck vorgetäuscht werden muss. Ich glaube, dass die eigenartige Wirkung durch die unterschiedliche Perspektive der oberen und unteren Gesichtshälfte zustande kommt. Während Augen, Stirn und Haare in der Frontalansicht dargestellt werden, erscheint die untere Gesichtshälfte wie leicht von der Seite betrachtet. Sonst dürfte die linke eingefallene Wange (aus Sicht des Betrachters rechts) nicht hinter einer Kante verschwinden, sondern wäre genauso sichtbar wie die rechte Wange. Zu den Augen folgende Hinweise:

    Die Augenwinkel beider Augen müssen auf einer Linie liegen. Hier zeigt sich, dass das linke Auge (rechts im Bild) nach oben verschoben ist; dies wird besonders im Bild deines früheren Beitrags "Gesicht" deutlich.

    Die weit geöffneten Augen mit der voll sichtbaren Iris sind unnatürlich. Im Regelfall sind oberer und unterer Rand der Iris verdeckt. Je älter der Mensch, desto schmaler die Augen. Auch beim Lachen gehen die Lider näher zusammen.

    Stellt man sich den Augapfel als Erdkugel vor, so liegt die Pupille nicht auf dem Äquator, sondern in der unteren Kugelhälfte. D.h. die Kante über dem Unterlid ist gegenüber dem Oberlid leicht zurückgesetzt.

    Ober- und Unterlid haben unterschiedliche Krümmungen; die symmetrische Darstellung ist ein häufiger Fehler. Weiter liegt die höchste Öffnung des Oberlides auf der Diagonale des Auges, nur die des Unterlids in der Mitte.


    Ich hoffe, dass diese Punkte bei deinen weiteren Versuchen, Gesichter zu schnitzen, hilfreich sind.


    Viele Grüße von Seehaas

    Von Alraune und mir wurde nicht die (unbekannte) politische Gesinnung von Forenmitgliedern beanstandet, sondern deren pauschalisierende, unflätige und herabsetzende Äusserungen gegenüber den Funktionsträgern „Politiker“ generell und einem Profi-Bildhauer im speziellen. Von der Formulierung her entsprechen die Herabsetzungen den Parolen politisch rechtsextremer Gruppen unserer Gesellschaft; das festzustellen, ist kein Unrecht. Der von Herrn Spangler vorgeschlagene Weg, derartige Äusserungen mit beleidigendem Charakter seien zu akzeptieren, da das Grundgesetz (GG) dies gebietet, ist ein „Holzweg“. Weder der Wortlaut noch die Intention des GG sowie unsere Rechtsordnung allgemein sieht vor, dass derartige in die Öffentlichkeit getragene Äusserungen von jederman zu akzeptieren seien; sonst dürfte es keine strafrechtlichen Bestimmungen zur Beleidigung, übler Nachrede usw. geben. Auch die aktuelle öffentliche Diskussion über die sprachliche Verrohung in den sozialen Medien wäre in der Konsequenz der von Herrn Spangler vertretenen Meinung unangebracht, wenn nicht gar unzulässig.


    Viele Grüße von Seehaas

    Nach 1 Jahr Abstinenz vom Forum melde ich mich mal wieder.

    Bereits damals wurde beklagt, dass immer nur einzelne Forenmitglieder Beiträge verfassen bzw. ihre Werke vorstellen und kein Erfahrungsaustausch zustande kommt. Zugleich ist die Zahl der Neumitglieder beachtlich und zeigt die Klick-Statistik, daß das Forum rege besucht wird, aber „geräuschlos“ und anonym, lediglich als Konsument.

    Zweifellos ist nicht jedermann bereit den Zeitaufwand aufzubringen, um Fotos von seinen Werken zu fertigen, einen Begleittext zu verfassen und sich eventuellen Anregungen zur Verbesserung zu stellen. Ich gehe davon aus, dass jedes Mitglied, jeder Gast (beides m + w) seine Fähigkeiten in Bezug auf das verbindende Hobby erweitern möchte. Hierzu aber braucht es den Mut, sich einer „Begutachtung“ zu stellen. Kritische, hinterfragende Äußerungen sind etwas positives, wenn sie konstruktiv, d.h. weiter führend vorgebracht werden.

