Beiztechnik zum mehrtönigen Beizen

Sie benötigen:

  1. Einen speziellen, metallfreien Beizpinsel, zum Auftragen der Beize sowie einen Pinsel zum Auftragen der Grundierung
  2. Metallfreie, kleine Beizpinsel für feine Linien bzw. kleinere Flächen
  3. Unsere Spezial-Beizgrundierung
  4. Wachsbeize in Ihrem gewünschten Farbton.
    Alle Rosner-Wachsbeiztöne sind untereinander mischbar! Somit haben Sie alle Möglichkeiten der Farbgestaltung. Zur Aufhellung einer Tonart benutzt man die farblose Wachsbeize (WB 121)!
  5. Unsere Spezial-Beizbürste zum nachträglichen Polieren der gebeizten Oberflächen
mehrfarbige Beize
Schnitzfigur grundieren

Grundieren

  1. Schütteln Sie den Beizgrund kräftig, um alle Ablagerungen aufzulösen.
  2. Grundieren Sie damit nun, mit Hilfe des Beizpinsels, die komplette Figur. Achten Sie darauf, die Grundierung so gleichmäßig wie möglich aufzutragen. Um sicherzustellen, dass auch jede Stelle mit Grundierung bestrichen wurde empfehlen wir Ihnen, nach ca. 20 min. die komplette Figur nochmals einzustreichen.
    Je öfter Sie grundieren, umso mehr wird die Saugeigenschaft (und somit Farbläufer) reduziert!
  3. Lassen Sie nun die Grundierung ca. 2 Stunden eintrocknen.

Bedenken Sie unbedingt, dass Ihr Motiv auch komplett mit Schnitzmessern überschnitzt sein muss. Verwenden Sie keinesfalls Figuren, an denen mit Schleifpapier geschmirgelt wurde. Denn hier würde am Ende, trotz Grundierung, eine fleckige Oberfläche entstehen!

Beizen

  1. Schütteln Sie nun Ihren gewünschten Beizton gut durch, um alle Ablagerungen zu lösen.
  2. Streichen Sie hiermit anschließend die gewünschten Stellen der Figur zügig und so gleichmäßig wie möglich ein. Beginnen Sie unbedingt mit den hellsten Farbtönen und beenden Sie das anstreichen mit den dunkelsten Tönen. Benutzen Sie den Pinsel, der Ihrer Meinung nach die geeignetste Form bzw. Größe für die zu behandelnde Fläche hat. Unser Pinselpaket zum mehrfarbigen Beizen bietet Ihnen die entsprechende Auswahl.
  3. Durch sparsames auftragen vermeiden Sie Farbläufer oder Tropfenbildung. Sollte Ihnen dadurch der Farbton beim ersten Anstrich zu hell sein, empfehlen wir Ihnen, nochmals gleichmäßig darüberzustreichen. Der Beizton wird mit jedem Anstrich intensiver. Beachten Sie hierbei jedoch, die komplette Fläche zu überstreichen und nicht nur Teilstücke, da es am Ende sonst fleckig wirken könnte.
  4. Lassen Sie nun die Beize mindestens 5 Stunden eintrocknen. Halten Sie die Trocknungszeiten unbedingt ein oder verlängern Sie diese sofern möglich. Somit sind Sie immer auf der sicheren Seite!

Oberflächen, denen Sie keinen Farbton geben möchten, müssen unbedingt mit einer farblosen Beize (WB121) behandelt werden, um später auch an diesen Stellen eine Wachsschicht zu haben. Diese ist aufgrund der hohen Wachsanteile jedoch sehr sparsam aufzutragen.

Polieren

  1. Um die, durch das trocknen, weißlich gewordenen Oberfläche glänzend zu bekommen, kommt nun unsere spezielle Beizbürste zum Einsatz. Diese ist durch die 360° angeordneten Borsten ideal geeignet, um jede beliebige Stelle der Figur zu polieren.
  2. Nehmen Sie also nun diese Rundbürste und fangen Sie an, die ganze Figur kräftig abzubürsten bzw. zu polieren. Durch das ständige kräftige Bürsten wird die Oberfläche schön matt-glänzend. Der zuvor entstandene weißliche Wachsfilm verschwindet komplett.

Tipp:
Bessere und vor allem schnellere Ergebnisse als mit der Handbürste, würden Sie mit unserer Polierbürste für die Bohrmaschine erreichen.

Achtung:
Sollte sich diese weißliche Schicht trotz kräftigen Bürstens nicht korrekt auspolieren lassen, haben Sie zu viel Beize aufgetragen oder nicht sorgfältig genug grundiert. Versuchen Sie, sofern machbar, zuerst die hellen Stellen zu polieren und danach die dunkleren. Somit beugen Sie Verschmutzungen der helleren Flächen vor.

Nachdem Sie fertig sind und Ihnen das Polierergebins entspricht, sollten Sie die Bürste unbedingt mit warmem Wasser sorgfältig auswaschen. Danach mit Hilfe eines alten Lappens kräftig trocken rubbeln. Grund hierfür ist, da eventuelle an den Borsten haftende, dunkle Beizrückstände, bei nachfolgenden Polierarbeiten von helleren Beiztönen zurückbleiben könnten. Die Oberfläche könnte dadurch “schmutzig” werden.

Fertig!

Sofern Sie sorgfältig gearbeitet haben, sollte die Figur nun gleichmäßig in Ihrem gewünschten Farbton erstrahlen. Aber auch hier gilt: “Übung macht den Meister”!

Pinsel und deren Pflege:
Wie anfänglich schon beschrieben, ist es beim Beizen sehr wichtig, spezielle metallfreie Pinsel zu verwenden. Da beim Beizen alles auf Wasserbasis gemischt ist, würden metallgebundene Pinsel schon nach kürzester Zeit zu rosten beginnen. Wachsbeizen reagieren auf die kleinsten Rostpartikelchen sehr empfindlich!

Waschen Sie unbedingt alle benutzten Pinsel gründlichst mit warmem Wasser aus! Ansonsten besteht die Gefahr, bei später folgenden Beizungen, fehlerhafte bzw. unregelmäßige Farbtöne zu erhalten.

Neue Ringpinsel verlieren anfänglich leider viele Borsten. Waschen Sie deshalb Ihre neu gekauften Pinsel erstmals gut mit Wasser aus und “pinseln” Sie diese danach kräftig trocken!
Hierbei sollten die losen Borsten zum Großteil ausfallen.

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