Beiträge von Seehaas

    Hallo Torsten

    Deine Schilderung hat mich schon zum Schmunzeln gebracht; zum Glück haben Nachbarn beim Geruch verbrannten Holzes nicht die Feuerwehr gerufen... Doch Spass beiseite, du warst sicherlich nach dem Experiment geschafft.

    Leider hast du keine Angaben zur Größe und dem Wert des Holzstückes gemacht, so dass sich die Frage, ob sich weiterer Aufwand lohnt, nicht beantworten lässt. Auch weiss ich nicht, welches Werkzeug dir zur Verfügung steht. Mit einem Beil oder Stemmeisen liessen sich Späne abtragen, doch wäre danach Werkzeug schleifen angesagt. Mit einer Säge liessen sich Schnitte durch's gesunde Holz parallel zur Oberfläche durchführen, die aber zu Verkleinerung des Werkstückes führen. Mit einem Winkelschleifer und Gitter-Schleifvorsatz oder entsprechendem Schleifteller für eine Bohrmaschine könntest du die Oberfläche bis ins nicht verkohlte Holz abschleifen. - Doch Staubmaske beim Schleifen nicht vergessen! Der Schleifstaub ist gesundheitsschädlich.

    Erzähle uns bitte, wie du das Problem schlussendlich gelöst hast.


    Viele Grüße von Seehaas

    Ausführliche, bebilderte Antworten auf Fragen zum Thema sind auf folgenden Internetseiten zu finden:

    Holzarten und Holzmuster

    Aus den Angaben zur spez. Dichte der Hölzer lassen sich z. B. im Vergleich schon Rückschlüsse ziehen, mit welchem Kraftaufwand ihr beim Schnitzen zu Werke gehen müsst. Aber auch Angaben zur Oberflächenbehandlung, wie Schleifbarkeit, Lackierbarkeit usw. finde ich hilfreich.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Pivou

    als Maschine käme eine Säbelsäge in Betracht, die sich vielseitig verwenden lässt. Ich habe sie zB. bei der Herstellung der Eichhörnchen-Figur verwendet ( siehe hier ). Für deinen Zweck, insbesondere in einer Mietwohnung, würde es aber eine Handsäge, eine sog. Japansäge genauso tun. Vor allem ist der Platzbedarf und mit der Arbeit verbundene Lärm gering. Ob Maschine oder Handsäge, bräuchtest du zum Herausschlagen der Einschnitte noch ein Stemmeisen (=Stechbeitel).


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Lukas

    beide Umsetzungen des Themas Ginkgoblätter sind sehr ansprechend und sauber gearbeitet. Das Erste wirkt gerade durch die spiegelbildliche Darstellung zweier Blätter. Der in #3 gezeigte Block war vermutlich schwieriger zu schnitzen, da das Relief aus dem Hirnholz herausgearbeitet ist. Ist der Block in der Mitte zusammengeleimt? Der unterschiedliche Maserungsverlauf im oberen und unteren Teil spricht dafür. Ich finde, die auffallende Maserung des gesamten Hintergrundes (für Linde eher ungewöhnlich) könnte noch mehr zur Geltung kommen, wenn der untere Teil in gleicher Weise wie der obere Teil stärker geglättet wäre. Bei Hirnholz natürlich nicht einfach, aber da hilft nur geduldiges Schleifen. Ich würde es zunächst mit einer Schwanenhalsklinge (Ziehklinge) versuchen.

    Der Übergang zur Vertiefung im oberen Teil ist weniger steil als im unteren Teil ausgeführt. Mir gefällt der obere, weichere Übergang besser, weil er den Kontrast zu der "harten" Kontur und Textur des Blattes so reizvoll macht. Zudem ermöglicht dieser Übergang eine deutlichere Darstellung der Maserung. Für den Fall, dass du das Teil nochmals in den Schraubstock spannst, wäre der bisherige Wachsauftrag kein Hemnis.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Rainer

    Ich nehme deine Entschuldigung an und gehe davon aus, dass du nicht nur explizit die Worte mit beleidigendem Charakter meinst, sondern auch die unwahren wie unverschämten Äusserungen in #7. Dabei will ich es bewenden lassen.