    Aus meiner Sicht ist die Kultur des sprachlichen Umgangs im Forum sehr verbesserungsbedürftig. Zur Veranschaulichung zwei Negativbeispiele, die mich neben weiteren Gründen zum Rückzug aus dem Forum veranlasst hatten:

    Geschimpfe auf die aktuelle Politik wie hier hat im Forum zum Thema Hobbyschnitzen nichts zu suchen. Wenn der Frust dann noch mit Äusserungen wie insb. #1 in <Schnitzerfreunde>: "Die ganze Polit-Riege in Berlin kannste in die Tonne kippen." ,weiter #2: "Unser heutigen Politiker? Wissen nix, können nix! Aber abkassieren, bis die Schwarte kracht!!" formuliert wird, dann sagt das mehr über die schimpfenden Personen aus als über die Politiker.

    Einem namhaften professionellen Bildhauer bei der aufwendigen Anfertigung von Auftragsarbeiten "Mit dem geringsten geistigen und körperlichen Aufwand das Maximum an Kommerz herausholen" zu unterstellen (Quelle #5), disqualifiziert den Verfasser dieser Bewertung, nicht den Künstler. Die Zustimmung dieser abwertenden Sichtweise per Like von 2 Mitgliedern, die zeitweise tragend für dieses Forum waren, ist für mich nicht nachvollziehbar. Erwartet hätte ich eine Auseinandersetzung mit meinen zuvor geäusserten Gedanken (Quelle #4), wonach der Profi seinen Rohling schließlich selbst hergestellt hat, so mancher hoch gelobte Hobbyschnitzer dagegen auf gekaufte Rohlinge zurückgreift. Auf diese Gedanken wurde nicht eingegangen.

    Den mit dieser Stellungnahme verbundenen Aufwand treibe ich nur, weil ich das Forum für eine grundsätzlich gute Sache halte und mir wünsche, daß vermehrt lesenswerte Beiträge verfasst werden.


    Viele Grüße von Seehaas

    Die von speckstein vorgeschlagene Verwendung von Kunstharz- also lösungsmittelhaltigen -Lacken ist sicher empfehlenswert. Wenn du in Google die Suchworte <eiche lackieren gerbsäure> eingibst, stößt du in den Beiträgen stets auf das Problem, dass bei wasserbasierenden Lacken die in der Eiche enthaltene Gerbsäure zur Fleckenbildung führen kann. Dies wird in dem beiliegenden Merkblatt eines Lackherstellers bestätigt.

    Ob ein farbloser Schlussanstrich mit Bootslack empfehlenswert ist, wage ich zu bezweifeln, auch wenn ich mit Bootsfarben keine eigenen Erfahrungen gemacht habe. Meine Zweifel sind in der fehlenden Pigmentierung begründet, die bei UV-Licht (Sonne im Freien) in aller Regel zur Zerstörung der Lackschicht führt. Ob es UV-Blocker auch für Lacke gibt, wäre zu prüfen; für Lasuren gibt gibt es sie.


    Viele Grüße von Seehaas

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    Hallo Bosi

    Willkommen im Forum. Einen Schnitzer von Totempfählen hatten wir wohl noch nicht.

    Deine Anfrage liesse sich zu einem späteren Zeitpunkt leichter wieder finden, wenn sie im Abschnitt Endbehandlung u. Bemalung gestellt worden wäre. Für eine Antwort käme es darauf an, wo der Totem aufgestellt werden soll: ganzjährig im Freien der Witterung ausgesetzt oder überdachter Platz am Haus wie auf deinem Bild ?

    Ich wünsche dir viel Geduld beim Schnitzen des harten Eichenstammes, oder nutzt du Maschinen?

    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Sonnenfee

    es freut mich, wenn mein Tierchen dich so angesprochen hat. Ich selbst bin mit dem Ergebnis meiner Arbeit eigentlich zufrieden. Nur hinsichtlich der Oberfläche des Schwanzes bin ich immer noch am überlegen, wie sich die quirlig angeordneten feinen Haare in Holz überzeugend darstellen lassen. Wer eine Idee hat, möge sie mir mitteilen.

    Hast du schon etwas geschnitzt? Dann zeig es doch.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Milan26

    Das Hochrelief vom Fisch- bzw. Graureiher ist schön plastisch herausgearbeitet. Auch die Darstellung des Federkleides gefällt mir. Über die Bemalung kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ich persönlich finde unbemalte Objekte ansprechender, da sie das Material, nämlich die Holzmaserung für sich sprechen lassen. Nur wenn schon Bemalung von Tierskulpturen, dann sollte sie dem lebenden Vorbild entsprechen. Dein Vogel hat zuviel weiße statt graue Flächen, und das Blau stimmt ebenfalls nicht.

    Zur Gestaltung: Der stehende Vogel "hängt" in der Luft. Ein Stück Boden, gleich ob kiesiges Ufer oder Wiesengras, würde die Darstellung vervollständigen. Den störenden Ast nahe dem Schnabel hättest du vermeiden können, wenn du das Schnitzbrett vor dem Beginn deiner Arbeit richtig herumgedreht hättest.

    Viel Erfolg bei deinen weiteren Schnitzobjekten wünscht


    Seehaas

    Hallo Thomas

    Das neue Web-Design ist für mich gewöhnungsbedürftig, alles so blendend weiss! Die graue Schrift ist lesbar, dürfte aber dunkler sein. Die Farbe der Menüleiste zur Bearbeitung dürfte ebenfalls dunkler sein; weisse Symbole auf hellbraunem Hintergrund sind nicht gut lesbar.

    Merkwürdig ist, dass ich - ohne Anmeldung - nun eine Antwort verfassen konnte; das war doch früher nicht so, oder? Es erschien links als Verfasser "Gast". Klickte ich auf ABSENDEN, wurde ich nach meinem Forumsnamen gefragt. Nach dessen Eingabe erschien die Meldung, dass dieser Name bereits vergeben sei. Dieses Problem tauchte früher nicht auf. Ich meine, wie bisher sollte sich ein Bearbeitungs- bzw. Antwortfenster nur öffnen, wenn der Verfasser angemeldet ist und die Taste <Antworten> gedrückt hat.

    Weiter ist mir aufgefallen, dass im Profil der Verfasser von Beiträgen wieder der irreführende Zusatz "Schüler" usw. auftaucht, der im Februar nach Diskussion abgeschafft wurde.

    Die <Vorschau> im Bearbeitungsfenster zeigt nur den Text, nicht wie bisher auch den Verfasser und die Einreihung in das betreffende Thema. Die bisherige Vorschau hat mir besser gefallen.