    Hallo Berkow

    Besten Dank für deinen Beitrag #9 und die damit verbundene Bemühung, zur Sachlichkeit zurückzuführen. In den von mir besuchten Fotoforen hätten die Moderatoren derartige Ausfälle wie hier sofort gestoppt und gelöscht. Hier werden für derartige Behauptungen bzw. Anschuldigungen noch Likes vergeben! Aus diesen und zahlreichen weiteren Gründen verspüre ich wenig Lust, für dieses Forum noch etwas beizutragen.


    Hallo Mario und Brian Thair

    ihr habt beide den unverschämten Beitrag #7 mit Likes versehen, ihm also inhaltlich zugestimmt. Seid Ihr euch bewusst, dass ihr mit solchem Verhalten die atmosphärische Vergiftung des Forums fördert? Genau so beginnen Hasstyraden in Sozialen Medien! Du Mario hast überdies meine Erwiderung #6 auf die Angriffe von Rainer mit einem Dislike versehen und Rainers Entschuldigung mir gegenüber wiederum mit einem Like; wie passt so etwas zusammen? Schlussendlich hat Rainer für sein eingesehenes Fehlverhalten von euch 4 Likes erhalten!

    Ich selbst halte von dem Kult mit den Likes gar nichts und hoffe damit aufgezeigt zu haben, welcher Unfug damit angerichtet werden kann.


    Es grüßt Seehaas

    Schade, dass in diesem Forum keine Diskussion über künstlerische Details vorgestellter Werke möglich ist. So wird eine Fortentwicklung von Fähigkeiten in handwerklicher als auch gestalterischer Hinsicht nebst der Urteilsfähigkeit verhindert. Schon gar nicht sollten diese Möglichkeiten mit vulgären Ausdrücken abgebügelt werden; sie spiegeln nur das Niveau des Umgangs in diesem Forum wie schon vor mehr als einem Jahr geschehen. Zudem steht eine solche Reaktion im Widerspruch zur Äusserung in #1 "Eure Meinung ist mir wichtig."

    Wenn das Werkstück den Auftraggebern und dem Schnitzer gefällt, ist das positiv im Verhältnis dieser Beteiligten. Bei Darstellung in einem öffentlichen Forum ist jedoch damit zu rechnen, dass andere die Werkstücke mit anderen Augen, Erfahrungen oder Kenntnissen sehen. Wer das nicht will, sollte sinngemäss den Zusatz "Nur zustimmende Meinungen erwünscht" anbringen. Was die Verwendung von Schriften anbelangt, empfiehlt sich die Beschäftigung mit dem Thema "Typografie" .


    Es grüsst Seehaas

    Hallo Rainer

    Ermutigt durch deine Reaktion zu meinen Gedanken in Bezug auf die Wanduhr, möchte ich auch zu diesem Beispiel einige Bemerkungen beitragen.

    Die an die Heraldik angelehnte Form der Tafeln mit dem gefrästen Falz rundum gefällt mir gut. Im Kontrast zur insgesamt schlichten Form mit der glatten Oberfläche hast du "in gewohnter Weise" die Vertiefung um das Wort "Platz" auf verschiedene Weise geriffelt dargestellt. Sicher ist diese Darstellung der Vertiefung auch Geschmackssache, ich persönlich sehe hierin einen Stilbruch und glaube, dass eine geglättete Mulde ansprechender wirken könnte, insbesondere zur Umgebung von Text. Anregung: Statt der Wortes "Platz" könnte die Zahl "1." wie auf einer imaginären Medaille erhaben stehen oder von einem Feuerwehrschlauch umgeben sein.

    In all deinen Werken mit Text verwendest du antike Schriften, für die du offenbar eine Vorliebe hast. Wenn schon wie hier auf kleinem Raum 2 verschiedene Schriften verwendet werden (Ort und "Platz"), so sollten die Schriftarten für mein Empfinden ähnlich sein und zu einander passen. Das Wort PLATZ in Großbuchstaben finde ich unpassend, da nicht das Wort "Platz", sondern der Rang (1.) wichtig ist.