    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Marco
    Wenn Du angemeldet bist, erscheint am oberen Rand des Bildschirms neben deinem Forumsnamen ein Menüpunkt <Konversationen>. Hier liegen persönliche, nicht allen Besuchern bzw. Gästen des Forums zugängliche Informationen. Dort ist (mindestens) eine Anwort auf deine Anfrage hinterlegt.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Jakob und Günter
    im ersten Moment hatte ich beim Betrachten der Bilder und Videos ähnlich gedacht wie ihr. Interessanter Werdegang der Figuren, aber wenig Schnitzarbeit von Hand. Doch im Prinzip wird hinsichtlich des Kopfes der Figuren gleich vorgegangen, wie wenn Hobbyschnitzer einen gekauften Rohling fertig schnitzen. Der Unterschied liegt nur darin, dass der Bildhauer der Figuren seinen Rohling selbst herstellt, wenn auch mit technisch sehr aufwändigen, aber zugleich perfekten Mitteln. Die bildhauerische und damit künstlerische Vorarbeit bleibt sich gleich: Auswahl geeigneter Fotos mit Festlegung des personenspezifischen Gesichtsausdrucks, Fertigung eines Tonmodells, Feinarbeit der Gesichtsmuskeln und Falten. Der dann eingesetzte Scanner nimmt die Arbeit der genauen Vermessung des Kopfes ab, die auf traditionelle Weise von Hand geschieht (wie z.B. in diesem Video und hier). Ob nun mit CNC oder mechanischer Steuerung des Fräskopfes, das Ergebnis ist ein Rohling. Erst hier setzt die eigentliche Schnitzarbeit mit dem Beitel ein, wie sie die Hobbyschnitzer beim Bearbeiten eines Rohlings kennen.
    Anstoßen liesse sich jetzt eine Diskussion, ob die Bearbeitung eines Rohlings bereits oder noch eine bildhauerische Tätigkeit darstellt; das ist aber nicht von mir beabsichtigt. Vielmehr lässt sich aus den Bildern ersehen, wie entscheidend die gedankliche Vorarbeit bei der Erstellung einer Büste bzw. einer Skulptur allgemein ist und wie man vorgehen kann.


    Viele Grüße von Seehaas

    Der nachfolgende Link eröffnet den Zugang zu einer Bildreihe von aus Holz geschnitzten Statuen namhafter Schweizer Persönlichkeiten. Klickt auf das Bild der betreffenden Person, und ihr seht die Stadien der Herstellung sowie den Hinweis zur Person und Standort der Statue. Darüber hinaus ist noch ein Videoclip über die Erstellung der Werke erreichbar.
    Sicher können wir Schnitz-Amateure schon aus technischen Gründen keine derartigen Werke nachmachen, doch finde ich die Seite sehenswert.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Jakob / Tasmandevil und Michael / PreMi
    Die Grab-Madonna hast Du Dir ja schon im Frühjahr vorgenommen (Werkbank Tasmandevil). Ist das Vorhaben wegen der Holzwahl verschoben? Das von Michael empfohlene Öl ist ein österreichisches Produkt und vielleicht in D schwer zu bekommen. Deshalb nenne ich mal das von mir seit Jahren benutzte und bei Obi und Toom erhältliche deutsche Markenprodukt: PNZ-Aussenöl. Ich verwende es auch für Fassadenholz mit bestem Erfolg. Wie bei jedem Öl oder einer Lasur muss in größeren Abständen (1-2 Jahre) nachbehandelt werden.
    Den Hinweis von Michael zur Wärmebehandlung von Hölzern zur Erhöhung der witterungsbeständigkeit ist sehr interessant. Eine solche Behandlung lässt sich aber mit unprofessionellen Mitteln wohl schwer realisieren. In letzten Jahren wird vermehrt Thermoholz (teuer!) für Fassadenverkleidungen u. a. angeboten; das ist wohl der Hintergrund.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Jakob /Tasmandevil
    Da hast Dir wieder mal eine Pionierleistung in der Schnitzergemeinde vorgenommen. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse.
    Sicher ist das Kriterium Härte nicht allein entscheidend, aber sehr wesentlich. Denn wenn man selbst mit viel Kraftaufwand nur feine Späne abtragen kann, vergeht einem schnell der Spaß an der Arbeit. Dieter01 ging es so mit Eichenholz, mir selber mit zäher Esche. Geschenkte, kleine Reststücke aus Palisander waren mit Schnitzeisen schwer bearbeitbar; mit HM-bestücktem Fräser konnte ich immerhin Serviettenhalter herstellen.
    Entscheidend für die Haltbarkeit eines jeden Holzes im Aussenbereich erscheint mir daher der Holzschutz der Oberfläche sowie der sog. konstruktive Holzschutz, dh. überall, auch unten, muss Wasser schnell abfliessen können. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, habe ich für Testzwecke ein Stück Linde Hirnholz, mit ÖL behandelt, seit 6 Monaten im Freien hängen. Daran ist noch nichts gefault oder grau geworden. Zu gg. Zeit werde ich darüber weiter berichten.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Jakob / Tasmandevil
    es freut mich, dass Du meine Anmerkungen nicht missverstanden hast; sie stellen die bislang ausgesprochenen Anerkennungen Deiner Arbeit keineswegs in Frage, sondern sollten nur Entwicklungspotential aufzeigen.
    Eigentlich finde ich es eine schöne Sache, einander beim tatsächlichen Vornamen anzusprechen, doch wozu dann noch Forum-Nicknamen? Dieses Forum ist für jedermann, gleich, ob registriertes Mitglied oder nicht, ob angemeldet oder nicht, vollständig einsehbar. Deshalb habe ich in dieser Hinsicht Vorbehalte und möchte beim Forumnamen bleiben; dies aber nicht minder herzlich.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo dergrenzer
    vielen Dank für die ergänzenden Angaben. In der Grösse ist das Relief wirklich ein schönes Bild. Bei meinen in der Vergangenheit gefertigten Reliefs habe ich jeweils entlang der unteren Aussenkanten (die an der Wand anliegen) mit der Oberfräse eine Hohlkehle gefräst, Radius ca. 6mm. An die Wand gehängt, scheinen die Reliefs dann wie zu "schweben" und sehen nicht wie ein "Brett an der Wand" aus.


    Viele Grüsse von Seehaas

    Hallo zusammen
    Insgesamt ergibt Dein Relief durch die Kopfhaltung, die saubere Ausarbeitung des Gesichts und der Tuchfalten sowie mit dem Rahmen ein würdiges Bild für den vorgesehenen Zweck.
    Da Du Tasmandevil - wie ich selber auch - uns stets zu verbessern suchen, ordne bitte die nachstehenden Anmerkungen bitte richtig ein: Wie Zillertaler ist mir als erstes das linke Auge (im Bild rechts) aufgefallen. Abgesehen von der Größe scheint der Blick in eine andere Richtung als das rechte, hintere Auge zu gehen. Die Ursache sehe ich darin, dass die geschnitzte Form des Auges nicht die seitliche Perspektive des Gesichts berücksichtigt, sondern wie frontal erscheint. Korrekt hätte das Auge zur Nase hin leicht tiefer und kleiner sein müssen. Weiter gleicht die Linie von der Nase über die Mundmitte zum Kinn einem seitlichen Profil und entspricht nicht dem Blickwinkel auf das Gesicht insgesamt; besonders in Bild 2 von #1 wird dies besonders deutlich. Ein sanfterer Übergang an der beschriebenen Kante zur rechten Gesichtshälfte (von vorne:links) hätte hier schon einiges bewirken können. Ob Du dich insoweit an die Vorlage gehalten hast, weiss ich natürlich nicht. Bei vielen Bildern alter Meister lassen sich diese "perspektivischen Ungereimtheiten" finden.
    Aus den genannten Gründen finde ich perspektivisch überzeugende Reliefs wesentlich schwieriger darzustellen als eine vollplastische Figur. Bei dieser kann man sich einfach an die "Natur" als Vorbild halten, beim Relief muss durch geringfügige Änderungen der Schnitztiefe und perspektivische Linienführung eine Räumlichkeit "vorgegaukelt" werden, die in Wirklichkeit ( gemeint das Schnitzwerk) nicht vorhanden ist.
    Dass von dir Zillertaler in der letzten Zeit vergleichsweise weniger zu "hören" war, ist auch mir aufgefallen; hoffentlich sind nicht gesundheitliche Probleme die Ursache. Sommerzeit ist allerdings nicht die Schnitzerzeit, so geht es mir jedenfalls.


    Viele Grüße von Seehaas