    Abschliessend noch ein Gedanke zum Sinn dieser Tafeln, die sicher zum Aufhängen gedacht sind. Wer nicht selbst an diesen Wettkämpfen teilgenommen hat, kann aus den Tafeln nicht entnehmen, wer damit wofür geehrt werden soll; nur ein Zusammenhang mit der Feuerwehr ist durch das Enblem erkennbar. Also muss ein Besucher erst fragen, statt gleich Bewunderung zu bezeugen.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Rainer

    Dein Einfallsreichtum, der bereits aus den früher gezeigten Werken ersichtlich war, ist auch bei der Wanduhr und den vielen geschnitzten Details erstaunlich. Wenn ich mir das unbearbeitete Brett (ich vermute Apfel oder Nuss?) anschaue, sehe ich die schöne, teils geflammte Maserung mit den interessanten Naturlöchern, die beim fertigen Werkstück kaum auffallen. Deshalb stelle ich mal die Frage in den Raum, ob mehr geglättete Oberflächen das besondere Holzstück und das Wesentliche, die Uhr, stärker betont hätten.


    Viele Grüße von Seehaas

    Vielen Dank für deinen Mut, hier etwas zu zeigen, was durchaus noch entwicklungsfähig ist. In mehrfacher Hinsicht ist dein Beitrag ein anschauliches Lehrbeispiel:

    Werkzeug: Offenbar hast du ausschliesslich Kerbschnitzmesser verwendet und bist damit recht weit gekommen. Damit lassen scharfe Kanten schneiden, nicht aber konkave (nach innen gewölbte) Flächen, Vertiefungen oder Rillen; hierfür braucht es Hohlbeitel.

    Holzwahl: Eibe ist ein Hartholz mit ausgeprägter schöner Maserung, oft auch geflammt. Die Schönheit eines solchen Holzes kommt besonders gut zur Geltung, wenn die Oberfläche glatt ist und die Formen der Skulptur weich sind, also fließende Übergänge und keine scharfen Kanten. Ansonsten konkurrieren Schönheit des Holzes an sich und Ausdruck der Skulptur.

    Form der Figur: Aus meiner Sicht sollte erkennbar sein, welchen Stil du anstrebst: naturalistisch mit Wiedergabe von Details des Körpers (Gesicht, Hände, Haltung) oder soweit abstrahiert, dass markante Formen des Körpers ( Kopf, Arme) auf die Figur eines Menschen schliessen lassen. Natürlich sind Zwischenstufen denkbar, doch sollte aus der fertigen Figur stets erkennbar sein, was du daran als wesentlich erachtest. Die getroffene Holzwahl würde eher eine abstrahierte Darstellung mit nur angedeuteten Details (Gesicht) unterstützen, doch letztlich entscheidet der persönliche Geschmack.


    Ich hoffe, dass die Gedanken für die Weiterbearbeitung hilfreich sind

    Viele Grüße von Seehaas

    Sollte es mir nicht gefallen, komme ich gerne auf Deinen Tipp zurück

    Hallo Moni54

    Deine Absicht, auf einem Teilstück erst einmal den Lack zu testen, finde ich gut, wobei ein dünnflüssiger matter Lack durchaus den angestrebten Zweck erfüllen kann. Vorsorglich weise ich darauf hin, dass eine bereits lackierte Oberfläche nicht nachträglich mit Öl behandelt werden kann. Jeder Lack als Schutzschicht auf dem Holz verhindert das Eindringen von Öl (wie auch Feuchtigkeit) in die Poren des Holzes; das Öl würde eher klebrig als dünne Schicht eintrocknen.

    Viel Erfolg bei der Restaurierung

    Seehaas

    Hallo BergischerLoeffel

    Das Design deiner Löffel gefällt mir sehr gut. Nur an der Oberflächenqualität würde ich noch nacharbeiten und die wiederholten eckigen Kanten am Löffelrand glätten. Für die innere Schale des Löffels wäre die Verwendung einer runden Ziehklinge sehr hilfreich. Damit lassen sich seidenweiche und perfekte Oberflächen herstellen.


    viele Grüße von Seehaas

    Hallo Moni

    Schön, dass du den Zaun um die Krippe wieder herstellen willst, so kommt das Werkstück wieder in seiner Gesamtheit zur Geltung. Ob die Verwendung von Parkettlack allerdings die gewünschte Wirkung erzielen wird, bezweifle ich. Dieser Lack ist für hohe mechanische Beanspruchung (Abrieb durch Begehung mit Schuhen) gedacht und bildet auf der Holzoberfläche dementsprechend eine widerstandsfähige Glasur. Für den Zaun brauchst du solche Eigenschaften nicht, und die optische Wirkung einer Glasur ist Geschmackssache. Für dein Werkstück würde ich - wie schon <BergischerLoeffel> - eine natürliche Wirkung der Holzlatten bevorzugen. Hierfür ist Holzöl (Baumarkt) prädestiniert, wobei es nicht speziell Leinöl sein muss, da Lebensmittelechtheit kein Kriterium ist. Öl zieht ins Holz ein und härtet in, nicht auf der Oberfläche (wie Lack) aus und betont die natürliche Holzmaserung. Zugleich schützt es gegen Schmutz und Feuchtigkeit und lässt sich ggf. ohne weiteres auffrischen.

    Früher habe ich auch Tischplatten lackiert, bin jedoch völlig zugunsten von Öl davon abgekommen. Selbst in Möbelgeschäften werden Esstische vermehrt mit geölter Oberfläche angeboten. Soweit meine Gedanken, bevor du zu Dose und Pinsel greifst.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo David

    gib mal in Google <Schnitzholz kaufen Österreich> ein, dann werden dir mehrere Quellen angezeigt. Das Problem bei Holzhändlern ist immer die Abnahmemenge. Je nach Größe und Anzahl der Masken könnte sich eine Bohle lohnen. Falls du gerne in Tirol in die Berge gehst, wäre ein Abstecher ins Lechtal in die Schnitzerschule Geißler-Moroder empfehlenswert. Dort wird neben Schnitzerbedarf auch Holz verkauft. Zirbenholz ist mittlerweile knapp geworden und wird meist schon von Möbelherstellern im Alpenraum aufgekauft. Im übrigen wäre es nach meiner Einschätzung für Masken zu weich und von der Oberfläche her zu wenig widerstandfähig. Im Winter sind überall Holzfällerarbeiten im Gange, da könnte doch mal was gratis für dich abfallen. Oft wird daraus nur Brennholz gemacht.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Christel

    Die filigranen Beinchen der Vögel zu erstellen, ist sicher eine Fummelei und eine Kunst für sich. Dein erster Versuch in dieser Hinsicht hat bereits zu einem erstaunlichen Ergebnis geführt. Ich selbst habe mit der Erstellung von Vogelbeinen keine Erfahrung, kann mir aber vorstellen, dass alternativ zur Modelliermasse das Umwickeln des Drahtes mit Bast oder Textilklebeband zielführend sein könnte.

    Deutschsprachige Webseiten zum Thema Vogel schnitzen (anspruchsvollere Arbeiten) kenne ich nicht. Dagegen findet man unter <bird carving> zahlreiche gute Seiten wie zB. secrets of the birdcarver.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Kritzel

    Gestalt und Pose der Vögel sowie die Textur des Gefieders gefallen mir sehr gut. Der Kleiber ist auf der Webseite noch besser zu erkennen. Die Farben des Kleibers sind mir persönlich zu stark gesättigt, aber das ist auch Geschmackssache. Der Fitis wirkt dagegen natürlicher.

    Sind die Beine aus Draht gemacht? So habe ich es mal auf einer amerikanischen Webseite eines Vogelschnitzters gesehen.


    Viele Grüße von Seehaas

    Zitat

    Man kann es auch als schlechtes Beispiel stehen lassen, wie man es nicht machen soll.


    Hallo Rainer

    Dein Übungsobjekt zeigt sehr anschaulich, wie schwierig es ist, ein Gesicht authentisch und realistisch zu schnitzen. Zudem ist ein Relief schwieriger als ein voller Kopf, da auf weniger Tiefe im Holz der volle räumliche Eindruck vorgetäuscht werden muss. Ich glaube, dass die eigenartige Wirkung durch die unterschiedliche Perspektive der oberen und unteren Gesichtshälfte zustande kommt. Während Augen, Stirn und Haare in der Frontalansicht dargestellt werden, erscheint die untere Gesichtshälfte wie leicht von der Seite betrachtet. Sonst dürfte die linke eingefallene Wange (aus Sicht des Betrachters rechts) nicht hinter einer Kante verschwinden, sondern wäre genauso sichtbar wie die rechte Wange. Zu den Augen folgende Hinweise:

    Die Augenwinkel beider Augen müssen auf einer Linie liegen. Hier zeigt sich, dass das linke Auge (rechts im Bild) nach oben verschoben ist; dies wird besonders im Bild deines früheren Beitrags "Gesicht" deutlich.

    Die weit geöffneten Augen mit der voll sichtbaren Iris sind unnatürlich. Im Regelfall sind oberer und unterer Rand der Iris verdeckt. Je älter der Mensch, desto schmaler die Augen. Auch beim Lachen gehen die Lider näher zusammen.

    Stellt man sich den Augapfel als Erdkugel vor, so liegt die Pupille nicht auf dem Äquator, sondern in der unteren Kugelhälfte. D.h. die Kante über dem Unterlid ist gegenüber dem Oberlid leicht zurückgesetzt.

    Ober- und Unterlid haben unterschiedliche Krümmungen; die symmetrische Darstellung ist ein häufiger Fehler. Weiter liegt die höchste Öffnung des Oberlides auf der Diagonale des Auges, nur die des Unterlids in der Mitte.


    Ich hoffe, dass diese Punkte bei deinen weiteren Versuchen, Gesichter zu schnitzen, hilfreich sind.


    Viele Grüße von Seehaas

    Von Alraune und mir wurde nicht die (unbekannte) politische Gesinnung von Forenmitgliedern beanstandet, sondern deren pauschalisierende, unflätige und herabsetzende Äusserungen gegenüber den Funktionsträgern „Politiker“ generell und einem Profi-Bildhauer im speziellen. Von der Formulierung her entsprechen die Herabsetzungen den Parolen politisch rechtsextremer Gruppen unserer Gesellschaft; das festzustellen, ist kein Unrecht. Der von Herrn Spangler vorgeschlagene Weg, derartige Äusserungen mit beleidigendem Charakter seien zu akzeptieren, da das Grundgesetz (GG) dies gebietet, ist ein „Holzweg“. Weder der Wortlaut noch die Intention des GG sowie unsere Rechtsordnung allgemein sieht vor, dass derartige in die Öffentlichkeit getragene Äusserungen von jederman zu akzeptieren seien; sonst dürfte es keine strafrechtlichen Bestimmungen zur Beleidigung, übler Nachrede usw. geben. Auch die aktuelle öffentliche Diskussion über die sprachliche Verrohung in den sozialen Medien wäre in der Konsequenz der von Herrn Spangler vertretenen Meinung unangebracht, wenn nicht gar unzulässig.


    Viele Grüße von Seehaas

    Nach 1 Jahr Abstinenz vom Forum melde ich mich mal wieder.

    Bereits damals wurde beklagt, dass immer nur einzelne Forenmitglieder Beiträge verfassen bzw. ihre Werke vorstellen und kein Erfahrungsaustausch zustande kommt. Zugleich ist die Zahl der Neumitglieder beachtlich und zeigt die Klick-Statistik, daß das Forum rege besucht wird, aber „geräuschlos“ und anonym, lediglich als Konsument.

    Zweifellos ist nicht jedermann bereit den Zeitaufwand aufzubringen, um Fotos von seinen Werken zu fertigen, einen Begleittext zu verfassen und sich eventuellen Anregungen zur Verbesserung zu stellen. Ich gehe davon aus, dass jedes Mitglied, jeder Gast (beides m + w) seine Fähigkeiten in Bezug auf das verbindende Hobby erweitern möchte. Hierzu aber braucht es den Mut, sich einer „Begutachtung“ zu stellen. Kritische, hinterfragende Äußerungen sind etwas positives, wenn sie konstruktiv, d.h. weiter führend vorgebracht werden.

    Aus meiner Sicht ist die Kultur des sprachlichen Umgangs im Forum sehr verbesserungsbedürftig. Zur Veranschaulichung zwei Negativbeispiele, die mich neben weiteren Gründen zum Rückzug aus dem Forum veranlasst hatten:

    Geschimpfe auf die aktuelle Politik wie hier hat im Forum zum Thema Hobbyschnitzen nichts zu suchen. Wenn der Frust dann noch mit Äusserungen wie insb. #1 in <Schnitzerfreunde>: "Die ganze Polit-Riege in Berlin kannste in die Tonne kippen." ,weiter #2: "Unser heutigen Politiker? Wissen nix, können nix! Aber abkassieren, bis die Schwarte kracht!!" formuliert wird, dann sagt das mehr über die schimpfenden Personen aus als über die Politiker.

    Einem namhaften professionellen Bildhauer bei der aufwendigen Anfertigung von Auftragsarbeiten "Mit dem geringsten geistigen und körperlichen Aufwand das Maximum an Kommerz herausholen" zu unterstellen (Quelle #5), disqualifiziert den Verfasser dieser Bewertung, nicht den Künstler. Die Zustimmung dieser abwertenden Sichtweise per Like von 2 Mitgliedern, die zeitweise tragend für dieses Forum waren, ist für mich nicht nachvollziehbar. Erwartet hätte ich eine Auseinandersetzung mit meinen zuvor geäusserten Gedanken (Quelle #4), wonach der Profi seinen Rohling schließlich selbst hergestellt hat, so mancher hoch gelobte Hobbyschnitzer dagegen auf gekaufte Rohlinge zurückgreift. Auf diese Gedanken wurde nicht eingegangen.

    Den mit dieser Stellungnahme verbundenen Aufwand treibe ich nur, weil ich das Forum für eine grundsätzlich gute Sache halte und mir wünsche, daß vermehrt lesenswerte Beiträge verfasst werden.


    Viele Grüße von Seehaas

    Die von speckstein vorgeschlagene Verwendung von Kunstharz- also lösungsmittelhaltigen -Lacken ist sicher empfehlenswert. Wenn du in Google die Suchworte <eiche lackieren gerbsäure> eingibst, stößt du in den Beiträgen stets auf das Problem, dass bei wasserbasierenden Lacken die in der Eiche enthaltene Gerbsäure zur Fleckenbildung führen kann. Dies wird in dem beiliegenden Merkblatt eines Lackherstellers bestätigt.

    Ob ein farbloser Schlussanstrich mit Bootslack empfehlenswert ist, wage ich zu bezweifeln, auch wenn ich mit Bootsfarben keine eigenen Erfahrungen gemacht habe. Meine Zweifel sind in der fehlenden Pigmentierung begründet, die bei UV-Licht (Sonne im Freien) in aller Regel zur Zerstörung der Lackschicht führt. Ob es UV-Blocker auch für Lacke gibt, wäre zu prüfen; für Lasuren gibt gibt es sie.


    Viele Grüße von Seehaas

    Hallo Bosi

    Willkommen im Forum. Einen Schnitzer von Totempfählen hatten wir wohl noch nicht.

    Deine Anfrage liesse sich zu einem späteren Zeitpunkt leichter wieder finden, wenn sie im Abschnitt Endbehandlung u. Bemalung gestellt worden wäre. Für eine Antwort käme es darauf an, wo der Totem aufgestellt werden soll: ganzjährig im Freien der Witterung ausgesetzt oder überdachter Platz am Haus wie auf deinem Bild ?

    Ich wünsche dir viel Geduld beim Schnitzen des harten Eichenstammes, oder nutzt du Maschinen?

    Viele Grüße von Seehaas